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Tanz als Ausdruck der Mentalität eines Volkes

Eine Horizonterweiterung für Fortgeschrittene sollte der Tageslehrgang des Volkstanzkreises Wipptal sein, der kürzlich in Stilfes stattfand.
Er hatte Volkstänze aus verschiedenen Ländern Europas zum Inhalt.
Der Referent Hubert Kuppelwieser, unterstützt von Nanni Unterholzer Stampfer aus Schlanders, bot einen interessanten Einblick ins kulturelle Tanzgut anderer Völker.
"Wir werden nicht imstande sein, die Tänze so zu tanzen, wie sie die Menschen in ihrer Heimat vortragen, weil wir nicht ihre Mentalität haben", so Hubert Kuppelwieser, "der Blick über den Zaun kann aber dazu beitragen, dass wir unsere eigenen überlieferten Tänze mehr zu schätzen lernen.“
Der Boureè aus Frankreich, der Sekmannsril aus Norwegen, die Flohbeutler Mazurka aus Oberösterreich sowie die Plätscherpolka aus der Schwäbischen Türkei, um nur einige zu nennen, waren selbst für die doch schon erfahrenen Tänzer Neuland.
Auch für die vielen anwesenden Tanzleiter öffnete sich ein neues Fenster, dessen Luftzug sicher auch in die eigenen Tanzgruppen einfließen wird.

Helene Nössing
 

Jahresvollversammlung der Arbeitsgemeinschaft Volkstanz

Bei der 52. Vollversammlung der Arbeitsgemeinschaft Volkstanz in Südtirol im Kultursaal von Villanders wurde der Vorstand der Arbeitsgemeinschaft neu bestellt. Monika Rottensteiner ist die alte und neue Vorsitzende, zu ihrem Stellvertreter wurde Klaus Tappeiner von den zahlreich anwesenden Volkstänzern für weitere drei Jahre bestätigt.

Im Anschluss an einen Dankgottesdienst, welcher von Pfarrer Konrad Gasser zelebriert wurde, trafen sich die Funktionäre der mittlerweile 56 Volkstanzgruppen und Tanzkreise und Monika Rottensteiner eröffnete bereits ihre sechste Vollversammlung als Erste Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Volkstanz. In ihrem Bericht blickte sie auf eine facettenreiche Tätigkeit in der vergangenen Amtsperiode zurück: Die vielen Feierlichkeiten im Rahmen des 50-Jahr Jubiläums 2010, die Europeade in Bozen aber auch der traditionelle Kathreintanz in Meran sowie der Almtanz erfreuten sich genauso wie zahlreiche Volkstanzfeste und Jubiläumsfeiern landauf landab großer Beliebtheit. Auch die Aus- und Weiterbildung der Tänzerinnen und Tänzer, Musikanten und Funktionäre stellt einen wichtigen Aspekt der Tätigkeit der Arbeitsgemeinschaft dar.

Landesrätin Sabina Kasslatter Mur ließ es sich natürlich auch nicht nehmen den 1338 Volkstänzerinnen und Volkstänzern ein Lob für die aktive Tätigkeit auf Landes-, Bezirks- und Gruppenebene auszusprechen: „Der Volkstanz zeigt eine große Zukunftsträchtigkeit durch die vielen jungen Volkstänzer. Durch ihren Schwung und Elan wird das, was die unzähligen Volkstänzer vor ihnen aufgebaut haben, weitergeführt.“

Daraufhin erfolgten die Neuwahlen der Landesführung, an deren Spitze auch in den kommenden drei Jahren Monika Rottensteiner und als ihr Stellvertreter Klaus Tappeiner stehen werden. Ebenso in ihrem Amt bestätigt wurden Hansjörg Job als Referent für Aus- und Weiterbildung, Heike Ebner als Kassierin und Veronika Steger als Schriftführerin und Chronistin. Zu den neuen Gesichtern im Vorstand gehört hingegen der Beirat für Kindertänze und Tänze für die Jugend Fabian Mutschlechner und die Pressereferentin Monika Burger sowie die beiden Rechnungsprüfer Erich Niedermair und Renate Kastl. Des Weiteren werden auch Maria Delago als Beirätin für Volksmusik und Volkslied sowie Helga Trenkwalder als Beirätin für Trachten für weitere drei Jahre für die Arbeitsgemeinschaft im Einsatz sein. Zudem gehören der Landesführung der Volkstänzerinnen und Volkstänzer auch die Vorsitzenden der sechs Bezirke an. Es sind dies Magdalena Hinrich (Bezirk Bozen), Karin Mutschlechner (Bezirk Pustertal), Barbara Boschetto (Bezirk Überetsch/Unterland), Wolfgang Abart (Bezirk Vinschgau), Johann Thaler (Bezirk Eisacktal) und Markus Seppi (Bezirk Burggrafenamt). Den scheidenden Ausschussmitgliedern Renate Kastl, Albin Mitterrutzner, Martin Kemenater, Dietmar Folie und Judith Unterholzner wurde mit Geschenken und Applaus für ihren Einsatz gedankt.

Anlässlich der 52. Vollversammlung wurden auch mehrere Volkstänzer geehrt: die Brüder Erich und Peter Wopfner von der Volkstanzgruppe Marling und Renate Palabazzer, Carmen Häusl, Helmuth Zanotti, Hubert Zanotti und Wolfgang Abraham von der Volkstanzgruppe Neumarkt erhielten eine Urkunde für ihre 25jährige Tätigkeit in den jeweiligen Vereinen. Beate Pichler hat als erste die vollständige Ausbildung zur Kinder - und Jugendtanzreferentin abgeschlossen und im Rahmen der Vollversammlung wurde ihr diese Urkunde überreicht.

Neben den in Festtagstracht gekleideten Volkstänzerinnen und Volkstänzern konnte die Erste Vorsitzende auch zahlreiche Ehrengäste, Vertreter von Verbänden, deren Zusammenarbeit, sei es organisatorisch oder inhaltlich, der Arbeitsgemeinschaft ein Anliegen ist, zur Vollversammlung begrüßen. Es waren dies Dr. Walter Baumgartner, Bürgermeister von Villanders, Alois Rieder, Obmann des Südtiroler Volksmusikkreises, Erich Deltedesco, Bundesobmann des Südtiroler Chorverbandes, Thomas Hölzl, Verbandsobmannstellvertreter des VSM, Florin Pallhuber, Volksmusikpfleger am Referat Volksmusik, Paul Prader, Vorstandsmitglied im Heimatpflegeverband Südtirol sowie Christine Rier, Mitglied der ArGe Lebendige Tracht.

Mit einem schwungvollen Tanzfest ließ man den Abend gemeinsam ausklingen.

Bezirksvollversammlung im Pustertal

 

Am 16.01.2012 fand im Gasthof Lindenhof in Innichen die Bezirksvollversammlung des Bezirks Pustertal der ARGE Volkstanz in Südtirol statt, organisiert von der Volkstanzgruppe Innichen.

Die Bezirksvorsitzende Karin Mutschlechner begrüßte alle anwesenden Volkstanzgruppen und Tanzkreise des Bezirkes Pustertal, sowie Monika Rottensteiner, 1. Vorsitzende der ARGE Volkstanz in Südtirol und Dieter Lehmann als Vertreter des Südtiroler Volksmusikkreises Bezirk Pustertal.

In ihrem Jahresrückblick gab Karin Mutschlechner einen Einblick über die im letzten Tätigkeitsjahr auf Bezirksebene durchgeführten Aktivitäten, die sowohl tänzerischer Natur (gemeinsame Probe als Vorbereitung auf den Landeskathreintanz in Meran) als auch geselliger Natur (Gaudi-Biathlon, Luftgewehrschießen) waren. Auch eine neue Volkstanzgruppe wurde im Pustertal gegründet, die Jugendvolkstanzgruppe Pfalzen, unterstützt wird sie von Fabian Mutschlechner.

Monika dankte in ihren Grußworten für den geleisteten Einsatz und brachte ihre Freude zum Ausdruck, auch so viele junge Gesichter bei der Vollversammlung zu sehen.

Heuer hatte erstmals bei der Vollversammlung jede Volkstanzgruppe die Möglichkeit, sich kurz anhand einiger Fotos und eines kurzen Berichtes vorzustellen, sodass auch die anderen Volkstanzgruppen Einblick in die Tätigkeit der jeweiligen Gruppe bekam.

Da ja die Neuwahl des Bezirksausschusses anstand, dankte Karin dem gesamten Ausschuss für die gute Zusammenarbeit in den letzten 3 Jahren und übergab dann den Vorsitz an Monika, die es übernommen hatte, die Wahl zu leiten.

Trotz intensiver Suche war es leider nicht gelungen, neue, junge Tänzerinnen und Tänzer für die Mitarbeit im Bezirksausschuss zu motivieren; die derzeitigen Ausschussmitglieder hatten sich aber bereiterklärt, nochmals für eine Amtszeit zur Verfügung zu stehen.

 

Die anschließende Wahl brachte das folgende Ergebnis:

Bezirksvertreterin Karin Mutschlechner

Bezirksstellvertreter Fabian Mutschlechner

Schriftführerin Sigrid Lehmann

Kassier Richard Burgmann

Kindertanzreferent Fabian Mutschlechner

 

Karin Mutschlechner dankte für das entgegengebrachte Vertrauen und gab noch einen kurzen Überblick über die nächsten Veranstaltungen im Pustertal, wo sicherlich der Almtanz im Innerfeld am 01. Juli 2012, organisiert von der VTG Innichen, viele Tanzfreudige anziehen wird.

Bei einer Gulaschsuppe ließ man die Sitzung ausklingen, so blieb noch genügend Gelegenheit, sich zu unterhalten, Informationen auszutauschen und Freundschaften zu pflegen und neue Freundschaften zu knüpfen.

Winterlehrgang 2012

Jahresabschluss mit Tanz, Musik und Gesang
Traditioneller Winterlehrgang der Arbeitsgemeinschaft Volkstanz am Ritten


Die letzten Tage eines Jahres stehen in der Regel für eine ruhige Zeit. Man schaut auf die letzten 365 Tage zurück und wagt einen Ausblick auf die kommenden zwölf Monate. Die Arbeitsgemeinschaft Volkstanz hingegen bietet bereits seit vielen Jahren die Möglichkeit, bei einer Kurswoche voller Tanz, Musik, Gesang und jeder Menge Spaß das abgelaufene Jahr würdig zu beenden.

Auch 2011 nahmen über 90 Teilnehmerinnen und Teilnehmer sowie 15 Referentinnen und Referenten aus Südtirol aber auch aus mehreren österreichischen Bundesländern dieses Angebot gerne an und erfüllten das Bildungshaus in Lichtenstern am Ritten mit ihren Klängen, Tanzschritten, Liedern und guter Laune. Unter der Leitung von Irene Mittermair und Werner Mittermair wurde ein abwechslungsreiches Programm geboten, das von zahlreichen tänzerischen aber auch geselligen Höhepunkten geprägt war.
Die Kurseinheiten zum Thema Tiroler Tanzgut oblagen Arnold Mairhofer und Veronika Steger mit ihren Ziehharmonikaspielern Hans Schröpfer und Hanna Beikircher. Wie jedes Jahr wagte man auch einen Streifzug über den eigenen Kirchturm hinaus und tanzte mit Franz Wolf und Ernest Penz beliebte Tänze aus der Steiermark. Zudem bestand die Möglichkeit in Kleingruppen die Tiroler Grundtänze zu vertiefen, verschiedene Schuhplattler zu erlernen bzw. zu verfeinern, in Kleingruppen zu singen, im Rahmen einer Kreativwerkstatt Schmuck zu basteln oder aber Steirische Großformen kennen zu lernen. Dieses facettenreiche Programm mit interessanten und herausfordernden Kursinhalten für Jung und Alt wurde tagtäglich durch Singeinheiten ergänzt, die mit viel Einsatz, musikalischem Können und Motivation von Fara Prader geleitet worden sind.
Für den richtigen Ton der Musikantinnen und Musikanten und einer abwechslungsreichen Tanzmusik im Haus sorgten unter der Leitung von Maria Delago die Musikreferenten Helmuth Hochkofler, Markus Hochkofler, Theresa Lamprecht, Christian Oberlojer und Christine Schipflinger.
Zusätzlich zu den verschiedensten Einheiten im Laufe der Tage, stand auch das allabendliche Rahmenprogramm ganz im Zeichen von Volkstanz und aktiver Brauchtumspflege. Franz Wolf, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Volkstanz Steiermark, zeigte in seinem Impulsreferat auf, wie schnell die Zeit vergeht und wie sich der Volkstanz trotz aller Dynamik und Veränderung über die Jahrhunderte behaupten konnte und auch heute noch kann. Einen Blick hinter die Kulissen des „Klöckelns“ ermöglichten Markus Hochkofler sowie eine Klöcklertruppe aus dem Sarntal, die von dieser alten Tradition berichteten. Bei einem Ausflug zur Kommende in Lengmoos wurde das geschichtliche Wissen der Teilnehmer um viele interessante Hintergründe und Bilder erweitert.
Am 29. Dezember 2011 hat man Tür und Tor für das Offene Tanzen geöffnet, zu dem sich Volkstänzerinnen und Volkstänzer aber auch Freunde und Bekannte aus dem ganzen Land einfanden, um für einen Abend lang ein bisschen Winterlehrgang-Luft zu schnuppern und gemeinsam bereits die ersten neu erlernten Tänze auszuprobieren.
Der Silvesterabend begann traditionell mit einem bewegenden und - wie kann es anders sein - musikalisch und tänzerisch umrahmten Gottesdienst. Im Anschluss an den Auftanz gaben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer dann das in der vergangenen Woche Erlernte zum Besten, wobei auch der Spaßfaktor nicht zu kurz kam.
Höhepunkt und feierlicher Abschluss der ganzen Woche war der Fackeltanz, mit welchem man gemeinsam tanzend das neue Jahr begrüßte. Nach einem wunderbaren Silvesterbuffet wurden die ersten Stunden des Jahres 2012 dann auch schon richtig ausgekostet.
Am Neujahrstag musste nach dem Abschlusstänzchen wohl oder übel Abschied genommen werden. Die eine oder andere Träne wurde aber von der Freude auf ein Wiedersehen am Ende des Jahres 2012 beim nächsten Winterlehrgang überstrahlt.

Judith Unterholzner

Neuwahlen im Bezirk Burggrafenamt

Am Sonntag, 15.01. trafen sich die Volkstänzer aus dem Bezirk Burggrafenamt zur alljährlichen Vollversammlung im Kindergartensaal von Burgstall. Neben den üblichen Beiträgen standen heuer auch Neuwahlen auf der Tagesordnung.

Der Obmann Markus Seppi begrüßte alle Anwesenden, besonders Monika Rottensteiner, die Erste Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Volkstanz in Südtirol, und dankte allen für das Erscheinen.

Seinen Rückblick auf das vergangene Arbeitsjahr stellte er unter das Motto „Altes zurücklassen – Neues zulassen.“ Zurückgeschaut wurde auf die Veranstaltungen, die von den Volkstänzern des Bezirkes mitgetragen werden, wie etwa der Hoangart auf Dorf Tirol, der Bandltanz auf dem Pferderennplatz am Ostermontag und der traditionelle Kathreintanz im Kursaal von Meran.

Auch die Erste Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Volkstanz in Südtirol, Monika Rottensteiner, blickt auf ein Jahr zurück, das ganz im Zeichen der Aus – und Weiterbildung der Funktionäre in den Volkstanzgruppen stand. Weiters dankte sie dem Bezirksausschuss für seine solide Arbeit und den Volkstanzgruppen für ihre Mithilfe beim Kathreintanz.

Dann war es soweit, nach vorne zuschauen und Neues zuzulassen: die Neuwahlen standen an.

Nach der intensiven Wahl setzt sich der neue Bezirksausschuss wie folgt zusammen: Markus Seppi (Obmann), Christoph Oberrauch und Johann Paris (beide Stellvertreter), Elisabeth Ganthaler (Schriftführerin), Georg Spechtenhauser (Kassier), Martina Grüner (Kindertanzreferentin), Hubert Rosatti und Albert Seppi (Volksmusikreferenten) und Eva Klotzner (Pressereferentin). Das Amt des Bezirkstanzleiters wurde vorerst nicht besetzt.

Anschließend wurde noch einmal zurückgeschaut: Der Obmann dankte den scheidenden Mitgliedern für ihre Ideen und ihren Einsatz im Bezirk und überreichte ihnen eine kleines Zeichen der Anerkennung und des Dankes. Auch dem Obmann wurde für seinen langjährigen Einsatz für den Bezirk gedankt und ihm für die nächsten drei Jahre ein Wegbegleiter mitgegeben.

Nach einem kurzen Ausblick auf die anstehenden Termine, ließ man den Abend bei einer Nachspeise, gezaubert von der Volkstanzgruppe Schenna, ausklingen.

 

Eva Klotzner

Eisacktaler Volkstänzer unter neuer Führung

„O Mensch lerne tanzen…“ Dieses Motto hat sich der Bezirk Eisacktal/Wipptal der ARGE Volkstanz auf die Fahnen geschrieben.

