Plattlerlehrgang des Bezirks Bozen
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Mander auf geht’s
Schuhplattlerlehrgang der ARGE Volkstanz – Bezirk Bozen
(siehe dazu auch Bildergalerie)
Zu einer Vielzahl der Tiroler Volkstänze gehören Schuhplattler, doch aufgrund der teilweise sehr komplexen Figuren können diese im Probenalltag der Volkstanzgruppen nur sehr selten geübt werden. Aus diesem Grund hat der Ausschuss des Bezirks Bozen der Arbeitsgemeinschaft Volkstanz in Südtirol am vergangenen Sonntag, den 9. November 2008 einen Plattlerlehrgang organisiert.
Mehr als 30 Volkstänzer der 13 Vereine aus der Umgebung von Bozen haben dabei in verschiedene Gruppen aufgeteilt Schuhplattler unterschiedlichster Schwierigkeitsstufen eingeübt. Unter der Leitung der Referenten Alfons Klammsteiner, Werner Mittermair, Martin Kemenater und Thomas Reiterer wagte man sich neben den einfachen Plattlerformen des Lüsener Deutschen auch an etwas schwierigere Stücke, wie den Tiroler Figurenlandler, den Boarischen, den Mahder oder den Haiterbua heran. Bei den vielen neuen Schritten und Schlägen konnte sicher jeder etwas in den Probenalltag für seine Gruppe mitnehmen.
Der Name Schuhplattler stammt nachweislich etwa aus der Mitte des 19. Jahrhunderts. Allerdings gibt es bereits aus der vorhergehenden Zeit eine Vielzahl von Quellen, welche belegen, dass Schuhplattler und ähnliche Tanzformen in unserem Land praktiziert wurden. Auch wenn das Schuhplatteln heutzutage vor allem von Männergruppen praktiziert wird, war der Plattler aus rein historischer Sicht immer ein Paartanz. Die Tanzbewegungen, die sich auf Formen des Landlers zurückführen lassen, waren ursprünglich Werbetanzfiguren. Im Drei-Viertel-Takt eines Landlers absolvierte der Tänzer eine Folge von Sprüngen und Hüpfbewegungen nach dem Rhythmus der Musik. Dabei schlug (plattelte) er sich selbst auf Schenkel, Knie und Fußsohlen, patschte (klatschte) in die Hände und stampfte mit den Füßen auf. Den Abschluss bildete ein kurzer walzerischer Rundtanz mit dem Dirndl. Ziel der Tänzer war es, mit den verschiedenen akrobatischen Figuren die Tänzerin zu beeindrucken und für sich zu gewinnen.
An dieser Stelle sei den vier Referenten, den Musikanten Peter, Julika und Maria vom Grödner 4Klang und auch den Gastgebern, der Volkstanzgruppe Mölten, für ihre Bereitschaft und ihren Einsatz zur Verwirklichung des Lehrgangs recht herzlich gedankt.
Judith Unterholzner
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