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„Familie und Musik“ im Haus der Familie am Ritten vom 26. Juli bis 1. August 2009
Eine Reise durch die Zeitreise
Unter dem Motto „Eine Zeitreise durch die Zeitreise“ stand der Abschlussabend der Familienwoche, die gemeinsam vom Südtiroler Sängerbund, von der Arbeitsgemeinschaft Volkstanz in Südtirol, vom Südtiroler Volksmusikkreis und vom Haus der Familie/Lichtenstern organisiert wurde. Im Haus der Familie in Lichtenstern am Ritten hatten sich vom 26. Juli bis zum 1. August 22 Familien eingefunden, um gemeinsam zu musizieren, zu tanzen, zu spielen und zu singen. Neun Referenten unter der Leitung von Robert Schwärzer betreuten 75 Personen im Alter von 0 bis 60.
„Sechzig Prozent der Teilnehmer waren heuer Kinder, ein sehr großer Anteil“, erklärt Robert Schwärzer. „Dies machte einen entsprechenden Tagesplan erforderlich, der Schwerpunkt wurde auf die Kinderbetreuung und die Musik mit den Kindern gelegt. Außerdem wurde heuer besonders viel gesungen, auch in kleinen Chören.“ Die Kinder wurden in Gruppen eingeteilt: Kleine Kinder, Kinder im Volksschulalter und jene von 10 bis 15 wurden in eigenen Gruppen betreut und erarbeiteten im Laufe der Woche Lieder, Tänze und kleine Theaterstücke zum Thema Zeitreise. Die Erwachsenen fanden sich ihrerseits in Gruppen zum Musizieren oder Singen zusammen. Freilich wurde auch regelmäßig gemeinsam gesungen und musiziert. Denn die Gemeinschaft war auch dieses Jahr nicht nur ein Nebenaspekt der Woche, sondern ein wichtiges Ziel, wie auch der Abschlussabend zeigte, der kein steifes Konzert war, sondern ein lockeres, abwechslungsreiches und unterhaltsames Programm. Auch die Schulungswoche legte den Schwerpunkt auf eine ganzheitliche Hinführung zur Musik und zur Gemeinschaft durch die Musik. So gab es neben den Sing- und Musikstunden für die Kinder die Möglichkeit zu basteln und zu malen, gemeinsame Ausflüge und natürlich die Tanzabende, die ganz im Zeichen des Volkstanzes standen. Doch die Kinder und Erwachsenen beschäftigten sich nicht nur mit Volksweisen aus dem deutschen Sprachraum, sondern auch mit einem Fischerlied aus Taiwan oder einem afrikanischen Trommelstück, bei dem die Trommler und auch das Publikum ihr rhythmisches Gefühl erproben konnten, wie auch bei einer Polka zum böhmischen Volkslied „Anuschka“. Auch die Kinder tanzten auf der Bühne, etwa zum „Bauernmadl“ oder etwas freier zu „Surfing in the USA“. Immer wieder durften die Kinder und Erwachsenen zeigen, wie sie ihre Instrumente beherrschten, so spielten die Kinder auf ihren Geigen ein Potpourri, Harfe und Ziehharmonika waren die Begleitinstrumente der Erwachsenen. Dass durchaus auch die Stimme geschult und gesangliche Fähigkeiten entdeckt wurden, zeigten die Erwachsenen-Quartette und Duos zum Beispiel in einem ergreifenden Brahmslied. Das Besondere der Musikwoche ist die Verbindung des Gesangs mit dem Erzählen und dem Theater: So war ein Höhepunkt des Abends die Ballade vom Ritter Ratz, der ein Ungeheuer besiegen muss, aber auch das von den Teilnehmern erfundene Märchen vom König Robert, dem man seine Frau entführt hat: Ein Held muss nun die Zeitreise durch die Epochen unternehmen um die Frau zu suchen. Es fehlten auch nicht die lustigen Gags, wie ein Andreas Hofer, Asterix und Obelix oder die sieben Zwerge.
Im Namen der Arbeitsgemeinschaft Volkstanz, des Südtiroler Volksmusikkreises, des Hauses der Familie und des Sängerbunds dankte der Obmann des Sängerbundbezirks Bozen, Georg Patauner, Robert Schwärzer und seinem Team für ihre Motivation und den Eltern, dass sie sich Zeit nehmen für ihre Kinder. „Es fehlen heute Vorbilder. Vorbild sein in der Musik legt die Wurzeln für die musikalische Zukunft der Kinder und unserer Verbände“, sagte Patauner, auch im Namen von Monika Rottensteiner von der Arbeitsgemeinschaft Volkstanz und Luis Rieder vom Südtiroler Volksmusikkreis, die ebenfalls nach Lichtenstern gekommen waren. Robert Schwärzer dankte seinen Referenten sowie Gerlinde Waldner und Gerhard Duregger vom Haus der Familie und lud alle zu einem letzten Tanzabend mit der „Lichtensterner Tanzlmusik“ ein.
Südtiroler Sängerbund
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