Die Volkstanzgruppen von Brixen, Wiesen, Villanders, Lajen und Vahrn haben eine rege Vereinstätigkeit, regelmäßige Proben und Auftritte an verschiedenen Orten. Bei Stadt- und Dorffesten bilden sie einen festen Bestandteil des Kulturprogrammes.
Auftritte zu verschiedenen Anlässen gehören schwerpunktmäßig zum Hauptziel der Gruppen.
Heiratet ein Mitglied einer Volkstanzgruppe, wird traditionsmäßig der „Agat“ getanzt.
Ein besonders feierlicher Tanz, der seit Generationen in der Osternacht aufgeführt wird, ist der „Fackeltanz“.
Bei den Tanzkreisen, es gibt sie in Tils, in Feldthurns und im Wipptal, steht nicht so sehr die Perfektion der Auftritte im Vordergrund, vielmehr geht es hier darum, den Volkstanz unters Volk zu bringen und so das überlieferte Tiroler Tanzgut zu verbreiten.
Anfängerkurse werden mittlerweile jährlich angeboten und erfreuen sich großer Beliebtheit. Offene Tanzen finden an manchen Orten fast ganzjährig statt, jedenfalls bis zu 40 mal pro Jahr und das gleich an mehreren Orten. Die Advents-und die Fastenzeit werden weiterhin als tanzfreie Zeit eingehalten.
Auch Tageslehrgänge für Fortgeschrittene gehören mittlerweile zur Tradition und stehen daher regelmäßig auf dem Programm, vor allem jener, bei dem sich die Teilnehmer auf den Landeskathreintanz vorbereiten können.
Natürlich legen die Volkstänzer auch großen Wert auf den geselligen Aspekt: im Winter organisiert der Bezirk eine Wanderung mit Hütteneinkehr auf die Seiser Alm, während in der Fastenzeit eine Wallfahrt nach Kloster Säben unternommen wird.
Ein jährliches Almtanzfest, ein Musikantenhoangart, ein Frühlingstanzl, sowie die Organisation der Busfahrt zum Landeskathreintanzfest sind inzwischen Fixtermine im Tanzjahr geworden.
Auch die Förderung des Kindertanzes ist dem Bezirk ein Herzensanliegen. Im vergangenen Sommer wurde Kindertanz in Pfitsch an mehreren Tagen angeboten. Auch wurde den Kindern die Gelegenheit zum Tanzen vor Publikum im Rahmen eines Törggelefestes gegeben.
Die Tanzleiter bilden sich regelmäßig fort und versuchen dann immer wieder Leute zu motivieren.
Der Bezirksausschuss, der seit Februar 2009 im Amt ist, wurde bisher von Albin Mitterrutzner geleitet. Da dieser sich aus verschiedenen Gründen nicht mehr der Wahl stellte, wurde ihm anlässlich der Vollversammlung für seinen beispielhaften Einsatz gedankt.
Sein bisheriger Stellvertreter Hans Thaler wurde einstimmig zum neuen Bezirksleiter gewählt. Als Kassierin und Bezirkstanzleiterin arbeitet Lore Überegger weiterhin mit, während Toni Ortner das Protokoll schreibt. Der Fotoreferent ist Frener Jörgl, der Volksmusikreferent Walter Weissteiner. Helene Nössing kümmert sich um die Pressearbeit, Kindertanzreferentin des Bezirkes ist Renate Langhofer. Als Neuling im Ausschuss wird Franz Steinmann dem Bezirksobmann als Stellvertreter zur Seite stehen.
Mit einer eindrucksvollen Diaschau von Jörgl Frener wurde der gemeinsame Abend abgeschlossen und das neue Arbeitsjahr begonnen.

Helene Nössing  

Vollversammlung des Bezirks Bozen

Volkstanzbezirk Bozen unter neuer Führung
Neuwahlen im Bezirk Bozen der Arbeitsgemeinschaft Volkstanz

Im Rahmen der Vollversammlung am 16. Dezember 2011 wurde von den 14 aktiven Gruppen des Bezirks Bozen auf die letzten drei Jahre und zahlreiche tänzerische sowie gesellige Veranstaltungen zurückgeblickt. Außerdem hat man bei der Bezirksversammlung im Bürgerheim Gries auch den Vorstand neu bestellt, an dessen Führungsspitze in der kommenden Amtsperiode Magdalena Hinrichs steht.

Nachdem mit dem Beginn der Adventszeit das Tätigkeitsjahr 2011 der Volkstanzgruppen seinen tänzerischen Abschluss gefunden hat, haben die Vereine des Bezirks Bozen mit der Jahresvollversammlung noch einmal Rückschau auf die vergangenen drei Jahre gehalten. Gemeinsam warfen die Funktionäre der Volkstanzgruppen aus Deutschnofen, Gries, Kastelruth, Klobenstein, Mölten, Oberbozen, Sarntal,  Steinegg, St. Ulrich, Terlan, Völs, Welschnofen, Wolkenstein/St. Christina und der Kinder- und Jugendtanzgruppe Gröden einen kleinen Blick zurück auf die letzte Amtsperiode, welche von verschiedenen lehrreichen Initiativen gekennzeichnet war, in der aber auch ein gewisser Fokus auf den sozialen Aspekt des Volkstanzens und den Austausch zwischen den Bezirksgruppen gelegt worden ist.
Tänzerischer Höhepunkt war sicherlich der Schwerttanz, welcher anlässlich des Kathreintanzes im Jubiläumsjahr der Arbeitsgemeinschaft zum Besten gegeben worden ist. Aber auch beim Offenen Tanzen auf Bezirksebene und bei allen anderen Treffen der aktiven Volkstanzgruppen wurde fleißig das Tanzbein geschwungen. Des Weiteren hat der bisherige Vorstand und der Leitung von Martin Kemenater versucht die Volkstänzerinnen und Volkstänzer aus der Umgebung von Bozen immer wieder zusammenzubringen, um so das gegenseitige Kennenlernen der Vereinsmitglieder zu ermöglichen und für einen regen Kontakt zwischen den Gruppen zu sorgen. Gelegenheit dazu gab es sowohl bei einem gemeinsamen Grillen als auch beim Mondscheinrodeln. Fleißig angepackt hat man zudem bei der Vorbereitung der Europeade 2010 in Bozen, wo die Bezirksgruppen vor allem im Hintergrund sehr stark mitgewirkt haben.
Nach dem Rücktritt des bisherigen Ausschusses bestehend aus Martin Kemenater, Thomas Reiterer, Maria Mayr, Klaus Demar, Bernhard Vieider und Helga Lardschneider erfolgte die Neuwahl der Funktionäre. Dabei wurde Magdalena Hinrichs zur Bezirksvorsitzenden gewählt. Des Weiteren sind Astrid Gufler, Elfriede Kofler und Bernhard Vieider im Vorstand vertreten. Die Verteilung der einzelnen Aufgabenbereiche erfolgt in der ersten konstituierenden Sitzung der neuen Bezirksführung.
Ebenso wie alle anwesenden Gruppenvertreter wünschte auch der Zweite Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Volkstanz, Klaus Tappeiner, dem neuen Bezirksvorstand alles Gute für seine Arbeit und bedankte sich sowohl beim scheidenden als auch beim neugewählten Ausschuss für den ehrenamtlichen Einsatz zum Wohle des Volkstanzes.

Judith Unterholzner

Vollversammlung im Überetsch-Unterland

Kürzlich hielt der Bezirk Überetsch/Unterland der Arbeitsgemeinschaft für Volkstanz,in den Räumlichkeiten der Kellerei Tramin seine jährliche Vollversammlung ab.

Die Bezirksobfrau Barbara Boschetto begrüßte alle Anwesenden und ganz besonders die erste Vorsitzende der ARGE Volkstanz, Frau Monika Rottensteiner, und dankte ihr für das Beiwohnen der Vollversammlung. Neben Jahresrückblick, Vorschau und Zukunftsplanung, waren die Neuwahlen des Vorstandes der Höhepunkt des Abends.

 

Das Wahlergebnis war folgendes: In ihrem Amt als Bezirksvorsitzende wurde Barbara Boschetto wieder bestätigt. Als ihr Stellvertreter wurde Christian Terleth (Obmann der Volkstanzgruppe Montan) gewählt.

Zur Ausübung ihres jeweiligen Amtes wurden wiederum gewählt: Barbara Pichler (Kassierin), Waltraud Larcher (Kindertanzreferentin), Erwin Kramer (Volksmusikreferent),

Kurt Paizoni (Trachtenreferent) und Wolfgang Abraham (Rechnungsrevisor). Heuer konnte auch das Amt des Bezirkstanzleiters wieder belegt werden und zwar wurde Daniel Stocker für diese Ausübung gewählt. Neu gewählt wurden unter anderem auch Martina Enderle als Schriftführerin (anstelle von Margit Dissertori), Sigrun Rainer als Pressereferentin (anstelle von Elisabeth Paizoni), Julia Weber als Fotoreferentin (anstelle Martha Eisenstecken) und Evi Weissensteiner als Rechnungsrevisorin (anstelle von Ivo Hechensteiner).

Die Obfrau Barbara Boschetto dankte den neuen Ausschussmitgliedern für das erbrachte Vertrauen und ihre Bereitschaft mitzuarbeiten und den scheidenden Mitgliedern dankte sie für ihren wertvollen Einsatz.

Die erste Vorsitzende Frau Monika Rottensteiner freute sich über die rege Tätigkeit des Bezirkes. Sie begrüßte es, dass sich so viel junge Menschen für dieses Brauchtum interessieren und auch bereit sind im Ausschuss mitzuwirken und ihre Ideen einzubringen. Damit das Brauchtum des Volkstanzes nicht erlischt ist es wichtig neues zuzulassen, aber auch Altes zu bewahren. Nur so ist es möglich, dass Alt und Jung harmonieren kann.

Vollversammlung des Bezirkes Vinschgau

Am Sonntag 4. Dezember 2011 lud der Bezirk Vinschgau der Arbeitsgemeinschaft Volkstanz in Südtirol zur Vollversammlung in den Kultursaal von Eyrs.

Der Bezirksvorsitzende Wolfgang Abart g konnte neben den Obmännern und Mitgliedern der Volkstanzgruppen und einigen Einzelmitgliedern auch die Erste Vorsitzende der Arge, Monika Rottensteiner vom Ritten, den Bürgermeister der Gemeinde Laas, Andreas Tappeiner und die Referentin für Kultur, Verena Tröger begrüßen.

Bei den einzelnen Aktionen im Bezirk kam das gesellige Miteinander nicht zu kurz, wie ein gemeinsames Kegeln oder eine „Sommerolympiade“ eindrucksvoll gezeigt haben. Natürlich wurde auch gemeinsam im Bezirk getanzt und ein Tageslehrgang abgehalten.

Auf der Tagesordnung standen außer den üblichen Punkten, wie Tätigkeits- und Kassabericht auch Neuwahlen. Der teils alte und neue Ausschuss setzt sich wie folgt zusammen:

 

Bezirksvorsitzender. Abart Wolfgang (Morter)

Stellvertreter: Fouqueau Morgan (Mals)

Kassier: Stricker Josef (Martell)

Kasserevisor 1: Perkmann Andrea (Martell)

Kasserevisor 2: Thialer Ruth (Prad)

Tanzleiterin: Menghin Elisabeth (Schleis/Mals)

Pressereferent: Fouqueau Morgan (Mals)

Musikreferent: Amenitsch Christof (Schleis/Mals)

Schriftführer: Kofler Norbert (Prad/Schlanders)

Zum Ausschuss dazugehören auch die Obmänner der 5 Volkstanzgruppen

VTG Mals: Moser Ulrich

VTG Prad: Wunderer Othmar

VTG Eyrs Zangerle Reinhard Karl

VTG Schlanders: Ratschiller Manfred

VTG Martell: Stricker Josef

 

Bei den Grußworten der Ehrengäste wurde vor allem der ehrenamtliche Einsatz der Tänzerinnen und Tänzer gewürdigt. Auch das Tragen der Tracht wurde sehr lobend bemerkt. Tänze für Kinder und die Aus- und Weiterbildung werden auch im Vinschgau als wichtige Faktoren erlebt, um das überlieferte Tanzgut bis hinein in die Familien zu bringen.

Nach dem offiziellen Teil wurde vom Obmann der VTG Eyrs, Reinhard, ein interessanter Vortrag über die Entstehung und Geschichte von Eyrs gestaltet. Das Ganze wurde sehr anschaulich mit alten Bildern und Postkartenmotiven ergänzt. Den Teilnehmern der Versammlung wurde die frühere Bedeutung von Eyrs als Knotenpunkt für die Reisen über den Reschen und ins benachbarte Bormio erklärt. Aus dieser Zeit stammen noch alte Gebäude, wie das ehemalige Hotel „Post“ an der Strasse, die mitten durch das alte Dorf führte. Erläutert wurde auch die frühere Regelung der Wasserversorgung mit den „Roaden“, die besonders im niederschlagsarmen Vinschgau für die Felder und Wiesen lebenswichtig war. Auch die kirchliche Geschichte wurde aufgezeigt, die besagt, dass Eyrs früher der Pfarre Tschengls angehörte.

Im Anschluss gab es noch einen Streifzug durch die „Quellmalzsammlung“, die vom deutschen Wissenschaftler Alfred Quellmalz und seinen Gehilfen in den 30er und 40er Jahren zusammengetragen wurde. Auch aus Eyrs wurde überliefertes Liedgut festgehalten. Auch zu diesem Thema konnte Reinhard mit Originalbildern und Tonaufnahmen aus dieser Zeit aufwarten. Einige Lieder wurden den Teilnehmern der Vollversammlung „live“ vorgetragen.

Eine Auswahl von vorweihnachtlichem Gebäck und Keksen rundete die gelungene Veranstaltung ab.

Veranstaltungsbroschüre "Hereinspaziert"

Hereinspaziert … und mitgemacht

Umfangreicher Veranstaltungskalender für 2012 der Plattform Volksmusik erschienen

Bereits zum siebten Mal ist die Veranstaltungsbroschüre „Hereinspaziert“ der Plattform Volksmusik erschienen. Sie vereint wiederum alle Veranstaltungen rund um Volksmusik und Volkstanz, organisiert vom Referat Volksmusik am Institut für Musikerziehung in deutscher und ladinischer Sprache, vom Südtiroler Volksmusikkreis und von der Arbeitsgemeinschaft Volkstanz in Südtirol, auf einen Blick.

Auf über 20 Seiten wird ein breit gefächertes Angebot an Veranstaltungen für Jung und Alt vorgestellt. Das Jahresprogramm ist wie immer abwechslungsreich, hält an Bewährtem fest, nimmt Neues auf und bietet Kurse und Fortbildungen an. Musizierwochen, Spielkurse, Lehrgänge und andere interessante Veranstaltungen mit allen dazugehörenden Informationen können im Hauptteil nachgeschlagen werden. Einen chronologischen Überblick zu allen Veranstaltungen erlaubt der Faltkalender in der Mitte der Broschüre. Angeführt sind dort zudem Angebote wie Offenes Singen und Offenes Tanzen, die in den verschiedenen Bezirken des Landes stattfinden.

„Volksmusik assoziiere ich mit Gemeinsamkeit, mit gemeinsamem Musizieren, Singen und Tanzen, aber auch mit Ruhe, Stille und Entspannung. Bei kaum einer anderen Musikform stehen gerade diese Attribute so im Mittelpunkt. In angenehmer Gesellschaft zusammen zu sitzen und Lieder, Instrumentalstücke und Tänze aus dem reichen Fundus der Volksmusik zum Vortrag zu bringen, ist wie ein schöner Liebesbeweis an das eigene Land und die eigene Kultur. Und es ist eine Wohltat, in unserer schnelllebigen, von Hektik und Unrast geprägten Zeit, die Seele zu den harmonischen Klängen der Volksmusik baumeln zu lassen,“ so die Kulturlandesrätin Sabina Kasslatter Mur in ihrem Vorwort. Gleichzeitig lobt sie die Initiativen der  drei Dachverbände, die sich seit einiger Zeit immer wieder auch für gemeinsame Initiativen zusammentun und so ein facettenreiche Tätigkeiten vorweisen können: „Der Plattform Volksmusik gelingt es jedes Jahr aufs Neue, ein niveauvolles und abwechslungsreiches Programm für alle Volksmusikinteressierten zusammenzustellen und den Teilnehmerinnen und Teilnehmern aller Generationen dabei die Möglichkeit zu bieten, sich zu treffen, miteinander Musik zu machen und sich gemeinsam weiterzubilden.“

Seit Mitte November ist die Broschüre für jeden Interessierten in den Verbandsbüros kostenlos erhältlich.

Judith Unterholzner

Landes-Kathrein-Tanzfest in Meran

„Kathrein stellt Räder und Tanz ein“   
48. Landes-Kathrein-Tanzfest im Meraner Kurhaus wieder ein voller Erfolg

Einmal mehr den tänzerischen und gesellschaftlichen Höhepunkt im Tätigkeitsjahr der Arbeitsgemeinschaft Volkstanz in Südtirol bildete auch in diesem Jahr der mittlerweile 48. Landeskathreintanz im festlichen Kursaal von Meran. Im Zeichen der heiligen Katharina von Alexandria, der Patronin der Volkstanzgruppen, haben sich am Samstag, den 12. November 2011 sehr viele Tänzerinnen und Tänzer im Kursaal eingefunden, um miteinander das Tanzbein zu schwingen.

Bereits traditionell wurde der Abend mit dem Auftanz, angeführt von der Ersten Vorsitzenden der Arbeitsgemeinschaft, Monika Rottensteiner, ihrem Stellvertreter, Klaus Tappeiner und dem Organisator und Obmann des Volkstanzbezirks Burggrafenamt, Markus Seppi, eröffnet. Zudem lies es sich im heurigen Jahr auch Kulturlandesrätin Sabina Kasslatter Mur nicht nehmen zusammen mit Volkstänzerinnen und Volkstänzern aus dem ganzen Land in den Kursaal einzumarschieren und den Tanz zu eröffnen. Nach den Grußworten von Rottensteiner, die an das Jahr des Ehrenamtes erinnerte und allen Funktionärinnen und Funktionären für den unermüdlichen Einsatz vor Ort dankte, nutzte auch die Landesrätin die Gelegenheit im die zahlreichen Besucher zu begrüßen: „Es freut mich zu sehen, welch große Farbenpracht sich heute hier versammelt hat. Vor allem die zahlreichen jungen Volkstänzer stimmen mich positiv was die Zukunft dieses Dachverbandes angeht und zeigen, dass Tanzen im Moment ‚in’ ist, aber auch, dass in den letzten Jahren in den einzelnen Vereinen stets gut gearbeitet wurde.“  Daraufhin wurde das Parkett freigegeben und unter der Begleitung der Mieminger Tanzlmusig aus Nordtirol gaben die Anwesenden verschiedenste Tänze aus allen Teilen Tirols zum Besten. Von Beginn an war der Tanzboden gut gefüllt, wofür vor allem die abwechslungsreiche Tanzfolge sorgte, die sowohl einfache als auch anspruchsvolle Tiroler Tänze umrahmt von den klassischen Rundtänzen Walzer, Polka und Boarischer bot. Zwischendurch gab es wie immer auch einige Runden mit Damenwahl, während bei den Dreiertänzen die Burschen die Chance hatten, gleich zwei Mädchen zum Tanz zu führen.

