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Volkstanz auch für Kinder und Jugendliche

Bewegung und somit auch Tanzen sind elementar für eine gesunde Entwicklung. Tanzen fordert und fördert den ganzen Menschen. Besonders für Kinder gehören Bewegung, Tanz und Spiel zu den elementaren Ausdrucksformen und Kommunikationsmöglichkeiten. Wenn in Kind Musik hört, so reagiert es in der Regel spontan mit Bewegung.
Durch den Kindertanz, wie ihn die Kindertanzreferentinnen und –referenten der Arbeitsgemeinschaft Volkstanz in Südtirol vorzeigen und mit Kindern erarbeiten, soll genau diesen Bedürfnissen Rechnung getragen werden.

Der Kindertanz, wie er heutzutage von den Referentinnen und Referenten in Südtirol gezeigt wird, hat sich aus dem Volkstanz für Erwachsene entwickelt, da man der Meinung war, dass Kinder ein Recht auf ein altersadäquates Tanzgut haben. Diese Tanzformen werden seit etwa hundert Jahren aufgezeichnet und haben viel mehr Varianten als Volkstänze.

Ausbildung zum Kinder- und Jugendtanzleiter

Die Arbeitsgemeinschaft Volkstanz in Südtirol organisiert in Zusammenarbeit mit der Bundesarbeitsgemeinschaft Österreichischer Volkstanz Fortbildungsveranstaltungen für aktive und angehende Kindertanzleiter. Dieser mehrteilige Lehrgang richtet sich an alle, die am Tanzen, Spielen und Singen mit Kindern und Jugendlichen interessiert sind.

Modul 1 – Strukturierte Tanzformen
Grundlegende Inhalte werden vermittelt. Die Seminarteilnehmerinnen und -teilnehmer lernen überlieferte Kinder- und Jugendtänze aus dem europäischen, vor allem alpenländischen Raum kennen sowie verschiedene/ kreative methodische – didaktische Wege der Tanzvermittlung. Zudem erhalten die Anwesenden eine grundlegende Basisinformation zu überlieferter Tanzliteratur.  Modul 1 Kurse werden meist als Tageskurse angeboten und versuchen vor allem die Vielfalt und Verschiedenartigkeit der einzelnen Regionen in das Konzept dieser Ausbildung einfließen zu lassen.

Modul 2 – Gestaltung
Das erworbene Wissen von Modul 1 wird in Modul 2 erweitert bzw. vertieft. Im Teilnehmerinnen- und Teilnehmerkreis, der als Lern- und Übungsfeld dient, zeigen die angehenden Referentinnen und Referenten ein vorbereiteten Tanz sowie ein Spiel. Tipps und Tricks im Umgang mit Kindern und Jugendlichen werden im achtsamen Gespräch reflektiert und ausgetauscht. Gastreferenten aus einem verwandten Fachgebiet (Tanzpädagogik, Motopädagogik, Kinesiologie,…) soll einen Blick über den Zaun bringen und das Modul 2 vervollständigen.

Modul 3 – Praxis pur
Viel praktische Arbeit ist der Schwerpunkt des dritten Moduls. Der Nachweis praktischer Arbeit mit Kindern und Jugendlichen ist vorzulegen.
Ein vielfältiges Methodenrepertoire, Praxisauftritte mit der Gruppe von eingeladenen Kindern oder Jugendlichen sowie eine achtsame Praxisvideoanalyse stärken die Kompetenz und vermitteln konkretes Handwerkszeug. Neben dem Lernen in reflektierter Eigenerfahrung wird auch auf die Vermittlung von direkt umsetzbaren methodischen Sequenzen Wert gelegt.   
Ein/e GastreferentIn aus dem Bereich (Elementare) Musikpädagogik oder Stimmbildung rundet die Ausbildung ab.

Schriftliche Arbeit - Reflexion
Die Ausbildung wird mit einer kurzen schriftlichen Arbeit abgeschlossen. Eine Reflexion über die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen soll das eigene Tun schärfen.