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Die Arbeitsgemeinschaft Volkstanz
in Südtirol
Die
"Arbeitsgemeinschaft zur Pflege des Volks-
tanzes in Südtirol" wurde am 31. Jänner 1960 von Prof. Luis Staindl zusammen
mit zwölf Volkstanzgruppen ge-
gründet.
Der
Verband hat zum Ziel, Tiroler Volkstanz und Brauchtum zu
pflegen und zu leben. Auf die aus ganz
Tirol stammenden Aufzeichnungen von Prof. Horak bau-
end, sollen der Südtiroler Bevölkerung wieder die ein-
heimischen Tänze, eingebettet in die Tiroler Traditionen, nähergebracht werden.
Dazu
werden die in Südtirol tätigen Volkstanz-
gruppen, Volkstanzkreise und Brauchtumsträger erfasst. Von Anfang an wurde
die Wichtigkeit des richtigen Er-
lernens der Volkstänze erkannt.
Tätigkeitsbereiche
Allgemeine
Lehrgänge für alle volkstänzerisch In-
teressierten sowie Intensivkurse für Tanzleiter werden periodisch veranstaltet
und stellen einen der Hauptauf-
gabenbereiche der Arbeitsgemeinschaft dar. Desgleichen werden Tanzmusikanten
ausgebildet sowie Materialien für die Volkstanz- und Brauchtumsarbeit bereitgestellt.
Auch zu diesem Zweck hat sich die enge Zusammenarbeit mit anderen volkskulturellen
Verbänden sehr bewährt.
Als
weiterer Tätigkeitsbereich bietet die Abhaltung von Tanzveranstaltungen auf
Landes- und Bezirksebene allen die Gelegenheit, tänzerische Gemeinschaft intensiv
zu erleben.
Enge
freundschaftliche Beziehungen unterhält der Verband mit der "Tiroler Landesarbeitsgemeinschaft
für Volkstanz" und der "Bundesarbeitsgemeinschaft Öster-
reichischer Volkstanz", in deren Vorstand der 1. Vor-
sitzende unserer Arbeitsgemeinschaft vertreten ist.
Zur
Zeit sind in Südtirol 55 der Arbeitsgemein-
schaft angeschlossene Volkstanzgruppen bzw. -kreise sowie 110 Einzelmitglieder
aktiv. Sie sind innerhalb
ihrer Dorfgemeinschaften wichtige Mitträger des ört-
lichen Brauchtums und sind zum Teil sehr bemüht, den seit 20 Jahren verstärkt
eingeschlagenen Weg der Breitenwirkung zu verfolgen.
Dass
der Volkstanz wieder zum Tanz des Volkes wird, ist in einer Zeit, in der alte
Traditionen vielfach durch das große Angebot anderer Freizeitmöglichkeiten
bedroht sind, nicht leicht möglich.
Allerdings bietet gelebtes Brauchtum einer von Globali-
sierungstendenzen verunsicherten und durch Vereinze-
lung geprägten Gesellschaft wertvolle kulturelle Anhalts-
punkte.
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