In der großen Tanzpause zeigte die Volkstanzgruppe Stainz einen kleinen Ausschnitt aus dem Steirischen Tanzgut.

Als größte Veranstaltung der Arbeitsgemeinschaft Volkstanz stellt das Landes-Kathrein-Tanzfest stets einen würdigen Abschluss des Tanzjahres dar. Laut Monika Rottensteiner ist „der Kathreintanz für einen Großteil der Volkstänzerinnen und Volkstänzer ein Fixpunkt im Terminkalender. Hier trifft man sich nämlich alljährlich um alte Freundschaften aufzufrischen und neue Bekanntschaften zu schließen, aber vor allem um das Tanzbein zu schwingen.“ Gekommen waren auch im heurigen Jahr wieder über fünfhundert Tanzfreudige aus allen Teilen Südtirols, aber auch aus Nordtirol, Kärnten und Wien, aus Bayern und aus der Schweiz.

Bei der letzten Tanzrunde des Abends forderten die Tänzer noch zahlreiche Zugaben von den Musikanten, bevor die „Woaf“, als letzter Tanz gespielt werden konnte. Im Anschluss daran folgte das gemeinsam gesungene Lied „Weil’s nochr Zeit isch“, womit das Tanzjahr 2011 feierlich abgeschlossen wurde.        
Der Name des Kathreintanzes ist auf die heilige Katharina von Alexandria zurückzuführen, deren Gedenktag am 25. November gefeiert wird. Der darauffolgende Advent gilt als tanzfreie Zeit. Aus diesem Grund gibt es im Volksmund auch heute noch den Spruch: Kathrein stellt den Tanz ein.

Judith Unterholzner

Tageslehrgang in Sterzing

„Kathrein stellt den Tanz ein“ - Tageslehrgang des Volkstanzkreises Wipptal

Um sich gut auf das Landes-Kathrein-Tanzfest, das größte Tanzfest Südtirols, vorbereiten zu können, hat der Volkstanzkreis Wipptal am ersten Novembersonntag einen Tageslehrgang organisiert. Auf dem Programm standen verschiedenste Tiroler Tänze, die in der Tanzfolge für den Kathreintanz zu finden sind.

Am Lehrgang, welcher bereits zum fünften Mal abgehalten wurde, haben 60 Tanzbegeisterte zwischen 13 und 70 Jahren teilgenommen. Aus ganz Südtirol waren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in den Vigil Raber Saal nach Sterzing gekommen, um unter Anleitung des Referentenpaares Helmut und Erika Jenewein aus Hall in Tirol einfache und anspruchsvolle Tiroler Tänze einzuüben. Getanzt wurden beispielsweise der Einfache Dreher, der Zillertaler Landler, der Fieberbrunner Sautanz, der Krauttreter, die Kalser Masolka, der Burggräfler Dreier, der Tiroler Figurentanz und einiges mehr. Die Ziehharmonikaspieler Karl Wieser und Jörgl Frener zeichneten sich für den musikalischen Teil des Weiterbildungsveranstaltung verantwortlich.
Am vergangenen Samstag wurde dann beim Kathreintanz vor der tanzfreien Adventszeit noch einmal richtig das Tanzbein geschwungen.

Helene Nössing
 

Bezirksprobe im Pustertal

Zu einer lustigen Gemeinschaftsprobe trafen sich heuer die Volkstänzerinnen und Volkstänzer des Bezirkes Pustertals um sich auf das Landes-Kathrein-Tanzfest vorzubereiten.

Die Tänzerinnen und Tänzer aller Volkstanzgruppen trafen sich am 26. Oktober in der Feuerwehrhalle von Issing und somit füllte sich der Mehrzwecksaal schnell.
Karin Mutschlechner, die Vorsitzende des Bezirkes Pustertals, begrüßte alle Teilnehmer recht herzlich um 20 Uhr und berichtete, dass eine solche Probe schon lange erwünscht war und der Bezirk diesem Wunsch nachgegangen ist. Da in den Gruppen die Grundtänze des Österreichischen Volkstanzes und die Südtiroler Grundtänze nicht sehr viel getanzt werden, ist so eine Probe immer sehr lehrreich und interessant. Weiters stellte Fabian Mutschlechner die neue Jugend-Volkstanzgruppe von Pfalzen mit dem Namen “Die Schwungvollen Volkstänzer“ vor. Einige dieser Gruppe waren auch an diesem Abend vertreten und probten mit.
Die Tanzleitung dieses Abends übernahmen die Bezirksvertreter Sigrid Lehmann sowie Richard Burgmann und Fabian Mutschlechner. Durch Abwechslung der 3 Referenten war es ein sehr lustiger Abend. Musikalisch unterhielt die ganze Gruppe Zacher Alois mit seiner Steirischen Harmonika
Am Ende dieses Abends gingen alle Teilnehmer zum Gasthof Tanzer, um den Abend noch gemütlich ausklingen zu lassen.
Fabian Mutschlechner

Der Ton des Waldes - "Familie und Musik"

Über 100 Teilnehmer, davon mehr als 60 Kinder trafen sich im Haus der Familie in Lichtenstern, um eine Woche lang gemeinsam zu musizieren, zu tanzen, zu spielen und zu basteln. Am vergangenen Freitag zeigten sie in einem Abschlusskonzert, dass sie zu einer großen Gemeinschaft zusammengewachsen waren.

Wie Kursleiter Robert Schwärzer, Volksmusikexperte aus Gais, in seiner Begrüßung betonte, hatten auch heuer wieder viele Teilnehmer über das nötige Maß hinaus mitgearbeitet, etwa Flötenunterricht gegeben oder das Holz für die Bastelarbeiten der Familienwoche gesammelt - das Thema war der Wald. Auf dem Programm standen so nicht nur Singen, Gitarrebegleiten, Tanz und Flötenspiel, sondern etwa auch ein Tag im Sägewerk. Die Kinder lernten den Wald nicht nur in der freien Natur kennen, sondern verarbeiteten das Thema auch in einem von den Referenten selbst zusammengestellten Geschichte, kombiniert aus den verschiedensten Liedern, Musikstücken und Texten. Die Geschichte handelte von Randolfo, der den Wald über alles liebt und den die Waldfee eine Flöte schenkt, mit der er den Ton des Waldes spielt. Die Tiere hören ihm zu, er versteht ihre Sprache und sogar an einer Vogelhochzeit kann er teilnehmen, wo es irische und Tiroler Ständchen gibt, Schuachplattler, einen „wilden Tanz aus Afrika“ und alle möglichen Modetänze in der „Tschurtschenbar-Disco“. Der Abschlussabend der Kinder war nur einer von drei Höhepunkten: So hatten die Erwachsenen ihren eigenen Abschlussabend gehabt, außerdem gestalteten alle Teilnehmer einen Gottesdienst mit. Neben Robert Schwärzer wurden die Kinder und Erwachsenen von weiteren vier Referentinnen im Gitarren- und Flötenspiel, in Gesang und Spiel unterrichtet und angeleitet. Das Gemeinschaftserlebnis und die Freude am Spiel und an der Musik standen dabei immer im Mittelpunkt. Zum Abschlussabend der Kinder waren auch die Vertreter der Veranstalter der Familienwoche gekommen: Obmann Erich Deltedesco für den Südtiroler Chorverband, Luis Rieder für den Südtiroler Volksmusikkreis, Hansjörg Job für die Arbeitsgemeinschaft Volkstanz in Südtirol und Gerlinde Waldner für das Haus der Familie. Erich Deltedesco betonte in seinen Grußworten im Namen aller Veranstalter, dass es „nach einer so tollen Geschichte und einem so besonderen Erlebnis keine Worte braucht“. Er dankte den Referenten und den Teilnehmern für ihren Einsatz: „Es ist erstaunlich, was in so kurzer Zeit möglich ist zu erarbeiten!“ Der Obmann des Chorverbands dankte vor allem auch den Eltern, dass sie die musikalischen Fähigkeiten ihrer Kinder unterstützen. Der verknüpfende Unterricht in Musik, Sprache, Rhythmus und Tanz sei eine wichtige Grundlage für eine ganzheitliche Erziehung. Der Abend klang aus mit Tanz und Spiel für alle großen und kleinen Teilnehmer der Familienwoche.

Paul Bertagnolli

Europeade vereint einmal mehr den ganzen Kontinent

Tartu. Fünf Tage voller Musik, Tanz und Feierstimmung liegen hinter jenen 60 Südtiroler Volkstänzern und Musikern, die in diesem Jahr das Land bei der Europeade vertraten. Nachdem die ARGE Volkstanz im vergangenen Jahr das größte europäische Trachten- und Folklorefest in Bozen ausrichtete, war in diesem Jahr das malerische Städtchen Tartu in Estland Gastgeber für tausende Volkstänzer aus ganz Europa. Mittlerweile sind die Südtiroler Volkstänzer nach einer langen Heimreise mit vielen schönen Erinnerungen wieder nach Südtirol zurückgekehrt.

Gleich bei der Eröffnungsfeier am vergangenen Donnerstag kam den Gästen aus Südtirol eine besondere Aufgabe zu. Sie brachten die Europeade-Fahne ins Stadion und überreichten sie an die Veranstalter aus Tartu. Danach eröffneten die Südtiroler Tänzer mit dem „Tiroler Figurenlandler“ das Festival.

An den folgenden drei Tagen verwandelte sich die zweitgrößte Stadt Estlands wie auch die nähere Umgebung in eine einzige riesige Tanzfläche. Trotz nahezu tropischer Temperaturen wurde an allen Ecken musiziert, gesungen und getanzt. Über 140 Gruppen waren nach Estland gekommen um "Einheit in Vielfalt" zu zelebrieren.

Die Südtiroler Abordnung war dabei so groß wie noch nie, was die Choreographie auf den bisweilen recht engen Aufführungsplätzen besonders schwierig machte. „Eine derart große Gruppe von Tänzern zu koordinieren ist einen Herausforderung, aber es hat alles bestens funktioniert“, berichtet Monika Rottensteiner, die erste Vorsitzende der ARGE Volkstanz.

Müde, aber reich an neuen Erfahrungen traten die Volkstänzer nach der Europeade die 13-stündige Heimreise an. Einige waren dabei in Gedanken schon bei der nächsten Europeade, die 2012 in Padua stattfinden wird. Das Organisationskomitee aus Padua hat bereits Unterstützung aus Südtirol angefragt.

                                                                                                                            

Thomas Haberer

Almtanz des Bezirkes Eisacktal

Der heurige Almtanz des Bezirkes Eisacktal hat am 17. Juli 2011 auf dem Rosskopf bei der Furlhütte stattgefunden. Begonnen wurde mit der Bergmesse, die von Kanonikus Paul Rainer abgehalten wurde. Anschließend spielte die Prissianer Tanzlmusig flott zum Tanz auf. Trotz unsicherem Wetter waren sehr viele Tänzer aus Nah und Fern auf den Rosskopf gekommen. Zum Glück wartete der Regen bis die Woaf getanzt und das Schlusslied gesungen wurde.

Helene Nössing

Almtanz auf der Möltner Kaser

Sommerliches Volkstanztreffen zu Füßen der Stoanernen Mandln

Am 10. Juli fand der alljährliche Almtanz der Arbeitsgemeinschaft Volkstanz in Südtirol auf der Möltner Kaser statt.

Der Almtanz ist einer der Höhepunkte im Volkstanzjahr. Er findet alljährlich auf einer der zahlreichen und schönen Almen in Südtirol statt. Heuer war die Möltner Kaser am Tschöggelberg Schauplatz dieses Treffens.

Begonnen wurde der sonnige Tag mit der Heiligen Messe auf den Stoanernen Mandln. Die

AVS - Ortsgruppe Mölten organisiert diese jedes Jahr und da es auf den gleichen Tag fiel, wurde nicht lange überlegt und gemeinsam gefeiert.

Anschließend begann dann der gesellige Teil des Tages und die zahlreichen Volkstänzer und Volkstänzerinnen, Teilnehmer der Bergmesse und zufällig vorbeikommende Wanderer verbrachten einen unterhaltsamen und lustigen Tag auf der Möltner Kaser.

Für die Musik und den immerzu vollen Tanzboden sorgten die Völser Volksmusikanten mit ihren flotten Rund – und Volkstänzen. Auch für die kleinen Gäste war etwas dabei und sie konnten sich in Kindertänzen und tänzerischen Spielen mit den Kindertanzreferenten üben und ihr Können zeigen.

Die Volkstanzgruppen Mölten und Terlan sorgten für das leibliche Wohl der Gäste und für einen reibungslosen Ablauf der wieder gelungenen Veranstaltung.

Ein Dank gilt auch dem Team der Möltner Kaser, die die Volkstänzer willkommen hießen und den Nachmittag mit Kaffee und Kuchenbuffet versüßten.

Als die Woaf verklungen war, war der Almtanz 2011 schon wieder Geschichte, nicht aber die Erinnerung an einen schönen Sommertag mit Musik, Tanz und netten Menschen.

"G'sungen, g'spielt und derzeihlt" - Huangort auf Schloss Tirol

Am 29. Mai war es wieder so weit: das Schloss Tirol öffnete seine Tore für die Sänger, Musikanten, Tänzer und die zahlreichen Zualouser des alljährlichen Huangorts.

 

Der Bezirk Meran des Volksmusikkreises Südtirol und der Arbeitsgemeinschaft Volkstanz in Südtirol hatten es sich wieder zur Aufgabe gemacht, ein gemütliches Fest zu organisieren.

Im Rittersaal wurde ein vielfältiges Programm an Musik zusammengestellt, dargeboten von der Platter Geigenmusik, dem Meraner Zitherkreis und zwei jungen Ziachorglspielern aus Dorf Tirol.

Natürlich durften auch die Gäste nicht fehlen: die Salzburger Festtagsmusi spielte schneidig zum Tanz auf, der Ötztaler Viergesang erzählten in seinen Lieder aus dem alltäglichen Leben und das Flügelhornduo Oberleitner aus Nordtirol ließ sanfte Weisen erklingen, die einem unter die Haut gingen.

Umrahmt mit kurzen Informationen zu den teilnehmenden Gruppen und unterhaltsamen Anekdoten und Geschichten von Sprecher Franz Hermeter, wurde der ehrwürdige Rittersaal von viel Musik und dem einen und anderen Lacher erfüllt.

Anschließend wurde das Hauptaugenmerk auf den malerischen Schlosshof gelegt, in welchem der Tanzboden bereits auf die Tänzer, die Volkstanzgruppen Marling und Untermais auf die Zuschauer und der Kuchen auf die hungrigen Besucher warteten.

Beim gemeinsamen Singen, Musizieren und Tanzen verging der Nachmittag wie im Fluge und als am Abend die Tore geschlossen wurden, waren die alten Mauern des Schlosses wieder um die Erinnerung an ein schönes Fest reicher.

Wiedergründungsfeier der Volkstanzgruppe Villanders

Die junge Villanderer Volkstanzgruppe hat sich am 22. Mai zum ersten Mal der Öffentlichkeit präsentiert. Die Wiedergründungsfeier begann mit der heiligen Messe in der Stephanskirche von Villanders. Anschließend fand nach dem Einzug auf den Festplatz der erste offizielle Auftritt der Volkstanzgruppe Villanders statt. Eingeladen waren auch die Volkstanzgruppe Völs und die Völser Volksmusikanten welche die zahlreichen Gäste mit ihrem Können unterhielten. 

Die Volkstanzgruppe Villanders hat Ihren Ursprung in den späten 70er Jahren und hat seither stets von Generation zu Generation die Tänze weitergetragen. Aufgrund von mangelndem Interesse hat die Volkstanzgruppe im letzten Jahrzehnt ihre Tätigkeit eingestellt. Vor einem halben Jahr hat sich eine junge Gruppe gefunden, welche aktiv und mit frischem Elan die Volkstanzgruppe wiedergegründet hat. Mittlerweile besteht die Gruppe aus ca. 30 Mitgliedern und hat im letzten halben Jahr fleißig geprobt und einige Tänze eingelernt.

Volkstanzgruppe Villanders

Funktionärsschulung in San Lugano

Die Funktionäre aus den Bezirken Bozen und Überetsch-Unterland verbrachten ein Schulungswochenende am 14. und 15. Mai in San Lugano.

Das Führen einer Gruppe, Umgang im Team, sowie Präsentation, Rhetorik und sicheres Auftreten waren Themen, die mit viel Einsatz und Einfühlungsvermögen anhand konkreter Beispiele diskutiert und durchgespielt wurden. Die Referentin Dr. Luise Vieider gab in ihrer lockeren und mitreißenden Art den Schulungsteilnehmern klare Ratschläge und Methoden für ihre ehrenamtliche Tätigkeit in den Volkstanzgruppen mit.

Einen Kopf voller Ideen und und einen großen Motivationsschub nahmen die begeisterten Teilnehmer von diesem Wochenende mit.

