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Vollversammlung des Bezirkes Vinschgau

 

Am Sonntag 4. Dezember 2011 lud der Bezirk Vinschgau der Arbeitsgemeinschaft Volkstanz in Südtirol zur Vollversammlung in den Kultursaal von Eyrs.

Der Bezirksvorsitzende Wolfgang Abart g konnte neben den Obmännern und Mitgliedern der Volkstanzgruppen und einigen Einzelmitgliedern auch die Erste Vorsitzende der Arge, Monika Rottensteiner vom Ritten, den Bürgermeister der Gemeinde Laas, Andreas Tappeiner und die Referentin für Kultur, Verena Tröger begrüßen.

Bei den einzelnen Aktionen im Bezirk kam das gesellige Miteinander nicht zu kurz, wie ein gemeinsames Kegeln oder eine „Sommerolympiade“ eindrucksvoll gezeigt haben. Natürlich wurde auch gemeinsam im Bezirk getanzt und ein Tageslehrgang abgehalten.

Auf der Tagesordnung standen außer den üblichen Punkten, wie Tätigkeits- und Kassabericht auch Neuwahlen. Der teils alte und neue Ausschuss setzt sich wie folgt zusammen:

 

Bezirksvorsitzender. Abart Wolfgang (Morter)

Stellvertreter: Fouqueau Morgan (Mals)

Kassier: Stricker Josef (Martell)

Kasserevisor 1: Perkmann Andrea (Martell)

Kasserevisor 2: Thialer Ruth (Prad)

Tanzleiterin: Menghin Elisabeth (Schleis/Mals)

Pressereferent: Fouqueau Morgan (Mals)

Musikreferent: Amenitsch Christof (Schleis/Mals)

Schriftführer: Kofler Norbert (Prad/Schlanders)

Zum Ausschuss dazugehören auch die Obmänner der 5 Volkstanzgruppen

VTG Mals: Moser Ulrich

VTG Prad: Wunderer Othmar

VTG Eyrs Zangerle Reinhard Karl

VTG Schlanders: Ratschiller Manfred

VTG Martell: Stricker Josef

 

Bei den Grußworten der Ehrengäste wurde vor allem der ehrenamtliche Einsatz der Tänzerinnen und Tänzer gewürdigt. Auch das Tragen der Tracht wurde sehr lobend bemerkt. Tänze für Kinder und die Aus- und Weiterbildung werden auch im Vinschgau als wichtige Faktoren erlebt, um das überlieferte Tanzgut bis hinein in die Familien zu bringen.

Nach dem offiziellen Teil wurde vom Obmann der VTG Eyrs, Reinhard, ein interessanter Vortrag über die Entstehung und Geschichte von Eyrs gestaltet. Das Ganze wurde sehr anschaulich mit alten Bildern und Postkartenmotiven ergänzt. Den Teilnehmern der Versammlung wurde die frühere Bedeutung von Eyrs als Knotenpunkt für die Reisen über den Reschen und ins benachbarte Bormio erklärt. Aus dieser Zeit stammen noch alte Gebäude, wie das ehemalige Hotel „Post“ an der Strasse, die mitten durch das alte Dorf führte. Erläutert wurde auch die frühere Regelung der Wasserversorgung mit den „Roaden“, die besonders im niederschlagsarmen Vinschgau für die Felder und Wiesen lebenswichtig war. Auch die kirchliche Geschichte wurde aufgezeigt, die besagt, dass Eyrs früher der Pfarre Tschengls angehörte.

Im Anschluss gab es noch einen Streifzug durch die „Quellmalzsammlung“, die vom deutschen Wissenschaftler Alfred Quellmalz und seinen Gehilfen in den 30er und 40er Jahren zusammengetragen wurde. Auch aus Eyrs wurde überliefertes Liedgut festgehalten. Auch zu diesem Thema konnte Reinhard mit Originalbildern und Tonaufnahmen aus dieser Zeit aufwarten. Einige Lieder wurden den Teilnehmern der Vollversammlung „live“ vorgetragen.

Eine Auswahl von vorweihnachtlichem Gebäck und Keksen rundete die gelungene Veranstaltung ab.

Kofler Norbert

Bezirksvollversammlung Bezirk Vinschgau

Brauchtum mit Schwung erhalten
Bezirk Vinschgau der Arbeitsgemeinschaft Volkstanz in Südtirol hält Jahrestreffen – Ehrung 

Im Vinschgau gibt es derzeit fünf Volkstanzgruppen, nämlich Martell, Schlanders, Prad, Eyrs und Mals. Letztere zwei wurden erst vor kurzem gegründet. Insgesamt sind in den fünf Volkstanzgruppen weit über hundert Vinschgerinnen und Vinschger organisiert. Darüber hinaus gibt es noch zwei Dutzend Einzelmitglieder, die sich ebenfalls die Pflege des Volkstanzes zu Eigen gemacht haben.

Vinschgauweit steht Wolfgang Abart den Volkstänzern als Obmann vor. Er hatte das Amt vor einem Jahr übernommen. Bei der Bezirksvollversammlung am 6. März 2011 in Prad begrüßte Abart die Vertreter der Volkstanzgruppen und seines Ausschusses und hielt kurz Rückblick auf das vergangene Jahr. Neben einer ganzen Reihe von Auftritten im Laufe des Kalenderjahres – ausgenommen die Advents- und Fastenzeit – haben die Volkstänzer viele weitere Tätigkeiten aufzuweisen. Sie bilden sich z. B. fort oder halten Kindertanzkurse.

Dabei steht immer eines im Vordergrund, wie der Zweite Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Volkstanz, Klaus Tappeiner, erklärte: “Es ist wichtig, die Bräuche zu pflegen und weiterzugeben.“ Es gebe nämlich bereits eine Reihe von Bräuchen, welche nur noch vom Hörensagen bekannt seien. Den Volkstänzen müsse dieses Schicksal erspart bleiben. Wenn vor allem die Kinder über ihre Herkunft und Brauchtumswurzeln aufgeklärt würden, sei die Zukunft des Volkstanzes abgesichert.

Das sahen auch die Ehrengäste, der Prader Bürgermeister Hubert Pinggera und die Gemeindereferentin Tanja Ortler, so. Sie dankten den Volkstänzern für die Brauchtumspflege. Tanja Ortler ergänzte, dass das Tanzen auch einen großartigen gesellschaftlichen Aspekt habe. „Beim Tanzen kommen die Menschen zusammen“, sagte Ortler.

Bei der Bezirksvollversammlung in Prad bedankten sich der Bezirksvorsitzende Wolfgang Abart und Klaus Tappeiner bei zwei verdienten Volkstänzern für ihre Arbeit. Helga Pircher und Hubert Kuppelwieser waren Tanzleiterin bzw. Obmann bei der Volkstanzgruppe Schlanders und erhielten ein kulinarisches Dankeschön in Form eines Gutscheins.

Als kulturhistorisches Schmankerl hatten die Organisatoren den Besuch der Prader „Maschger“ miteingeplant. Zuvor gewährte Gemeindereferent Sepp Gritsch Einblick in die Geschichte dieses Prader Faschingsbrauchs.

 

Text und Foto: Dolomiten