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10. Maibaum in Auer
Bereits zum zehnten Mal wurde am 1. Mai in Auer der Maibaum aufgestellt
(siehe dazu auch Bildergalerie)
Das Aufstellen
Der Heinrich-Lona-Platz erwies sich am 1. Mai wieder als idealer Platz, um den 30 Meter hohen Maibaum aufzustellen. Trotz des überall im Lande vorherrschenden schlechten Wetters, konnte in Auer das Fest abgehalten werden, denn wie es aussah, war der Wettergott der Unterlandler Gemeinde wohlgesonnen.
In diesem Jahr leistete man dem Brauch des Maibaumaufstellens bereits zum zehnten Mal Folge. Nahezu vierzig Maibaumsetzer fanden sich um 10.00 Uhr am Platz ein, holten bei der Bortolotti-Säge den Baumstamm und schafften es, diesen in 45 Minuten im rechten Winkel hochzustemmen.
Anschließend trat die Aurer Volkstanzgruppe mit dem „Pinzgauer“ einem sogenannten Landler, um den Maibaum auf. Den traditionellen Bandltanz flocht gekonnt eine Tanzgruppe aus 16 Paaren des Volkstanzbezirkes Überetsch/Unterland. Die Technik des Maibaumaufstellens erlernten die Aurer 1998 bei einem Workshop in St. Valentin in Niederösterreich. Es war eine besondere Überraschung die Freunde aus Österreich zum Jubiläum begrüßen und einem kleinen Auftritt zusehen zu dürfen.
Der Brauch des Maibaumes
Der ursprüngliche Brauch des Maibaumaufstellens war ein heidnischer und ist mit Fruchtbarkeits- und Leben-Erneuernden Symbolen behaftet. Er war im gesamten deutschen Gebiet weit verbreitet. In seiner heutigen hohen Form mit grüner Baumspitze, dem „Maibuschn“, Girlande, Kränzen, Bändern, Rosen und Hahnenfedern geschmückt ist der Maibaum seit dem 16. Jahrhundert bekannt. Auch in Auer war das Maibaumaufstellen ehemals ein Brauch. Er war jedoch mit der Zeit in Vergessenheit geraten und deshalb hat sich die Volkstanzgruppe des Dorfes im Jahr 1999 eingesetzt, den Brauch wieder zu beleben.
Das Fest
Dank der Mithilfe von Bauernjugend, Carnevalverein, Feuerwehr und einigen Freiwilligen konnte das Maibaumaufstellen mit einem reichhaltigen Festprogramm umrahmt werden und die Besucher konnten sich bei Speis und Trank gut amüsieren.
Die Musikkappelle gab dem Baum das richtige Geleit beim Einzug und sorgte anschließend für gute Stimmung; der Männerchor von Auer hat am Nachmittag mit einem gekonnten Ständchen aufgewartet. In offiziellem Rahmen konnte der Obmann der Gruppe, Hansjörg Job seinem Bruder Markus die Ehrennadel für die 25-jährige Mitgliedschaft übergeben. Ein Jubiläum, das der Obmann übrigens auch selbst in diesem Jahr feiern kann.
In diesem gelungenen Fest im Kreise der Bevölkerung wurden für die Volkstanzgruppe wichtige Ziele erreicht: die Pflege alter Volkstänze und die Vermittlung der damit verbundenen Traditionen. Damit die eigenen Wurzeln, welche immer wieder Kraft und Impulse für Neues geben, nicht vergessen werden und dadurch ein wichtiger Kulturbeitrag in der heutigen Gesellschaft geleistet werden kann.
Evelyn Pfeifer
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