Monika Rottensteiner

Südtiroler bereichern das Gesamttiroler Maitanzfest

Südtiroler Volkstänzer folgten sehr zahlreich der Einladung zum Gesamttiroler Maitanzfest, das am Samstag, 14. Mai in Maurach am Achensee über die Bühne ging. Besonders die Volkstanzgruppen aus dem Vinschgau nutzen diese Gelegenheit eines Ausfluges zum Achensee. Zum Tanz spielte sehr schwungvoll die Reither Tanzlmusik.
Die Pausengestaltung übernahm eine Sammelgruppe aus Südtirol. Unter der Tanzleitung von Klaus Demar zeigte sie den Kärntner Treffner Tanz.
Kaspar Schreder, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Volkstanz Tirol, freute sich über die zahlreichen Gäste aus Südtirol und bedankte sich für die gelungene Tanzeinlage.
Monika Rottensteiner, Vorsitzende der Südtiroler Arbeitsgemeinschaft Volkstanz verwies auf die gute grenzüberschreitende Zusammenarbeit durch gemeinsame Veranstaltungen und den gegenseitigen Austauch. 
Siehe auch Gesamttiroler Tanzfest

Monika Rottensteiner

Volkstanzkreis Wipptal wählt neue Führung

Die Vollversammlung im Gasthof Burgfrieden, am Samstag, 14. Mai 2011, stand unter dem Motto „Die Wurzeln unserer heutigen Volkstänze“. Dabei hielten die Wipptaler Volkstänzer Rückschau auf ein sehr ereignisreiches Tanzjahr mit vollem Terminkalender.Seit über 20 Jahren werden sogenannte „Offene Tanzabende“ angeboten. Diese fanden im vergangenen Jahr in Gasteig und Trens, größtenteils aber im Vigil-Raber-Saal in Sterzing statt.Parallel dazu wurden Anfängerkurse in Stilfes und in Mareit abgehalten. Tanzfreudige übten sich im Walzer-, Polka- und Boarischenschritt. Einfache Volkstänze wie Hiatamadl, Krebspolka, Eiswalzer usw. standen natürlich auch auf dem Programm.Ein Tageslehrgang bietet alljährlich die Gelegenheit, auch anspruchsvolle Tänze aus dem gesamten Alpenraum zu erlernen, die dann beim Landeskathreinfest im Kursaal von Meran auf der Tanzfolge zu finden sind.Der traditionelle Almtanz, diesmal in Schluppes, sowie der Musikantenhoangart ziehen alljährlich Tanz- und Musizierfreudige aus Nah und Fern an.Auch Kindertanz wurde an verschiedenen Orten angeboten, in Pfitsch fand er besonders reges Interesse.Fürs heurige Jahr ist der Almtanz auf dem Rosskopf bei der Furlhütte geplant, im kommenden Jahr als Höhepunkt die Aufführung des Fackeltanzes in der Osternacht.Auch über den eigenen Gartenzaun hinaus will man beim Volkstanzkreis schauen: Auf einer „Tanzreise“ soll eine Exkursion in andere Länder unternommen werden.Die einmal monatlich stattfindenden „Offenen Singen“ im Gasthof Lex führen eine alte Tradition fort und bieten allen die Gelegenheit, alpenländisches Liedgut zu erlernen und aufzufrischen.
Im Rahmen der Vollversammlung referierte der über die Landesgrenzen hinaus bekannte Fachmann Hubert Kuppelwieser aus Schlanders über die Wurzeln unserer Volkstänze.„Die Menschheitsgeschichte kennt kein einziges tanzloses Volk. Innere Gefühle streben danach, sich in äußere Bewegtheit des Körpers umzusetzen. Im Tanz spiegelt sich die Mentalität eines Volkes wider“, so Kuppelwieser.
In den nächsten 3 Jahren steht Helene Nössing dem Verein als Obfrau und Tanzleiterin vor, der Ziehorgelspieler Karl Wieser ist gleichzeitig ihr Stellvertreter. Die Schriftführung übernimmt weiterhin Marialuise Depian, Kassierin bleibt Roswitha Wieser. Zilli Oberhofer organisiert die Singabende und pflegt die Kontakte zum Südtiroler Volksmusikkreis.
Neu im Ausschuss ist die Kindertanzreferentin Brigitte Amort Schmidberger und Traudl Rainer, die bereits in der Vergangenheit den Kindertanz besonders gefördert haben, ebenso Karl Putzer.
Herzlich gedankt wurde Jörgl Frener und Alfred Wieser, die nicht mehr für die Wahl zur Verfügung standen. Sie haben sich beide jahrzehntelang für die Volksmusik und für den Volkstanz engagiert und stehen dem Verein nun noch als Spieler oder bei Bedarf als Tanzleiter zur Verfügung.
Im Anschluss an die Versammlung wurde zu den flotten Ziehharmonikaklängen von Karl und Jörgl einige Stunden das Tanzbein geschwungen!

Helene Nössing

Funktionärsschulung Bezirk Burggrafenamt / Vinschgau

Das Wochenende vom 2. - 3. April stand ganz im Zeichen der Aus – und Weiterbildung der Funktionäre der Südtiroler Volkstanzgruppen.

10 Volkstänzer und Volkstänzerinnen aus dem ganzen Land haben sich im Bildungshaus Lichtenburg in Nals getroffen, um von der Referentin Dr. Luise Vieider einige hilfreiche Methoden, Tipps und Tricks für die Leitung einer Volkstanzgruppe zu erfahren.

Die Referentin leitete das Wochenende mit einem kurzen Vortrag über die Rolle einer Führungskraft ein, wobei sie besonders auf die Persönlichkeit des Führenden und dessen Eigenschaften, den Umgang mit dem Team und die Bewahrung des Images der Volkstanzgruppen einging.

Praktische Übungen machten die besprochenen Themen anschaulicher und lockerten die Gruppe immer wieder auf.

Im Mittelpunkt stand dann aber das Thema „Präsentation, Rhetorik und sicheres Auftreten“. Nach einer kurzen Vorbereitungszeit musste sich jeder Teilnehmer in eine Volkstanz-Situation hineinversetzen, in der er eine kurze Rede halten muss.

Die Ergebnisse wurden danach präsentiert und gefilmt und anschließend von der Referentin mit treffenden Bemerkungen und Verbesserungsvorschlägen kommentiert.

Am Sonntag wurde dann das Hauptaugenmerk auf das Arbeiten in der Gruppe gelegt. Dabei wurde den Teilnehmern anhand eines anschaulichen Modells gezeigt, wie man Stärken, Entwicklungspotenziale und Talente der Mitglieder erkennen und auch dementsprechend fördern kann. Miteinbezogen wurde auch die Motivation der Mitglieder und das Einbinden aller in die Arbeit der Gruppe.

Bei einer weiteren praktischen Übung und einer kurzen, aber hitzigen Diskussionsrunde wurde dann auch noch kurz das „richtige“ Argumentieren und die dafür notwendige Trennung der emotionalen und sachlichen Ebene ausprobiert.

Mit einer kurzen Feedbackrunde und einem gemeinsamen Abschluss unter strahlendem Sonnenschein im Garten, verabschiedeten sich die Volkstänzer und Volkstänzerinnen und gingen mit neuen Ideen, Wissen und Motivation der Aufgabe in den jeweiligen Volkstanzgruppen entgegen.

Eva Klotzner

Modul 2 der Tanzleiterausbildung

„Es ist noch kein perfekter Tanzleiter vom Himmel gefallen.“

Doch um diesem Ziel näher zu kommen, fand am 26. und 27. März in der Lichtenburg in Nals das Modul 2 der Tanzleiterausbildung statt.

14 Tanzleiter und Tanzleiterinnen aus den verschiedenen Volkstanzgruppen Südtirols, welche bereits das Modul 1 der Tanzleiterausbildung bzw. andere Tanzleiterausbildungen besucht haben, haben sich getroffen um ein intensives und lehrreiches Wochenende zu verbringen.

Die Referenten Arnold Mairhofer, Markus Seppi und Ingrid Marginter, sowie Hansjörg Job, als Organisator, hatten es sich zum Ziel gesetzt, den Teilnehmern neue Kenntnisse und Lehrmethoden in der Tanzleitung zu vermitteln und zu verfestigen.

Daher musste jeder Teilnehmer zwei Tänze vorbereiten, von welchen er einen im Laufe des ersten Tages der Gruppe vorzeigen und erklären sollte und auch geographisch und geschichtlich wichtige Hintergründe eingebaut werden sollten. Danach wurde jeder mit einem Fragebogen über u.a. sicheres Auftreten, Tanzkenntnisse, Kontakt zum Spieler und Verständlichkeit von den anderen Teilnehmern bewertet.

Da es aber ohne Theorie nicht geht, wurde auch eine kurze Präsentation über das Handwerk des Tanzleiters gezeigt, wo vor allem die richtige Anwendung einer Tanzbeschreibung und einer Notenschrift näher beleuchtet wurde und in einem Workshop wurden verschiedene Aufgaben eines Tanzleiters geplant, so z.B. ein Offenes Tanzen, ein Auftritt zu einem weltlichen/kirchlichen Anlass und die Gestaltung einer wöchentlichen Volkstanzprobe.

Gefüllt mit all diesen neuen Informationen und Eindrücken fand am Abend, zur spielerischen Überprüfung des Erlernten, eine Volkstanz- Millionenshow statt, bei der die Teilnehmer, aufgeteilt in Gruppen, ihr Wissen über Tiroler Tänze, Fachbegriffe, die Arbeitsgemeinschaft Volkstanz in Südtirol u.v.m. unter Beweis stellten.

Nach diesem unterhaltsamen Abend und einer mehr oder weniger kurzen Nacht wartete am nächsten Tag eine neue Herausforderung. Jeder Teilnehmer musste eine Kärtchen ziehen, auf welchem ein Tiroler Tanz oder Österreichischer Grundtanz abgedruckt war. Dieser wurde nach einer Vorbereitungszeit von 20 Minuten einer kleinen Gruppe vorgezeigt und danach in einer kurzen Diskussion besprochen und bewertet.

Bevor dieses Wochenende dann in einer Feedbackrunde wurde, gaben die Referenten noch eine kurze Stellungnahme zur Richtigkeit und Wichtigkeit des Plattlers und des Kindertanzes im Sinne der Arbeitsgemeinschaft, da der Tanzleiter auch die Meinung der Arbeitsgemeinschaft kennen sollte.

Nach dem Schlusstänzchen und gemeinsamen Mittagessen und mit neuen Ideen, Informationen und viel Motivation ging jeder wieder seine eigenen Wege, dem perfekten Tanzleiter schon ein bisschen näher.

Eva Klotzner

Infoabende der Arbeitsgemeinschaft Volkstanz in Südtirol

Jeder Volkstänzer ist Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Volkstanz in Südtirol, aber viele wissen nicht welche Aufgaben und Funktionen dieser Dachverband eigentlich hat.
Um diesen Tatbestand zu ändern, hat sich eine Arbeitsgruppe gefunden, die sich intensiv damit beschäftigte, wie man die Arbeit und Funktion der Arbeitsgemeinschaft den Mitgliedern vorstellen kann. Das Ergebnis wurde dann in Form von 3 Infoabenden im März für alle interessierten Volkstänzer und Volkstänzerinnen angeboten.
Die Erste Vorsitzende Monika Rottensteiner und der Zweite Vorsitzende Klaus Tappeiner stellten zu Beginn den Aufbau der Arbeitsgemeinschaft vor, von den einzelnen Volkstanzgruppen über den Bezirk bis hin zum Vorstand und dessen Mitgliedern, sowie die Kooperationspartner Plattform Volksmusik, die Arbeitsgemeinschaft Volkstanz Tirol und die Bundesarbeitsgemeinschaft Österreichischer Volkstanz (BAG).
Die Rechte und Pflichten der Mitgliedsvereine und Einzelmitglieder wurde dann in einem nächsten Schritt zur Sprache. Dabei kamen auch die Ziele der Arbeitsgemeinschaft als unabhängiger Verein, dem die Pflege des Tiroler Volkstanzes und Brauchtums das Hauptanliegen ist, zur Sprache. Anschließend wurden die verschiedenen Dienstleistungen, der Leihservice, das Büro und die dort erhältlichen Lernbehelfe und Informationsmaterialien vorgestellt.
Für viele wahrscheinlich weniger bekannt und umso interessanter, war dann der Teil, in dem es das Volontariat, dessen Vor- und Nachteile und auch die Versicherung für Mitglieder der Volkstanzgruppen behandelt wurde.
Mit der neuen Website, der Broschüre „Hereinspaziert“ und der Zeitschrift „Kulturfenster“ wurden auch die wichtigsten Kommunikationsmittel genannt.
Mit einer kurzen Jahresvorschau, wobei besonders die Tanzleiterausbildung und die Funktionärsschulung hervorgehoben wurden, wurden diese informativen und aufschlussreichen Abende abgeschlossen und man ließ den Abend noch bei dem einen oder anderen Gespräch ausklingen.

Eva Klotzner

 

Datei anzeigen 293_11_Einladung_Postkarten_Infoabend.pdf

Modul 1 der Tanzleiterausbildung

Nicht nur das Tanzen selbst mag gelernt sein, auch die korrekte Weitergabe der verschiedenen Tiroler Volkstänze erfordert neben guten Tanzkenntnissen auch einiges an Grundinformation und Handwerkzeug. Deshalb trafen sich am 5. März 2011, zwölf angehende Tanzleiter im Haus der Vereine von Auer zur Weiterbildung.

Organisation und Probengestaltung, Wissenswertes um das Tiroler Tanzgut, Begriffsdefinitionen, Fassung und Haltung beim Volkstanz, ebenso wie Gruppendynamik, Führungsmethoden, die Beziehung zur Musik und vieles mehr wurde besprochen.

Einen ganzen Tag referierten Christoph Gallmetzer und Hansjörg Job über das umfassende Aufgabenfeld des Tanzleiters. Das Erlernte wurde zwischendurch auch praktisch umgesetzt. Auf der Harmonika begleitete Anita Piazzi die Unterrichtseinheiten.

Beim abschließenden Erfahrungsaustausch analysierte man die persönlichen Stärken und Schwächen der einzelnen Teilnehmer und ging auf deren Situation in der jeweiligen Gruppe ein. „Unsere Empfehlung lautet, das Erlernte in der Gruppe gleich anzuwenden und ab und zu die Probengestaltung zu übernehmen“ so Hansjörg Job, Verantwortlicher für Aus- und Weiterbildung in der Arbeitsgemeinschaft Volkstanz in Südtirol.
Auch weiterführende Kursangebote für Tanzleiter und solche die es noch werden möchten, wurden besprochen. Von der Arbeitsgemeinschaft Volkstanz wird Ende März 2011 das Modul 2 der Südtiroler Tanzleiterausbildung angeboten.

Hansjörg Job

Jahresvollversammlung der Arbeitsgemeinschaft Volkstanz

„Tradition als Basis für die Zukunft“
Auftakt für ein ereignisreiches Tanzjahr bei der 51. Landesvollversammlung der Arbeitsgemeinschaft Volkstanz in Südtirol

Auf ein sehr ereignisreiches und interessantes Jahr blickte die Arbeitsgemeinschaft Volkstanz in Südtirol bei der Landesvollversammlung am 5. Februar in Marling zurück. Dank der verschiedenen Feierlichkeiten rund um das 50-Jahr Jubiläum sowie die Europeade im Sommer in Bozen erfreut sich der Volkstanz zurzeit sehr großer Beliebtheit was die zahlreichen Neu- und Wiedergründungen beweisen. Als äußerst lobenswert bezeichnete auch die Landes- und Regionalrätin Martha Stocker die Tätigkeit der 1292 Volkstänzerinnen und Volkstänzer im Lande.

Im Anschluss an den feierlichen Gottesdienst gestaltet vom Marlinger Altpfarrer Ignaz Eschgfäller gab die Erste Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft, Monika Rottensteiner, den Startschuss zur Vollversammlung, die mit über 200 Vertretern der mittlerweile 55 aktiven Volkstanzgruppen im Lande sehr gut besucht war. Noch einmal wurde an die vielen facettenreichen Veranstaltungen im vergangenen Tätigkeitsjahr erinnert. Besonders interessant gestaltete sich dabei ein Film über die Europeade, der von einem Volunteer und Volkstänzer angefertigt worden ist. Auch Martha Stocker gratulierte in Vertretung der Landesregierung der Arbeitsgemeinschaft zum bunten Strauß an Tätigkeiten und verwies darauf, welche Bedeutung der Volkstanz als Kulturträger hat: „Überlieferter Volkstanz ist Ausdruck von Heimat, die sich der Moderne – dem Neuen – nicht verschließt. Diese Art der Tradition ist die essentielle Basis für unsere gemeinsame Zukunft.“
Gleichzeitig nutzte man die Gelegenheit aber auch um auf die zahlreichen für das heurige Jahr geplanten Veranstaltungen hinzuweisen. Der Fokus für 2011 liegt klar im Bereich der Aus- und Weiterbildung der Tänzerinnen und Tänzer und zwar sowohl was die Vereinsführung als auch die Tanzleitung angeht. „Wir möchten auf die Bedürfnisse und Anliegen unserer Mitgliedsvereine eingehen. Die Arbeitsgemeinschaft muss als Dachverband Hilfestellungen bieten, aber auch den Funktionärinnen und Funktionären Werkzeuge und Kompetenzen vermitteln, damit sie ihrer Aufgabe gezielter und mit Begeisterung nachkommen,“ betonte Monika Rottensteiner.
Neben den in Festtagstracht gekleideten Volkstänzerinnen und Volkstänzern konnte die Erste Vorsitzende auch zahlreiche Ehrengäste, Vertreter von Verbänden, deren Zusammenarbeit, sei es organisatorisch oder inhaltlich, der Arbeitsgemeinschaft ein Anliegen ist, zur Jubiläumsvollversammlung begrüßen. So waren Walter Stifter in seiner Funktion als Präsident des Instituts für Musikerziehung genauso anwesend wie Franz Hermeter von Südtiroler Volksmusikkreis, in Vertretung des Chorverbandes Robert Wiest, Thomas Hölzl vom Verband Südtiroler Musikkapellen und vonseiten der Marlinger Gemeindeverwaltung Vizebürgermeisterin Johanna Mitterhofer und Annelies Erlacher, die Kulturreferentin.

