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50-Jahr Jubiläum der Arbeitsgemeinschaft Volkstanz
2010 – Ein Jahr im Zeichen des Volkstanzes
Die Arbeitsgemeinschaft zur Pflege des Volkstanzes in Südtirol wurde am 31. Jänner 1960 von Prof. Luis Staindl zusammen mit zwölf Volkstanzgruppen gegründet. Mittlerweile sind 54 Südtiroler Volkstanzgruppen mit über tausend Tänzerinnen und Tänzern Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft, welche heuer Jahr ihr 50-jähriges Bestehen feiert.
Volkstanz hat es in Südtirol natürlich vor der Gründung der Arbeitsgemeinschaft auch gegeben, selbst in den schwierigen zwanziger und dreißiger Jahren. Nach dem letzten Krieg war, wie auch in anderen Gebieten (Österreich, Bundesrepublik Deutschland) ein Neubeginn notwendig geworden. Es waren zuerst einzelne Versuche von Volkstanzbegeisterten, einige wenige Gruppen aufzubauen. Gelegentliche Auftritte dieser Gruppen und häufigere Anfragen von auswärts gaben den Anstoß, dem Volkstanz größere Aufmerksamkeit zu widmen.
Im Jahre 1958 wurde vom Landesverband für Heimatpflege und dem Assessorat für Schule und Kultur der Südtiroler Landesregierung aus Ausbildungslehrgang für Volkstanz durchgeführt. Nachdem dieser äußerst erfolgreich über die Bühne gegangen war und großen Zuspruch gefunden hatte, startete man den Versuch eine einheitliche Ausrichtung und Zusammenarbeit der Gruppen zu erreichen, indem fasste der Landesverband für Heimatpflege den Beschluss fasste, eine eigene Arbeitsgemeinschaft zu gründen und dem Verbande anzugliedern. Am 31. Jänner 1960 wurden die damals bestehenden zwölf Gruppen zur Gründerversammlung nach Brixen eingeladen und diese genehmigten das erste, von Hans Nagele, dem damaligen Geschäftsführer des Verbandes Südtiroler Musikkapellen, verfasste Statut und beschlossen die Gründung der Arbeitsgemeinschaft. Zum Vorsitzenden wurde das Vorstandsmitglied des Landesverbandes, Luis Staindl, bestimmt. Die Hauptzielsetzung der Arbeitsgemeinschaft wurde vom Vorsitzenden in einem Einführungsreferat kurz dargelegt: Die Volkstanzpflege vertritt den Standpunkt, dass es viel wichtiger ist, dass 100 Paare fünf Tänze können, als fünf Paare 100 Tänze.
Um das 50-jährige Jubiläum der Arbeitsgemeinschaft gebührend zu feiern sind im Laufe des gesamten Jahres 2010 eine Vielzahl von Veranstaltungen geplant, in deren Rahmen auf dieses erfreuliche Ereignis hingewiesen wird und die ARGE auf ihre kulturelle Tätigkeit im Sinne des Brauchtums und der Tradition aufmerksam machen will.
Das Jubiläumsjahr beginnt mit der Landesvollversammlung der Arbeitsgemeinschaft, welche am Sonntag, den 31. Januar 2010, dem exakten Gründungsdatum des Dachverbandes am Gründungsort, dem Vinzentinum in Brixen, über die Bühne gehen wird.
Als Höhepunkt des Jahres folgt ein Jubiläumsfest, das am Samstag, den 15. Mai 2010 über die Bühne gehen wird. Auf eine Festmesse in der Kirche von St. Michael/Eppan folgt der Festakt mit den Ansprachen der Ehrengäste. Abgeschlossen wird der Jubeltag mit einem großen Tanzfest in der Eishalle von Eppan, zu dem alle Tanzbegeisterten aus Nah und Fern und Freunde des Volkstanzes recht herzlich eingeladen sind. Bei dieser Gelegenheit wird auch eine Festschrift vorgestellt werden, die ein halbes Jahrhundert Südtiroler Volkstanz beleuchten wird.
Am Sonntag, den 4. Juli 2010 wird mit dem Almtanz auf der Rossalm auf der Plose eine weitere Veranstaltung im Rahmen des Jubiläums "50 Jahre Arbeitsgemeinschaft Volkstanz in Südtirol" stattfinden. Der Almtanz beginnt traditionell mit einem Gottesdienst. Daraufhin wird eine Musikgruppe bis zum späten Nachmittag aufspielen, sodass gemeinsam getanzt und gefeiert werden kann. Am Nachmittag wird mit Kindertänzen auch für die anwesenden Kindergarten- und Volksschulkinder ein ansprechendes Programm geboten.
Das Landes-Kathrein-Tanzfest, welches am Samstag, den 13. November 2010 im feierlichen Ambiente des Meraner Kursaals über die Bühne gehen wird, stellt alljährlich einen der Höhepunkte im Tanzjahr dar. Der Kathreintanz wird ganz nach dem Motto "Kathrein stellt den Tanz ein", den Abschluss des Tanz- und Jubiäumsjahres 2010 bilden.
Den Flyer mit sämtlichen Veranstaltungshinweisen finden Sie hier.
Judith Unterholzner
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