Judith Unterholzner

Tageslehrgang des Bezirkes Überetsch/Unterland

Am 22.01.2011 organisierte der Bezirk Überetsch/Unterland den Tageslehrgang.
Für dieses Jahr versuchte der Ausschuss den Lehrgang an einem Samstagnachmittag zu planen, da sonntags die Teilnahme in den letzten Jahren eher gering war. Das Augenmerk wurde hauptsächlich auf "Alte Tänze für junge Leute" und auf die "Dreier Tänze" gerichtet, aber es ist uns auch gelungen eine Gruppe für Ziehharmonikaspieler zu organisieren.
Der Lehrgang war zu unserer Freude gut besucht. An die 60 Tänzer und Tänzerinnen zwischen 13 und 70 Jahren haben voller Elan das Tanzbein geschwungen.
Das Resultat des Nachmittags konnte sich am Ende sehen lassen. Jede Gruppe trug einen von mehreren erlernten Tänzen vor und man war sich einig, nächstes Jahr wieder einen Tageslehrgang in dieser Form aufzubauen.
Bei einem gemütlichen Essen ließ man den Abend in guter Gesellschaft ausklingen.

Elisabeth Paizoni

Das allerschönste was Füße machen können ist tanzen

Erfolgreiche Seminare zur Ausbildung der Kinder- und Jugendtanzleiter

Bewegung, Tanz und Spiel gehören zu den elementaren Ausdrucksformen des Menschen. Besonders Kinder hören Musik und reagieren auf diese spontan mit Bewegung. In den Spielformen der Kinder stellen Bewegung, Sprechen und Spielen eine Einheit dar. Um diese Entwicklungen zu fördern und auch dem konstant steigenden Interesse für Kinder- und Jugendtänze Rechnung zu tra-gen, hat die Arbeitsgemeinschaft Volkstanz in den vergangenen Monaten zwei sehr interessante Seminare organisiert.

Der Kindertanz, wie er heutzutage von den Referentinnen und Referenten in Südtirol gezeigt wird, hat sich aus dem Volkstanz für Erwachsene entwickelt, da man der Meinung war, dass Kinder ein Recht auf ein altersadäquates Tanzgut haben. Diese Tanzformen werden seit etwa 100 Jahren aufgezeichnet und haben viel mehr Varian-ten als Volkstänze. Die Arbeitsgemeinschaft Volkstanz in Südtirol organisiert in Zu-sammenarbeit mit der Bundesarbeitsgemeinschaft Österreichischer Volkstanz immer wieder Fortbildungsveranstaltungen für aktive und angehende Kindertanzleiter, wo diese Tänze gelehrt und vertieft werden.
Derartige Ausbildungslehrgänge wurden sowohl am 21. November 2010 im Vinzenti-num in Brixen als auch vom 8. bis zum 9. Jänner 2011 in der Lichtenburg in Nals an-geboten. Während sich in Brixen 34 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus allen Lan-desteilen zum Modul 1 einfanden, beteiligten sich in Nals 13 engagierte Kindertanz-referentinnen und –referenten am Modul 2. Auch zahlreiche Lehrerinnen und Lehrer sowie Kindergärtnerinnen nahmen an den beiden Seminaren teil und werden in Zu-kunft zusammen mit der Arbeitsgemeinschaft für die Pflege des Tiroler Tanzgutes in den Kindergärten und Grundschulen sorgen.
Unter der Leitung der Referentinnen Luise Jäger und Vera Kuppelwieser wurde im Rahmen von beiden Kursen neben dem Erlernen von kindgerechten Tänzen und der Vorstellung von interessanten Lernbehelfen und Unterlagen ein starker Fokus auf die Motivation der Kinder gelegt.
„Hauptziel der Arbeitsgemeinschaft Volkstanz ist es, bei den Kindern die Freude am Tanzen zu wecken und unsere Tanz- und Singkultur weiter zugeben. Der Kindertanz bildet den Grundstein für das (Volks)tanzen“, so Renate Kastl, die zuständige Refe-rentin der Arbeitsgemeinschaft Volkstanz. Bewegung und somit auch Tanzen sind elementar für eine gesunde Entwicklung. Tanzen fordert und fördert den ganzen Menschen. Es tut nicht nur dem Körper gut, sondern auch der Seele, denn es wer-den Kognition, Kreativität, Musikalität, Motorik, Raumorientierung, Koordinationsfä-higkeit, Körpergefühl bzw. –wahrnehmung, Sozialverhalten und auditive und visuelle Wahrnehmung verbessert.

Judith Unterholzner
 

Winterlehrgang 2010-2011 im Haus der Familie Lichtenstern

Getanzter Schlusspunkt des Jubiläumsjahres
Traditioneller Winterlehrgang der Arbeitsgemeinschaft Volkstanz am Ritten

Mit den Weihnachtsfeiertagen ging traditionell die tanzfreie Adventszeit zu Ende, weshalb über hundert Volkstänzerinnen und Volkstänzer aus Nah und Fern die Zeit vom Stefanstag bis zum Neujahrstag nutzten, um sich sowohl tänzerisch als auch musikalisch und gesanglich weiterzubilden. Gemeinsam wurde das Jubiläumsjahr des Dachverbandes würdig abgeschlossen und tanzend in das neue Jahr 2011 gestartet.

Bereits seit dem Jahre 1964 hält die Arbeitsgemeinschaft Volkstanz am Jahresende einen einwöchigen Lehrgang in Lichtenstern am Ritten ab, der für alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer stets viel Interessantes und Neues zu bieten hat. Zum Abschluss des 50. Bestandsjahres der Arbeitsgemeinschaft belebten wiederum 88 Volkstänzer, Musikanten und Sänger das Haus der Familie mit volksmusikalischen Klängen und guter Laune. Unter der Leitung von Irene Mittermair und Werner Mittermair von der Volkstanzgruppe Deutschnofen waren 17 Referentinnen und Referenten tätig und sorgten für viel Abwechslung und Unterhaltung während der Kurswoche. „Dank der vielen verschiedenen Module aus denen sich der Winterlehrgang zusammensetzt, konnte ein Programm auf die Beine gestellt werden, das nicht nur die vielen jungen Tänzerinnen und Tänzer überzeugte, sondern auch neue und überraschende Elemente mit einschloss, so dass alle vertretenen Generationen begeistert werden konnten“, freuen sich die Organisatoren.
Das Tanzangebot umfasste nicht nur das breite Spektrum der Tiroler Tänze unterrichtet von Werner Moser und Markus Seppi mit den Spielern Thomas Thaler und Günther Hopfgartner, sondern man wagte auch einen Schritt über die Landesgrenzen hinaus und lernte überlieferte Tänze aus dem Burgenland, die Matthias Beck und Jürgen Stampfel zeigten. Einen tänzerischen Ausflug in die Moderne unternahm man bei mehreren Abendeinheiten zum Thema Disco Fox.
Neben diesen Einheiten genossen die Musikantinnen und Musikanten Einzelunterricht und wurden so maßgeblich beim Erlernen bzw. Spielen ihres Instrumentes unterstützt. Maria Delago zeichnete für die musikalische Leitung verantwortlich und bot mit ihrer Mannschaft hoch qualifizierter und motivierter Musikreferenten (Helmut Hochkofler, Markus Hochkofler, Theresa Lamprecht, Christian Oberlojer und Hannes Premstaller) eine sehr ansprechende und lehrreiche Woche. Zur Abwechslung traf man sich zwischendurch immer wieder zu gemeinsamen Singeinheiten schwungvoll gestaltet und geleitet von Fara Prader.
Zudem konnten alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer, auch zwischen verschiedenen Kleingruppen wählen, wo sie entweder die Grundschritte vertieften, Schuhplattler einübten, besondere Großformen erlernten oder in einer Kreativwerkstatt Teile für ihre Tracht anfertigten.
Das Gesellige durfte bei dieser Weiterbildungsveranstaltung natürlich nicht zu kurz kommen, weshalb ein Kennenlernabend, zwei aufschlussreiche Vorträge zum richtigen Tragen der Tracht sowie zur Europeade und ein Mondscheinrodeln auf dem Rahmenprogramm standen.
Auch das Offene Tanzen am 29. Dezember, zu dem neben den Kursteilnehmern viele Tänzerinnen und Tänzer aus dem ganzen Land anreisten, war ein voller Erfolg und der Saal konnte die vielen Volkstänzer kaum fassen.
Der Silvesterabend begann mit einem musikalisch und tänzerisch umrahmten Gottesdienst. Anschließend zeigten die verschiedenen Tanz-, Sing- und Musikgruppen das im Laufe der Woche Gelernte. Höhepunkt des Winterlehrganges war wiederum der Fackeltanz aller Teilnehmer, mit dem man einen Schlusspunkt hinter das Jubiläumsjahr setzte und das 51. Tätigkeitsjahr der Arbeitsgemeinschaft tanzend einläutete.

Judith Unterholzner

Neues Ausbildungskonzept für Volkstanzfunktionäre - Sitzung der Grundsatzkommission zum Thema „Funktionärsschulung"

In regelmäßigen Abständen trifft sich die Grundsatzkommission der Arbeitsgemeinschaft Volkstanz in Südtirol um über wichtige Themen und Anliegen des Dachverbandes sowie der Gruppen zu diskutieren und vor allem langfristige Entscheidungen zu treffen. Vor kurzem hat man sich einen Tag lang dem Thema Aus- und Weiterbildung der Funktionäre in den Gruppen und auch auf Bezirks- und Landesebene gewidmet.

Eine der Aufgaben der Arbeitsgemeinschaft ist es, den Vorstandsmitgliedern in den verschiedensten Gremien das notwendige Handwerkszeug mitgeben zu können bzw. sie entsprechend zu unterstützen, damit diese für die Arbeit vor Ort bestens gerüstet sind.

Aus diesem Grund hat sich die Grundsatzkommission der Arbeitsgemeinschaft bestehend aus der Ersten Vorsitzenden, Monika Rottensteiner, ihrem Stellvertreter, Klaus Tappeiner, dem Referenten für Aus- und Weiterbildung, Hansjörg Job, sowie weiteren Vertretern der Landesführung und der sechs Bezirke zu einem Arbeitstreffen zusammengefunden. Dabei wurde über die konkreten Bedürfnisse gesprochen und im Anschluss an eine Bedarfserhebung vor allem an der Konzeption einer Funktionärsschulung gearbeitet.

Die konkrete Umsetzung dieser Fortbildungsreihe wird noch in diesem Jahr stattfinden und zunächst aus mehreren Informationsabenden für die verschiedensten Vorstandsmitglieder in den Gremien, sei es Vereinsvorsitzende, als auch Schriftführer, Kassiere oder Tanzleiter, bestehen. Dabei wird es vor allem um die Ziele der Arbeitsgemeinschaft gehen, aber auch die verschiedensten Dienstleistungen, die der Dachverband den Mitgliedsgruppen bietet, sollen in einer komprimierten und übersichtlichen Form präsentiert werden. Natürlich wird auch auf die immer aktueller werdenden rechtlichen und versicherungstechnischen Themen nicht vergessen.

Aufbauend auf diese Informationsveranstaltungen in den einzelnen Bezirken folgen dann in der zweiten Jahreshälfte Seminare für Obmänner und Obfrauen sowie Tanzleiterinnen und Tanzleiter. Zusammen mit externen Referenten werden dabei die Themen Führen – Leiten – Teamarbeit, Präsentation – Rhetorik - sicheres Auftreten sowie Teamentwicklung und Mitarbeitermotivation erarbeitet und den teilnehmenden Funktionärinnen und Funktionären auf möglichst praxisbezogene Art und Weise näher gebracht.

„Die ehrenamtlich tätigen Volkstänzerinnen und Volkstänzer vor Ort sind die wichtigsten Bausteine eines Dachverbandes, wie es die Arbeitsgemeinschaft Volkstanz ist. Aus diesem Grund sind wir bemüht unseren mittlerweile 54 Mitgliedsgruppen stets mit Rat und Tat zur Seite zu stehen und mithilfe von Fortbildungsveranstaltungen auch das notwendige Wissen zu vermitteln“, betont Monika Rottensteiner, die Erste Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft.

Parallel dazu wird natürlich auch die Ausbildung der Tanzleiter vorangetrieben, um das fachlich und methodisch korrekte Weitergeben des Tiroler Tanzgutes garantieren zu können.

Judith Unterholzner

 

Kindertanzseminar Teil von Modul 1

ÜBER 30 TEILNEHMER AUS GANZ SÜDTIROL MIT SCHWUNG DABEI

Am 21. November 2010 fand im prunkvollen Parzivalsaal des Brixner Vinzentinums das Kindertanzseminar  "Teil von Modul 1“ der Ausbildung zum Kinder- und Jugendtanzleiter  der Arbeitsgemeinschaft Volkstanz  Bezirk Eisacktal statt. Unter der Leitung von Organisatorin Renate Langhofer trafen sich 34 Teilnehmer aus allen Landesteilen zu diesem wichtigen Termin. Erfreulicherweise waren auch einige Lehrerinnen und Lehrer der Grundschulen sowie Kindergärtnerinnen anwesend und bekundeten dabei allgemeines Interesse. Sinn und Zweck dieser beliebten Veranstaltung ist es, diese Form des Volkstanzes den Kindern und Jugendlichen näher zu bringen und deren Interesse zu wecken. Einen kräftigen Applaus spendeten die Kursteilnehmer und die anderen Zuseher, darunter auch einige Vertreter des männliches Geschlechts, der Kindertanzreferentin Frau Luisa Jaeger und der Ziehorgelspielerin Frau Carmen Bacher.
Das Seminar wurde von 9.00 bis 12.00 Uhr und von 13.30 bis 16.30 Uhr abgehalten. Zwischendurch wurden alle von der vorzüglichen Küche des Vinzentinums beim Mittagessen verwöhnt. Ein großer Dank gilt dem Verwalter des Vinzentinum, Herrn Thomas Schraffl für die Vergabe dieses schönen Saales. Alles in allem eine gelungene Veranstaltung, mit dem Wunsch der Organisatoren, dass sich möglichst viele junge Leute für den Volkstanz und zugleich gesunden Bewegungssport begeistern mögen, und die Teilnehmer dieses Seminars möchten sich unbedingt demnächst wieder treffen und freuen sich jetzt schon darauf.

Renate Langhofer
Kindertanzreferentin Bez. Eisacktal
 

Volkstanzlehrgang in Sterzing als Vorbereitung auf den Kathreintanz

Großes Interesse für überlieferte Volkstänze
Nachdem der Kathreintanz wieder den feierlichen Abschluss des Volkstanzjahres darstellte, wurde in den Gruppen vor Ort natürlich im Vorfeld fleißig geübt. Um sich noch zusätzlich vorbereiten zu können, organisierte der Volkstanzkreis Wipptal am Sonntag, den 7. November 2010 einen Tageslehrgang, zu dem Tänzerinnen und Tänzer aus dem ganzen Land nach Sterzing kamen.

Vorstand beim Landeshauptmann zu Gast

Landesführung und Bezirksvertreter auf Besuch im Felsenkeller

Als Dankeschön für die wichtige kulturelle Tätigkeit der Arbeitsgemeinschaft Volkstanz in Südtirol und zur Feier des 50-Jahr Jubiläums des Dachverbandes lud Landeshauptmann Luis Durnwalder Ende Oktober den Vorstand in den Felsenkeller im Landesweingut Laimburg. Dabei wurde auf die erfolgreichen Veranstaltungen im Jubiläumsjahr 2010 zurückgeblickt aber gleichzeitig nutzte man auch die Gelegenheit, um der Landesregierung für die wichtige Unterstützung Worte des Dankes auszusprechen.

Jahresprogramm "Hereinspaziert"

Hereinspaziert … und mitgemacht

Bunter Veranstaltungskalender der Plattform Volksmusik für 2011 erschienen

Auch für das Jahr 2011 hat die Plattform Volksmusik wiederum eine umfangreiche Veranstaltungsbroschüre erstellt, welche seit Mitte November verfügbar ist. Dieses Programm vereint in seiner bereits sechsten Auflage alle Veranstaltungen rund um Volksmusik und Volkstanz, organisiert vom Referat Volksmusik am Institut für Musikerziehung in deutscher und ladinischer Sprache, vom Südtiroler Volksmusikkreis und von der Arbeitsgemeinschaft Volkstanz in Südtirol, auf einen Blick.

Mit dem Landes-Kathrein-Tanzfest wurde zwar die tanzfreie Zeit eingeläutet, die Arbeitsgemeinschaft Volkstanz ist aber bereits mitten in der Organisation für eine Vielzahl an Veranstaltungen, die für das kommende 51. Tätigkeitsjahr geplant sind. Ein Großteil davon wird in der neuen Ausgabe der Veranstaltungsbroschüre „Hereinspaziert“ vorgestellt.
In einem neuen Gewand werden darin auf über 20 Seiten sowohl bewährte als auch neue Musizierwochen, Spielkurse, Lehrgänge und Tanzveranstaltungen präsentiert. Das facettenreiche Jahresprogramm hat für Alt und Jung, Anfänger und Fortgeschrittene interessante Fortbildungsveranstaltungen zu bieten, um es jedem zu ermöglich Volkskultur selbst aktiv mitgestalten zu können.
Das Programmheft besteht wie immer aus einem Hauptteil mit allen inhaltlichen und organisatorischen Informationen zu den geplanten Initiativen. Der Faltkalender in der Mitte der Broschüre erlaubt wiederum einen chronologischen Überblick aller Veranstaltungen. Ergänzt werden diese durch Termine für Offene Tanzen und Offene Singen in den verschiedenen Bezirken unseres Landes.
„Mit ihrer Arbeit leistet die Plattform Volksmusik einen wesentlichen Beitrag zur Erhaltung unserer musikalischen Volkskultur. Sie ist in löblicher Weise darum  bemüht, das Bewusstsein für echte Volksmusik in der Bevölkerung und insbesondere bei der Jugend zu wecken. Dazu gehört auch die Organisation eines vielfältigen Bildungsprogramms, das in der vorliegenden Broschüre ‚Hereinspaziert – Volksmusik und Volkstanz zum Mitmachen’ zusammengefasst wird. Mit ihren Kursen und Veranstaltungen zielt die Plattform Volksmusik nicht nur auf die Insider, sondern versucht, möglichst viele Menschen für ihre Sache zu begeistern“, lobt die Kulturlandesrätin Sabina Kaslatter Mur die Herausgeber der Broschüre in ihrem Vorwort.

Seit Mitte November ist die Broschüre für jeden Interessierten in den Verbandsbüros kostenlos erhältlich und kann sowohl telefonisch unter der Hummer 0471/970555 als auch via E-Mail im Büro der Arbeitsgemeinschaft angefordert werden.

Judith Unterholzner

 

Datei anzeigen Veranstaltungsbroschre - Hereinspaziert 2011.pdf

Datei anzeigen Faltkalender - Hereinspaziert 2011.pdf

Kathreintanzfest in Meran

Kathrein stellt das Tanz- und Jubiläumsjahr ein

Über 500 Tänzerinnen und Tänzer beim Landes-Kathreintanz-Fest im Meraner Kurhaus

Auch heuer konnte die Arbeitsgemeinschaft Volkstanz in Südtirol zum feierlichen Abschluss des Tanzjahres 2010, in welchem auch das 50-jährige Bestehen des Dachverbandes gefeiert wurde, wieder zahlreiche Volkstänzerinnen und Volkstänzer beim größten Tanzfest Südtirols willkommen heißen.
Im Zeichen der heiligen Katharina von Alexandria, der Patronin der Volkstanzgruppen, haben sich am Samstag, den 13. November 2010 Tanzbegeisterte aus dem ganzen Land und darüber hinaus im Kursaal eingefunden, um miteinander das Tanzbein zu schwingen.

Angeführt von der Ersten Vorsitzenden der Arbeitsgemeinschaft, Monika Rottensteiner, sowie ihren noch lebenden Vorgängern an der Verbandsspitze, Armin Kobler, Klaus Reichegger und Walther Egger, wurde die Veranstaltung mit dem traditionellen Auftanz eröffnet. Auch Günther Januth, Bürgermeister der Gastgeberstadt, ließ es sich nicht nehmen mit über 500 Tänzerinnen und Tänzern in den festlich geschmückten Kursaal einzumarschieren.
Zu den schwungvollen Klängen der Wangener Musikanten tanzten auch Gemeinderätin Margarethe Rottensteiner in Vertretung der Stadt Bozen, sowie die stellvertretende Landesbäuerin Hiltraud Erschbaumer. Von unseren waren neben einer Vielzahl von Tanzfreunden aus Österreich, der Schweiz und Bayern auch Wolfram Weber, Landesvertreter von Salzburg und Vorsitzender-Stellvertreter der Bundesarbeitsgemeinschaft Österreichischer Volkstanz, und der Statthalter für den Volkstanz in der deutschsprachigen Schweiz, Fritz Brand nach Meran gekommen.
Das abwechslungsreiche Tanzprogramm umfasste natürlich auch bei der 45. Ausgabe des Kathreintanzes ein vielfältiges Repertoire an Tiroler Tänzen, wobei sowohl für Anfänger als auch für Fortgeschrittene viel Interessantes dabei war und auch die klassischen Rundtänze nicht zu kurz kamen.
In der großen Tanzpause wurde zunächst die neu gestaltete Webseite der Arbeitsgemeinschaft vorgestellt. Daraufhin erfolgte mit der Aufführung des Tiroler Schwerttanzes sicherlich der Höhepunkt des Abends. Zur Feier und gleichzeitig auch als beeindruckender Schlusspunkt des heurigen Jubiläumsjahres gaben 13 Tänzer aus dem Bezirk Bozen diesen nur selten aufgeführten Burschentanz zum Besten.
Durch die bunten und vielfältigen Trachten sowie das Flair des liebevoll dekorierten Kursaals wurde der Veranstaltung eine besonders feierliche Note verliehen und so das Tanzjahr 2010 würdig abgeschlossen.
Das Landes-Kathrein-Tanzfest bietet aber nicht nur eine gute Gelegenheit um gemeinsam das Tanzbein zu schwingen. Wie Monika Rottensteiner betonte, „trifft man im Rahmen des Kathreintanzes stets Volkstänzerinnen und Volkstänzer aus dem gesamten Alpenraum, wobei man sowohl bekannte Gesichter wieder sieht als auch neue Bekanntschaften macht. Dieses große Interesse für den Volkstanz, vor allem vonseiten der jüngeren Generation, stimmt mich für die nächsten 50 Jahre unseres Dachverbandes äußerst positiv und sorgt gleichzeitig auch für einen angemessenen Abschluss eine Reihe von Jubiläumsveranstaltungen“.
Wie in jedem Jahr wurde der Abend und somit auch die Volkstanzsaison mit der „Woaf“ und einem gemeinsam gesungenen Abschlusslied beendet.
Der Name des Kathreintanzes ist auf die heilige Katharina von Alexandria zurückzuführen, deren Gedenktag am 25. November gefeiert wird. Der darauffolgende Advent gilt als tanzfreie Zeit. Aus diesem Grund gibt es im Volksmund auch heute noch den Spruch: Kathrein stellt den Tanz ein.  Das Rad, das als Symbol für Katharinas Martyrium steht, ist Sinnbild für Gemeinschaft und Tanz, weshalb sie zur Patronin des Volkstanzes gekürt wurde.

Judith Unterholzner

 

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Tiroler Schwerttanz aufgeführt

Der Tiroler Schwerttanz

Symbolträchtiger Kettentanz zum Abschluss des Jubiläumsjahres aufgeführt

Höhepunkt des heurigen Kathreintanzes war zweifelsohne die Darbietung des Tiroler Schwerttanzes, der in der großen Tanzpause von 13 Tänzern des Bezirks Bozen der Arbeitsgemeinschaft Volkstanz zum Besten gegeben wurde. Dieser sehr selten gezeigte Tanz ist ein reiner Männertanz und besticht vor allem durch eine Vielzahl an komplexen Figurenabfolgen und der Figur des Schalksnarren, die bei anderen Tiroler Tänzen fast gänzlich unbekannt ist.

Der Tiroler Schwerttanz ist kein Waffentanz im herkömmlichen Sinne, sondern ein Kettentanz bei dem das Schwert lediglich als Bindeglied zwischen den einzelnen Tänzern verwendet wird. Die Tänzer legen ihr Schwert auf die Schulter und ergreifen mit der freien linken Hand die Spitze der Waffe des Vordermannes. Ohne diese Kreisfassung zu lösen wird eine aufwendige Figurenfolge gezeigt, wobei durch Drehungen und Sprünge ein facettenreiches Repertoire zum Besten gegeben werden kann. Zudem entwickeln die Tanzgeräte auch ein gewisses Eigengewicht. Die Schwerter werden aus der Bewegung heraus zu einem tragenden Geflecht vereinigt. Auf ihm stehend wird ein Tänzer, der Schalksnarr, in die Höhe gehoben, wo er dann einen Spruch aufsagt.
Im Rahmen des heurigen Kathreintanzfestes wurde der Tiroler Schwerttanz von 13 Tänzern der Volkstanzgruppen des Bezirks Bozen unter der Leitung von Klaus Demar aufgeführt. Diese trugen nicht ihre ortstypische Tracht, sondern eine einheitliche Kleidung bestehend aus einer Lederhose, einem weißen Hemd und einer roten Schärpe an der linken Hüfte gebunden mit herabhängenden Enden. Der so genannte Schalksnarr oder Harkelin hatte im Gegensatz dazu ein Gewand aus bunten Stoffflecken und eine schwarze, spitze Mütze. Zudem hielt er nicht das 1,2 Meter lange Schwert in der Hand, sondern eine Stoffwurst gefüllt mit Sägespänen.
Den Ursprung hat der Schwerttanz bei den Bergknappen und zeigt die Aufnahme eines neuen, übermütigen Knappen in ihren Berufsstand. Übertragen auf die Gesellschaft symbolisiert der Schalksnarr die ungestüme Jugend, die gegen Ordnung und Vorschriften rebelliert und durch wildes Herumhüpfen diesen geregelten Ablauf stören will. Er wird dann überwältigt, ja getötet, um anschließend zu neuem Leben erweckt zu werden und als vollwertiges Mitglied in die Gesellschaft aufgenommen zu werden.
Da es sich beim Tiroler Schwerttanz um eine eher komplexe Großform handelt, wird diese nur sehr selten gezeigt. Die letzte Aufführung fand im Jahre 1993 anlässlich des 80. Geburtstages von Prof. Alois Staindl, dem Gründervater der Arbeitsgemeinschaft statt. Aufgrund des heurigen 50-Jahr Jubiläums des Dachverbandes der Volkstanzgruppen wurde dieser Tanz zum Abschluss des Jahres eingelernt und im Rahmen des Kathreintanzes nach langer Zeit wieder aufgeführt.
Musikalisch begleitet wurden die Tänzer von einer Schwegelgruppe aus Uttenheim/Gais nach einer handgeschriebenen Aufzeichnung aus dem Jahre 1846.

Judith Unterholzner

Überarbeitete Vereinshomepage vorgestellt

Südtiroler Volkstanz tanzt auch im Internet auf

Neu gestaltete Webseite der Arbeitsgemeinschaft präsentiert

Pünktlich zum Kathreintanzfest wurde der überarbeitete Internetauftritt der Arbeitsgemeinschaft Volkstanz in Südtirol vorgestellt. Zum Abschluss des Jubiläumsjahres hatte man sich selber ein Geburtstagsgeschenk gemacht und die Vereinshomepage in einer neuen und ansprechenden Form gestaltet, die im Meraner Kurhaus erstmals allen Tänzerinnen und Tänzern präsentiert wurde.

Bereits vor zehn Jahren war die Arbeitsgemeinschaft Volkstanz online gegangen und da der Internetauftritt seit jener Zeit nur minimal verändert wurde, bestand das Hauptziel der Neugestaltung der Vereinshomepage vor allem darin die Webseite frischer, jugendlicher und dynamischer zu machen.
Auf die bisherige Webseite aufbauend hat man das Internetangebot deshalb um zahlreiche Inhalte erweitert und die grafische Linie komplett neu gestaltet. Neben einem ausführlicheren Geschichtsteil basierend auf der heuer erschienen Jubiläumsbroschüre ist eine eigene Unterseite zum Thema Presse gestaltet worden.
Komplett neu hinzugefügt wurde auch der Menüpunkt „Bezirke“, der den sechs Bezirken erstmals die Möglichkeit gibt sich und ihre Tätigkeit auf interessante und kreative Art und Weise den Homepagebesuchern näher zu bringen und auch die einzelnen Mitgliedsgruppen vorzustellen.
Sehr vieles verändert hat man auch in der Rubrik „Tänze“, wo erstmals der sehr beliebte Bereich Kindertanz eine Präsentationsmöglichkeit erhalten hat. Aber auch im Bezug auf die traditionellen Tiroler Tänze wurde versucht die Seite möglichst informativ zu gestalten, so dass nun die vollständigen Tanzbeschreibungen aus dem Tiroler Volkstanzbuch abgerufen werden können und zudem auch Videos und Musikbeispiele der Tänze zur Verfügung stehen.
„Die neue Webseite der Arbeitsgemeinschaft ist auch weiterhin unter der Adresse www.arge-volkstanz.org zu finden und soll sich in Zukunft zu einer stets aktuellen und lebendigen Plattform für alle Volkstänzerinnen und Volkstänzer entwickeln,“ beschrieb Judith Unterholzner, Landespressereferentin und Leiterin des Projekts Vereinswebseite, das Ziel der Neugestaltung der Homepage bei der Präsentation im Rahmen des Landes-Kathrein-Tanzfestes.

Judith Unterholzner

Tageslehrgang im Eisacktal

Großes Interesse für überlieferte Volkstänze

Volkstanzlehrgang in Sterzing als Vorbereitung auf den Kathreintanz

Nachdem der Kathreintanz auch in diesem Jahr wieder den feierlichen Abschluss des Volkstanzjahres darstellte, wurde in den Gruppen vor Ort natürlich im Vorfeld fleißig geübt. Um sich noch zusätzlich vorbereiten zu können, organisierte der Volkstanzkreis Wipptal am Sonntag, den 7. November 2010 einen Tageslehrgang zu dem Tänzerinen und Tänzer aus dem ganzen Land nach Sterzing kamen.

Vor der Adventszeit wird jedes Jahr nach dem Motto „Kathrein stellt die Geigen ein“ noch ein Abend im Zeichen des Volkstanzes begangen. Beim Landes-Kathrein-Tanzfest finden sich stets Volkstänzerinnen und Volkstänzer aus dem ganzen Land und darüber hinaus ein, weshalb jeder natürlich optimal vorbereitet zu diesem Höhepunkt im Tanzjahr erscheinen möchte. Schon einen Monat vorher wird meist die Tanzfolge bekannt gegeben und so haben die Volkstanzgruppen die Möglichkeit die verschiedenen Tänze in der Probenarbeit zu wiederholen oder gar neu einzulernen. Neben den einfachen Grundtänzen sind immer auch einige etwas schwierigere Tänze vorgesehen, die nicht in allen Vereinen regelmäßig getanzt werden. Aus diesem Grund hat der Volkstanzkreis Wipptal heuer bereits zum vierten Mal einen ganztägigen Lehrgang organisiert. 34 Tanzbegeisterte jeden Alters waren in den Vigil-Raber-Saal nach Sterzing gekommen, um dort einen Tag lang einfache und anspruchsvolle Tiroler Tänze einzuüben. Als Referenten konnten Helmut und Erika Jenewein aus Hall in Tirol gewonnen werden, die in diesem Bereich sehr erfahren sind und auch schon selber Tanzbeschreibungen publiziert haben. Unter ihrer Anleitung wurden unter anderem der Ahrntaler Landler, der Lüsener Deutsche und der Tiroler Figurentanz getanzt. Die musikalische Umrahmung auf der Ziehharmonika  lag in den Händen von Karl Wieser und Jörgl Frener.
„Dass das Interesse für überlieferte Volkstänze und deren korrektes Tanzen sehr groß ist, zeigt die zahlreiche Beteiligung an diesem Lehrgang, zu dem Tänzerinnen und Tänzer aus dem ganzen Land erschienen sind“, freute sich Helene Nössing, Organisatorin dieser Fortbildungsveranstaltung und Tanzleiterin des Volkstanzkreises Wipptal.

Judith Unterholzner

Winterlehrgang im Haus der Familie am Ritten

Aufgeht’s zum Winterlehrgang

Ein etwas anderer Jahreswechsel mit Tanz und Musik

Wie in den vergangen Jahren lädt die Arbeitsgemeinschaft Volkstanz in Südtirol zum Jahresausklang auch heuer wieder zum traditionellen Winterlehrgang ein. Vom Stephanstag, den 26. Dezember 2010 bis zum Neujahrstag, den 1. Januar 2011 wird im Haus der Familie in Lichtenstern wieder ein interessantes und abwechslungsreiches Programm geboten.

Zu den Kursinhalten gehören neben den bekannten Tiroler Tänzen heuer auch Tänze aus dem Burgenland, eine Kreativwerkstatt, in der Trachtenteile angefertigt werden können, das Schuhplatteln, das Musizieren und Singen in Kleingruppen und heuer bereits zum dritten Mal das Modul Disco Fox. Als Höhepunkt des Lehrganges ist für die Silvesternacht wieder der gemeinsame Fackeltanz aller Kursteilnehmerinnen und Teilnehmer geplant, um das neue Jahr gebührend willkommen zu heißen.
Die Referenten aus Nah und Fern, Helmut Hochkofler (Blechblasinstrumente), Markus Hochkofler (Steirische Harmonika, Hackbrett), Günther Hopfgartner, Theresa Lamprecht (Geige, Saiteninstrumente), Maria Lintner, Werner Moser, Christian Oberlojer (Steirische Harmonika, Gitarre), Fara Prader, Hannes Premstaller (Klarinette), Markus Seppi, Thomas Thaler, Helga Trenkwalder und Gabriela Zelger, werden wiederum dafür sorgen, dass die Teilnehmer zum Jahresausklang eine lehrreiche Woche verbringen werden.
Die musikalische Leitung dieser Fortbildungsveranstaltung hat erneut Maria Delago übernommen. Die Gesamtleitung liegt in den Händen von Irene Mittermair und Werner Mittermair, die dieses umfangreiche und attraktive Kursangebot auf die Beine gestellt haben.

Die Anmeldungen werden noch bis zum 5. November 2010 im Büro der ARGE (E-Mail: info@arge-volkstanz.org, Telefon: 0471/9705550471/970555 begin_of_the_skype_highlightend_of_the_skype_highlighting, Fax: 0471/980922) entgegengenommen.

Judith Unterholzner

 

Datei anzeigen Einladung - Winterlehrgang.pdf

Datei anzeigen Anmeldeformular - Winterlehrgang.pdf

Landesführung im Felsenkeller

Vorstand beim Landeshauptmann zu Gast

Landesführung und Bezirksvertreter auf Besuch im Felsenkeller

Als Dankeschön für die wichtige kulturelle Tätigkeit der Arbeitsgemeinschaft Volkstanz in Südtirol und zur Feier des 50-Jahr Jubiläums des Dachverbandes lud Landeshauptmann Luis Durnwalder vor kurzem den Vorstand in den Felsenkeller im Landesweingut Laimburg. Dabei wurde auf die erfolgreichen Veranstaltungen im heurigen Jubiläumsjahr zurückgeblickt aber gleichzeitig nutzte man auch die Gelegenheit um der Landesregierung für die wichtige Unterstützung Worte des Dankes auszusprechen.

Um die ehrenamtliche Tätigkeit der Funktionäre auf Landesebene sowie der Bezirksvorsitzenden und deren Stellvertreterinnen und Stellvertreter zu würdigen, hatte der Landeshauptmann zu einem Abend in den imposanten, aus dem Berg gesprengten Felsenkeller geladen. Nach einer Besichtigung der Kellerräume in der Tiefe des Mitterberges wurden ein paar edle Tropfen des Landesweingutes verkostet. Der Landeshauptmann ließ es sich dabei nicht nehmen persönlich durch die Barrique- und Flaschenkeller zu führen und von der Tätigkeit der Laimburg als Versuchsanstalt, Kellerei und Schule zu berichten.
In seinen Ausführungen ging er aber auch auf den Volkstanz ein und fand viel Lob für die Tänzerinnen und Tänzer als Kulturträger, die maßgeblich am Erhalt und der aktiven Pflege unserer Volkskultur beteiligt sind. „Tanz als Ausdruck der Freude verbindet Menschen und das über politische, sprachliche und kulturelle Grenzen hinweg, wie nicht nur im Rahmen der Europeade sondern auch bei anderen Veranstaltungen der Arbeitsgemeinschaft immer wieder bewiesen wird“, betonte der Landeshauptmann.
Natürlich nutzte der Vorstand der Arbeitsgemeinschaft diese Gelegenheit um sich auch beim Landeshauptmann in Vertretung der Landesregierung für die finanzielle und vor allem ideelle Unterstützung der Vereinstätigkeit zu bedanken. Monika Rottensteiner, die Erste Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Volkstanz, bestätigt: „ Die Einladung in diesen Repräsentationsraum zeigt die Wertschätzung der politischen Entscheidungsträger für unsere Vereinstätigkeit und stimmt uns positiv, dass man an den zuständigen Stellen auch in Zukunft ein offenes Ohr für die Anliegen der Volkstänzerinnen und Volkstänzer hat.“

Judith Unterholzner

„G’sung, g’spielt, gitonzt“

Volkskultur im Volkskundemuseum

„G’sung, g’spielt, gitonzt“ im Landesmuseum für Volkskunde in Dietenheim

Nach dem Motto „g’sung, g’spielt, gitonzt“ regierten am 12. September 2010 Volkstanz und Volksmusik im Volkskundemuseum in Dietenheim. Einen Tag lang trafen sich verschiedene Musik- und Tanzgruppen sowie zahlreiche Zuschauer im Museum zu einem Hoangort, wo sie aktiv mitwirkten aber auch nur zuhörten bzw. zuschauten.

Zahlreiche Verbände - Südtiroler Volksmusikkreis – Bezirk Pustertal, Arbeitsgemeinschaft Volkstanz, Katholischer Familienverband Dietenheim, Arbeitsgemeinschaft MundART, Heimatpflegeverband Südtirol - luden in Zusammenarbeit mit dem Volkskundemuseum zu dieser besonderen Veranstaltung, die bereits zum neunten Mal organisiert wurde.
Begonnen wurde dieser Tag der Volkskultur mit einem festlichen Gottesdienst in der Pfarrkirche der Brunecker Fraktion. Daraufhin öffnete das Museum Tür und Tor, so dass ein Dutzend Musik- und Tanzgruppen ebenso wie eine Vielzahl an Interessierten Eingang in das Freigelände aber auch den Ansitz Mair am Hof fand. Ein facettenreiches Programm wurde geboten, das vom lustigen sowie geistlichen Volkslied, der Mundart und der Tanzlmusig bis zu den Grundtänzen und auch einfacheren Tiroler Tänzen keine Wünsche offen ließ. Vor allem die vielen Kinder kamen an diesem Tag voll auf ihre Kosten, zeigten die Kindertanzreferentinnen und – referenten des Pustertales doch verschiedene Kindertänze und lustige Tanzspiele. Zudem gab eine Gruppe von 40 Kindern aus dem Raum Bruneck das Ergebnis von fünf Proben mit dem Bezirksreferenten für Kindertanz, Fabian Mutschlechner, zum Besten. „Es ist eine große Freude zu sehen, wie begeistert und mit welcher Motivation die Mädchen und Jungen das Erlernte nicht nur ihren Eltern und Verwandten, sondern auch den vielen Anwesenden vorzeigen wollen“, unterstrich Mutschlechner. Auch Klaus Tappeiner, Zweiter Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Volkstanz in Südtirol, betonte: „Bei diesem Enthusiasmus der Kinder und Jugendlichen bin ich für die Zukunft des Volkstanzes mehr als positiv gestimmt und bin schon gespannt auf die nächsten Auftritte der jungen Tänzerinnen und Tänzer.“
Zum Abschluss der Veranstaltung zeigte eine Gruppe bestehend aus Vertretern der sieben, im Pustertal aktiven Volkstanzgruppen den Tiroler Reiftanz, um so für die bevorstehende Ernte zu danken. Auch die Kinder hatten einen Abschlusstanz vorbereitet und präsentierten zusammen mit den Volkstänzerinnen und Volkstänzern die Woaf in der traditionellen und in einer für Kinder adaptierten Form.

Judith Unterholzner

Gesamttiroler Wallfahrt nach Mariastein

„Tanzend Gott loben“

Gesamttiroler Wallfahrt in Mariastein in Nordtirol

Bereits zum sechsten Mal trafen sich die Volkstänzerinnen und Volkstänzer aus Nord-, Ost- und Südtirol am Sonntag, den 12. September 2010 zur gemeinsamen Wallfahrt. In Mariastein bei Wörgl wurde gemeinsam gebetet und für die vielen schönen Stunden bei Tanz und Musik gedankt.

Im Jahre 1991 wurde als Dank für das Gelingen des 4. Alpenländischen Volkstanztreffens in Südtirol erstmals eine Wallfahrt der Arbeitsgemeinschaften Volkstanz in Südtirol und jener in Nordtirol organisiert. Seit damals treffen sich die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaften südlich und nördlich des Brenners im Vierjahresrhythmus an einem Wallfahrtsort und feiern einen gemeinsamen Gottesdienst.
Auf Einladung der Nordtiroler Arbeitsgemeinschaft fanden sich Volkstänzerinnen und Volkstänzer aus ganz Tirol und auch aus Bayern in Mariastein im Unterinntal ein. Im offenen Innenhof der Wallfahrtskirche zelebrierte Hochwürden Pfarrer Matthias Oberascher einen feierlichen Gottesdienst. Teilnehmer aus allen Teilen Tirols trugen dabei in den Fürbitten ihre Anliegen der Gottesmutter vor. Musikalisch umrahmt wurde die heilige Messe von der Familienmusik Gianmoena, die auch beim anschließenden geselligen Beisammensein zum Tanz aufspielte.
„Die Gesamttiroler Wallfahrt ist eine gute Gelegenheit, um gemeinsam innezuhalten und für die erfolgreiche Tätigkeit beider Dachverbände zu danken, die beide seit mehr als 50 Jahren aktiv sind. Zudem ist der Tanz stets auch eine Ausdrucksform, um Gott zu loben“, betonten die beiden Vorsitzenden Monika Rottensteiner und Kaspar Schreder unisono.
Am Nachmittag wurde im Mariasteiner Hof fleißig getanzt und gefeiert, wie es sich für Volkstänzerinnen und Volkstänzer gehört.
Heuer hatte man sich für Mariastein, die kleinste Gemeinde des Bezirks Kufstein, entschieden, da dieser Wallfahrtsort in diesem Jahr sein 650-Jahr Jubiläum begeht. Die Wallfahrtskirche erhebt sich auf einer zwölf Meter hohen Felsnase und zeichnet sich vor allem durch den imposanten Turm aus. Dieser einstige Wehrturm, ein 42 Meter hoher Bergfried, diente in der Vergangenheit zur Sicherung der alten Römerstraße durch das Unterinntal. Vor mittlerweile 650 Jahren wurde aus der Burg Stein Mariastein und somit der inzwischen wichtige Mariawallfahrtsort in Tirol.

Judith Unterholzner

 

Datei anzeigen Einladung - Gesamttiroler Wallfahrt.pdf

40 Jahre Volkstanzgruppe Tramin

Großes Jubiläumsfest der Traminer Volkstänzer

40 Jahre Vereinsaktivität seit der Wiedergründung

Die Volkstanzgruppe Tramin feiert im heurigen Jahr 2010 ihr 40-jähriges Bestehen. Bereits 1961 wurde dieser Verein gegründet, aber schon nach fünf Jahren wieder aufgelöst. Allerdings erfolgte schon kurz darauf, nämlich im Jahre 1970 Wiedergründung der Volkstanzgruppe.

Am Sonntag, 1. August 2010 fand deshalb ein Fest anlässlich dieses Jubiläums statt, zu welchem die Volkstanzgruppe nicht nur die Traminerinnen und Traminer, sondern auch Volkstänzerinnen und Volkstänzer aus Nah und Fern herzlich einlud. Die Feier begann bei strahlend schönem Wetter mit einem Frühschoppen musikalisch umrahmt von der „Z’Nüne Musig“ aus Vorarlberg. Diese spielte kurz nach Mittag dann auch den großen Auftanz mit welchem ein Reigen an Aufführungen verschiedener Tanzgruppen eröffnet wurde. Bis 17 Uhr fanden dann Auftritte der Jubiläumsvolkstanzgruppe, der Volkstanzgruppe Montan, der Volkstanzgruppe Brixen und der Schuhplattlergruppe Tramin statt. Besonders freute man sich in Tramin, dass auch der „alte Volkstanz“ des Dorfes, bei dem mehrere Gründungsmitglieder dabei sind, und einige ehemalige Mitglieder aus den 90er Jahren einige Tänze aufführten. Auch für die Unterhaltung der Kinder war gesorgt, da einige der Traminer Volkstänzerinnen mit kindergerechten Tänzen und Tanzspielen den Nachmittag gestalteten. Ab 18 Uhr sorgte dann die Gruppe „Merrick“ mit Stimmungsmusik für einen stets vollen Tanzboden.

Marigt Dissertori

Familie und Musik in Lichtenstern

Kinder singen, tanzen und musizieren mit ihren Eltern

Erfolgreiche Woche „Familie und Musik“ in Lichtenstern

Mit einem abwechslungsreichen Konzertabend schlossen am vergangenen Freitag die Teilnehmer die Schulung "Familie und Musik" ab. Familien mit Kindern von 0 bis 15 Jahren hatten sich im Haus der Familie in Lichtenstern mit Gesang, Tanz und Musik beschäftigt und dabei viel Spaß gehabt, wie Robert Schwärzer, der Leiter der Musikwoche, betonte.
Erwachsene und Kinder boten nun zum Abschluss ein buntes Programm: Schuhplattler, Märsche und Polkas, Stühletanz und Luftgitarren, eigene Theaterstücke und Volkslieder. Zum Konzertabend waren auch die Obleute der drei Verbände gekommen, die gemeinsam die Woche organisiert haben: Monika Rottensteiner von der Arbeitsgemeinschaft Volkstanz, Luis Rieder vom Südtiroler Volksmusikkreis und Erich Deltedesco vom Südtiroler Chorverband.

Judith Unterholzner

Europeade in der Landeshauptstadt

Europa tanzt und musiziert in Bozen

Größtes Volkskulturtreffen Europas in der Südtiroler Landeshauptstadt

Fünf Tage lang erstrahlte Bozen in den Farben der Trachten aus allen Teilen Europas. Über 5.500 Tänzerinnen und Tänzer, Musikantinnen und Musikanten und Sängerinnen und Sänger aus mehr als 30 Ländern unseres Kontinents feierten vom 21. bis zum 25. Juli 2010 ein Fest im Zeichen des Friedens und der Freundschaft. Anlässlich verschiedenster Veranstaltungen im Rahmen dieses Festivals gaben sie die Tänze und das Liedgut ihrer Heimat zum Besten und sorgten somit dafür, dass das Herz der europäischen Volkskultur in Bozen schlug.

Zum ersten Mal war die Europeade, die seit 47 Jahren stets in einer anderen Stadt unseres Kontinents ausgetragen wird, in Südtirol zu Gast. Dieses Treffen von Kulturträgern aus ganz Europa - von Grönland über Zypern, von Portugal bis nach Estland – ist stets ein Ort des Zusammenkommens von Menschen aus unterschiedlichen Regionen Europas zum Tanzen, Singen und Musizieren. Der Präsident des Internationalen Europeade Komitees, Bruno Peeters, betont: „Seit der ersten Europeade 1964 versucht diese Veranstaltung die Tradition und Identität jeder vertretenen Region und somit das Kaleidoskop des europäischen Kulturerbes einer größeren Menge zugänglich zu machen.“
Nach dem Motto „Einheit in Verschiedenheit“ wurde auch in Bozen in allen Stadtvierteln getanzt und musiziert. Dabei gab es im Laufe der fünf Festivaltage für die Gruppen eine Vielzahl von Möglichkeiten, um sich und ihre Kultur zu präsentieren. Jeweils 2.500 Tänzerinnen und Tänzer zeigten bei den großen Abendveranstaltungen am Donnerstag zur Eröffnung und als Abschluss am Sonntag in der Eiswelle Tanzformen, -schritte und -figuren, die in Bozen bisher sicherlich nicht zu sehen waren. Bühne frei für die Chöre hieß es am Freitag beim großen Chorkonzert im Auditorium und auch am Sonntag gestalteten sie ein sakrales Konzert im Bozner Dom.
Um den zahlreichen Kindergruppen und auch den jugendlichen Mitgliedern der Tanzgruppen einen Eindruck des Tiroler Tanzgutes zu geben wurde zudem ein Workshop gestaltet. Dabei zeigten Südtiroler Kindertanzreferentinnen und –referenten einheimische Tänze und die fast 200 anwesenden Kinder machten fleißig mit und werden in der Heimat in Zukunft vielleicht auch den einen oder anderen Tanz aus Südtirol proben.
Den Höhepunkt der Veranstaltung stellte wie jedes Jahr der Umzug der europäischen Volksgemeinschaften durch den Veranstaltungsort dar. Sämtlichen Gruppen präsentierten dabei ihre farbenprächtigen Trachten, die schwungvolle Musik und die interessanten Tänze. Mehrere tausend Zuschauer säumten dabei die Straßen der Bozner Altstadt und sorgten für eine unvergessliche Atmosphäre und gute Stimmung, die auch beim anschließenden Europeadeball am Siegesplatz noch bis in die frühen Morgenstunden anhielt. „Musik und Tanz verbinden und ermöglichen eine Kommunikation ohne Worte. Es war großartig zu beobachten und mitzuerleben, wie Menschen aus aller Herren Ländern zusammen feierten und sich trotz sprachlicher Schwierigkeiten blendend verstanden haben“, berichtet Monika Rottensteiner, die Erste Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Volkstanz und gleichzeitig auch Präsidentin des Bozner Organisationskomitees.
Seit über einem Jahr hat das Lokale Organisationskomitee der Arbeitsgemeinschaft Volkstanz in Zusammenarbeit mit der Stadt Bozen und dem Internationalen Europeade Komitee mit Sitz in Belgien an der Realisierung dieser Großveranstaltung gearbeitet. Dabei galt es die eine oder andere Herausforderung zu bewältigen und auch eine Vielzahl von freiwilligen Helfern war im Einsatz. Mehr als 200 Personen jeder Altersklasse, vor allem Mitglieder der Südtiroler Volkstanzgruppen, arbeiteten sowohl im Vorfeld als auch bei der Veranstaltung selbst ehrenamtlich mit. Die Einsatzbereiche waren dabei so facettenreich wie die Trachten und Tänze der teilnehmenden Gruppen: einige fungierten als Begleiter für die Volkstanzgruppen, Chöre und Musikkapellen, andere waren beim Packen der Lunchpakete und beim Vorbereiten der Unterkünfte tätig. Auch beim Auf- und Abbauen der Technik und bei der Verpflegung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer konnte jede helfende Hand gebraucht werden.
Natürlich beteiligten sich die Mitgliedsgruppen der Arbeitsgemeinschaft Volkstanz auch tänzerisch an der Europeade. Schon am Ankunftstag wurden die Europeadegruppen am Waltherplatz mit Südtiroler Tänzen und Klängen auf das Festival eingestimmt und lernten dabei erstmals unsere Volkskultur kennen. Bei der großen Eröffnungsveranstaltung gaben mehrere Gruppen den Startschuss zum Festival und begrüßten die Gäste mit einem flotten Boarischen, womit sie die Figurenvielfalt dieses für unsere Region typischen Tanzes aufzeigten. Auch am großen Festumzug durch die Innenstadt waren Südtiroler Tanzgruppen mit von der Partie und führten den Reigen der über 200 Gruppen an. Zum Abschluss zeigten 24 Paare aus dem Burggrafenamt den Südtiroler Bandltanz und sorgten somit für ein eindrucksvolles Ende dieses größten europäischen Volkstanz- und Musikfestivals. Im Anschluss daran wurde einer Delegation aus Estland symbolisch die Europeadefahne überreicht, wo in Tartu die 48. Ausgabe dieses Festivals stattfindet. Dort werden die Südtiroler Volkstänzerinnen und Volkstänzer wieder auftanzen, um im Juli 2011 die Fahne auch offiziell an den nächsten Austragungsort zu übergeben und einen Teil der Südtiroler Volkskultur einem europäischen Publikum präsentieren.

Judith Unterholzner

Almtanz auf der Plose

Großes Volkstanztreffen im Angesicht der Geisler-Gruppe

Über tausend Tänzerinnen und Tänzer beim Almtanz der Arbeitsgemeinschaft Volkstanz 

Am Sonntag, den 4. Juli 2010, ging auf der Rossalm am Ploseberg bei Brixen der Almtanz der Arbeitsgemeinschaft Volkstanz in Südtirol über die Bühne. Knapp 1.200 Volkstänzerinnen und Volkstänzer aus dem ganzen Land fanden sich zu dieser traditionellen Veranstaltung im Angesicht der Geisler-Gruppe ein.

Zum Auftakt des Tanzfestes zelebrierte Pater Anthony Kibira inmitten der freien Na-tur einen feierlichen Gottesdienst. Dabei forderte die Anwesenden auf „mehr Plätze in der Welt mit Tanz zu beleben, anstatt dort Kriege und Auseinandersetzungen zu führen“. Zum Abschluss der Messfeier lud der Priester die Volkstänzerinnen und Volkstänzer ein, Gott nicht nur durch Gesang sondern auch durch das Tanzen zu loben, was sogleich in die Tat umgesetzt wurde.
Mit dem Auftanz auf 2.200 Metern Meereshöhe wurde der tänzerische Teil der Ver-anstaltung eingeleitet. Für einen stets mehr als nur gut gefüllten Tanzboden zeichne-te die Gruppe „Übern Brenner“ verantwortlich. Die Musikantinnen und Musikanten aus Nord- und Südtirol gestalteten dabei mit flotten Rund- und verschiedensten Volkstänzen ein abwechslungsreiches Programm für Jung und Alt. Zudem sorgten die Burschen der Volkstanzgruppe Brixen mit einigen Schuhplattlern für gute Unter-haltung während der Tanzpausen.
Auch die zahlreichen Kinder kamen nicht zu kurz. Gemeinsam mit den Kindertanzre-ferentinnen aus den verschiedenen Bezirken lernten sie so manchen einfachen Tiro-ler Tanz aber auch mehrere Tanz- und Klatschspiele
Der Almtanz, den die Arbeitsgemeinschaft Volkstanz schon seit 1963 alljährlich or-ganisiert, zählt insbesondere aufgrund des geselligen Aspektes zu den beliebtesten Veranstaltungen des Dachverbandes. „Im heurigen Jubiläumsjahr, wo im Rahmen mehrer Großveranstaltungen das 50. Bestandsjubiläum feierlich begangen wird, hat man sich als Veranstaltungsort bewusst für Brixens Hausberg entschieden, da der Dachverband am 31. Jänner 1960 in der Bischofsstadt aus der Taufe gehoben wor-den ist“, betonte Monika Rottensteiner, die Erste Vorsitzende der Arbeitsgemein-schaft in ihren Grußworten.

Judith Unterholzner

 

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Neues von der Volkstanzgruppe Brixen

Die Volkstanzgruppe Brixen startet durch

Neues Lebenszeichen der Brixner Tänzerinnen und Tänzer 

Dem ehrenamtlichen Einsatz der Brixner Volkstänzerinnen und Volkstänzer ist es zu verdanken, dass in der Bischofsstadt die Tiroler Tänze wieder besonders aktiv gepflegt werden. Nachdem man schon im Jahre 2008 kurz vor dem Aus stand, erlitt die Gruppe durch das plötzliche Ableben des langjährigen Obmannes und Tanzleiters Johann Dander im Dezember des vergangenen Jahres einen erneuten Rückschlag.

Die derzeit 18 Vereinsmitglieder ließen sich aber dadurch nicht entmutigen und starteten mit neuem Schwung und Elan in das heurige Tätigkeitsjahr. Bei der Vollversammlung wurde der Vorstand neu bestellt und Thomas Delmonego zum Obmann der Volkstanzgruppe Brixen gewählt. Die Funktion der Tanzleiterin sowie der Schriftführerin hat Brigitte Fischnaller übernommen. Zum neuen Kassier wählte man Matthias Tauber.
Neben den Volkstänzen aus Süd-, Nord- und Osttirol treffen sich die Burschen auch regelmäßig zum Schuhplatteln. Für das Einlernen dieser Burschentänze zeichnet das langjährige Vereinmitglied Raimund Santifaller verantwortlich.
Zurzeit ist die Volkstanzgruppe in Brixen bestrebt, den in den letzten Jahren neu aufgenommenen Vereinsmitgliedern die notwendigen Tanzschritte und Figurenfolgen zu vermitteln und auch noch weitere Jugendliche für den Verein und die aktive Brauchtumspflege zu begeistern. Vor allem durch verschiedene Auftritte in der Stadt und auch in den umliegenden Dörfern möchte man wieder vermehrt mit dem Verein in der Öffentlichkeit präsent sein. „Wir sind jetzt wieder soweit aktiv in Brixen aufzutreten, vielleicht ja schon beim heurigen Altstadtfest“, berichtet Obmann Thomas Delmonego.
Die Volkstanzgruppe Brixen, die bereits im fernen Jahre 1948 gegründet wurde und zu den Gründungsmitgliedern der Arbeitsgemeinschaft Volkstanz in Südtirol gehört, trifft sich immer Dienstags im Jakob-Steiner-Haus in Milland zu ihren Proben. Interessierte sind herzlich dazu eingeladen.

Judith Unterholzner

Volksmusik und Volkstanz auf der Burg

Volksmusik und Volkstanz auf der Burg

Freies Singen, Musizieren und Tanzen in den Mauern von Schloss Prösels

Schon seit Jahren arbeiten die Arbeitsgemeinschaft Volkstanz in Südtirol, der Südtiroler Volksmusikkreis und das Referat Volksmusik am Institut für Musikerziehung im Rahmen der Plattform Volksmusik eng zusammen. Ergebnis dieser Arbeit war unter anderem die Veranstaltung „Volksmusik und Volkstanz auf der Burg“, welche am Sonntag, den 6. Juni 2010 in den historischen Räumen von Schloss Prösels erfolgreich über die Bühne gegangen ist.

Diese volksmusikalische Begegnung der besonderen Art wurde erstmals in Zusam-menarbeit von den drei Kulturverbänden der Plattform Volksmusik organisiert. Es handelte sich dabei um freies Musizieren und Tanzen mit bekannten Sing-, Musizier- und Volkstanzgruppen in den historischen Räumen sowie im Garten des malerischen Schlosses. Den gesamten Nachmittag über sorgten die Eisenkeller Musig, die Völser Volksmusikanten, die Südtiroler 6er Musig, der Männerchor Völs, der Runkelsteiner Singkreis, der Grödner Frauendreigesang mit Otto Dellago und die Volkstanzgruppen Völs und Kastelruth unter dem Motto „Hereinspaziert!“ für gute Unterhaltung. Dabei stellten sich die Gruppen zunächst den über hundert begeisterten Zuschauerinnen und Zuschauern im Schlosshof vor, um sich sodann auf die ehrwürdigen Räume des Schlosses zu verteilen, wo getanzt, musiziert und gesungen wurde. Nikolaus Köll führte durch diese erste Gemeinschaftsveranstaltung der drei Volksmusikverbände.
Natürlich wurde auch zum aktiven Mitmachen eingeladen, womit man versuchte Tanz, Musik und Gesang sprichwörtlich unter das „Volk“ zu bringen. Dabei fanden besonders der Kindertanz und das Offene Singen mit Sepp Oberhöller großen Anklang. „Diese Veranstaltung bot sowohl für junge Besucher als auch für ältere Interessierte die Möglichkeit verschiedene Lieder, Tänze und Musikstücke kennenzuler-nen und selbst als Musikant, Tänzer und/oder Sänger aktiv zu werden“, betonte Monika Rottensteiner, die Erste Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Volkstanz in Südtirol.
Seinen Abschluss fand der musikalische und tänzerische Augen- und Ohrenschmaus am frühen Abend im Schlosshof, wo noch einmal alle Gruppen ihr Können zeigten und das begeisterte Publikum mit dem Versprechen verabschiedeten, dass die Ver-bände der Plattform Volksmusik auch im kommenden Jahr wieder eine derartige Veranstaltung auf die Beine stellen werden.

Judith Unterholzner

 

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Jubiläumshuangort auf Schloss Tirol

"G’sungen, g’spielt und derzeihlt“

Zwanzigster Huangort der Arbeitsgemeinschaft Volkstanz und des Südtiroler Volksmusikkreises auf Schloss Tirol

Vor mittlerweile zwanzig Jahren wurde die Idee geboren im malerischen Ambiente von Schloss Tirol eine volksmusikalische und volkstänzerische Begegnung zu organisieren. Dadurch entstand der „Huangort“, zu dem der Bezirk Meran der Arbeitsgemeinschaft Volkstanz in Südtirol und des Südtiroler Volksmusikkreises alljährlich einladen. Bei der heurigen Veranstaltung, welche am Sonntag, den 30. Mai 2010 stattfand, wurde das zwanzigste Bestandsjubiläum gebührend gefeiert.

Nach dem Motto „G’sungen, g’spielt und derzeihlt“ ging im Rittersaal von Schloss Tirol ein interessantes und facettenreiches Programm über die Bühne. Für so man-chen musikalischen und tänzerischen Leckerbissen sorgen „Die Gemiatlichen“, die Dorf Tiroler Jagdhornbläser, Pasui (Dudelsack, Drehleier und Schwegel), der Grödner Frauendreigesang sowie die Volkstanzgruppe Ulten. Schon seit längerer Zeit beteiligen sich beim Huangort immer wieder auch befreundete Gruppen aus Österreich. Heuer waren dies die Ottensheimer Tanzlmusig und der Dreigesang mit Klaus Karl aus Oberösterreich sowie aus dem Nordtiroler Unterland der Männerdreigesang „Franz, Fritz und Pep“. Durch das Programm führten die beiden Sprecher Nikolaus Köll und Franz Hermeter, die durch das Einbinden der Mundartdichtung eine besondere Art der Moderation wählten und dadurch vor allem für die erzählerische Komponente verantwortlich zeichneten.
Im Anschluss daran verteilten sich die mitwirkenden Sing-, Musizier- und Tanzgruppen im Schlosshof, wo zum freien Singen, Tanzen und Musizieren eingeladen wurde. „So hatten auch die anwesenden Zuschauer die Möglichkeit, sich aktiv am Programm zu beteiligen und das eine oder andere Lied, Tänzchen oder gar Musikstück kennenzulernen“, so der Organisator und Vorsitzende des Bezirks Burggrafenamt im Südtiroler Volksmusikkreis, Albert Seppi. Besonders die Einlagen der Volkstänzerinnen und Volkstänzer aus dem Ultental sorgten für große Begeisterung. Eifrig beklatscht wurden vor allem die Schuhplattler der Burschen, aber auch beim gemeinsamen Tanzen ließen sich die Besucherinnen und Besucher nicht lange bitten.
Auch die Erste Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Volkstanz, Monika Rottensteiner, unterstrich das positive Echo zur Veranstaltung: „Die zwanzigste Ausgabe des Huangorts, der alljährlich in Zusammenarbeit mit dem Landesmuseum Schloss Tirol ausgetragen wird, hat aufgrund des großen Publikumsinteresses wiederum gezeigt, dass echte Volksmusik in unserem Land einen hohen Stellenwert hat und einen wichtigen Teil der Volkskultur darstellt.“

Judith Unterholzner

 

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Festschrift zum Verbandsjubiläum

50 Jahre Volkstanz zusammengefasst in einem Buch

Verbandschronik der Arbeitsgemeinschaft Volkstanz vorgestellt

Im Rahmen des Jubiläumsfestes der Arbeitsgemeinschaft Volkstanz in Südtirol am Samstag, den 15. Mai 2010 in Eppan wurde auch eine Verbandschronik vorgestellt. Diese Festschrift untersucht unter anderem ein halbes Jahrhundert Verbandsgeschichte, gibt aber auch zahlreiche andere Informationen rund um den Volkstanz und dessen wechselvolle Entwicklung in unserem Lande.

Fünfzig Jahre sind ein Wimpernschlag in der Evolution – aber immerhin schon zwei Generationen in der Geschichte des Volkstanzes in unserem Lande.
Ein halbes Jahrhundert war für die Verbandsführung Anlass genug, die geschichtliche Entwicklung der Arbeitsgemeinschaft Volkstanz in Südtirol in Erinnerung zu rufen, Rückschau zu halten und sich auf die Anfänge und Wurzeln zu besinnen. Aus diesem Grund hat man sich entschlossen, eine Festschrift zu veröffentlichen, die den Werdegang und die zahlreichen Tätigkeiten im Bereich Volkstanz im Laufe der vergangenen 50 Jahre aufzeigt und dokumentiert.
Neben der Geschichte der Arbeitsgemeinschaft werden in dem 136-seitigen Werk aber auch Informationen zur Entstehung der Volkstanzbewegung in Südtirol gegeben. Die diesbezügliche Recherche beginnt bei der vorletzten Jahrhundertwende und zieht sich bis zum volkstänzerischen Neubeginn nach 1945.
Des Weiteren wird ein einem statistischen Teil das Leben der Volkstanzgruppen in Zahlen beschreiben und anhand verschiedenster Diagramme Auskunft zur Entwicklung des Verbandes gegeben. 

Die reichlich bebilderte Festschrift „50 Jahre Arbeitsgemeinschaft Volkstanz in Südtirol“, die von der Landespressereferentin Judith Unterholzner aus Terlan verfasst wurde, ist im Verbandsbüro gegen eine freiwillige Spende erhältlich.

Judith Unterholzner

Jubiläumsfest in Eppan

„Tanzen ist Träumen mit den Beinen“

Großes Jubiläumsfest zum runden Geburtstag der Arbeitsgemeinschaft Volkstanz 

Einen glanzvollen Höhepunkt im heurigen Jubiläumsjahr erlebte die Arbeitsgemeinschaft Volkstanz in Südtirol am Samstag, den 15. Mai 2010 mit ihrer 50-Jahr Feier. Über 500 Tänzerinnen und Tänzer aus dem In- und Ausland sowie zahlreiche Ehrengäste hatten sich zu den Jubiläumsfeierlichkeiten in St. Michael/Eppan eingefunden.

Nachdem man bereits im Januar, exakt 50 Jahre nach der Gründung, mit einer festlichen Vollversammlung das Jubiläumsjahr eingeläutet hatte, fand dieses mit dem Fest in Eppan seinen Höhepunkt.
Eröffnet wurde die runde Geburtstagsfeier mit einem Gottesdienst zelebriert von Pater Martin Maria Steiner, der in seiner Predigt darauf verwies, dass „Tanzen mit Freude erfüllt“. Die musikalische Umrahmung der Festmesse oblag der Gruppe „afzaitn“, die auch für die Gestaltung es offiziellen Teils verantwortlich zeichnete.
Daraufhin stand der Festakt auf dem Programm, den die Erste Vorsitzende, Monika Rottensteiner, mit ihrer Rede begann. „Tanzen ist Träumen mit den Beinen“ war das Motto ihrer Ausführungen zum Volkstanz in Südtirol. Dabei ging Rottensteiner darauf ein, dass sowohl das Tanzen als auch das Träumen dem Sich-Wohlfühlen dienen und für unser Leben bereichernd sind, nachdem wir uns durch den Tanz Neuem öffnen können und die Möglichkeit besteht, interessante Erfahrungen zu sammeln. „Die Beine hingegen geben uns die Bodenständigkeit, die uns zu unseren Wurzeln führt. Wir stehen zu unserem Kulturgut und leben es, indem wir die Tracht mit Stolz tragen und überlieferte Tänze einstudieren und sie somit lebendig erhalten“, so die Verbandsvorsitzende.
Nach einigen Bildimpressionen mit interessanten Schnappschüssen aus den vergangenen 50 Jahren Volkstanz in Südtirol erfolgte die Vorstellung der Verbandschronik. Zunächst ergriff die Verfasserin Judith Unterholzner das Wort und berichtete kurz von den Umständen, die zur Gründung des Verbandes geführt haben und erläuterte den Aufbau und die Entwicklung der Arbeitsgemeinschaft in den ersten 25 Jahren unter dem Gründervater Prof. Alois Staindl. Um bei der Schilderung der wichtigsten Ereignisse des letzten Vierteljahrhunderts des Verbandes auch jene zu Wort kommen zu lassen, die maßgeblich an der Entwicklung und Ausrichtung der Arbeitsgemeinschaft Volkstanz mitgewirkt haben, ging die Buchpräsentation in eine Gesprächsrunde über. Die ehemaligen Ersten Vorsitzenden Walther Egger, Klaus Reichegger und Armin Kobler sowie deren Nachfolgerin Monika Rottensteiner berichteten von ihren Meilensteinen in der Vereinsgeschichte und zeichneten so durch ihre persönlichen Berichte und Geschichten ein gutes Bild der Zeit zwischen 1985 und 2010.
„Volkstänze sind Teil unserer Kulturgeschichte und bilden ein Verbindungsglied zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Es ist eine besondere Freude für mich zu sehen, dass die Arbeitsgemeinschaft Volkstanz in erster Linie Zukunftsarbeit leistet, in dem sie großes Augenmerk auf die Jugend und ihre Freude an Tanz, Musik und Bräuchen legt“, lobte die Kulturlandesrätin Sabina Kasslatter Mur die anwesenden Funktionäre, Tänzerinnen und Tänzer in ihren Grußworten. Auch Helmut Jeglitsch, Vorsitzender der Bundesarbeitsgemeinschaft Österreichischer Volkstanz, dem die Südtiroler Arbeitsgemeinschaft als zehnter Landesverband angehört, gratulierte zum 50. Bestandsjubiläum. Ebenso sprachen der Obmann der Arbeitsgemeinschaft Volkstanz Tirol, Kaspar Schreder, und Eppans Bürgermeister Franz Lintner ihre Grußworte aus
Zu den Gratulanten gehörten unter anderem auch die Landtagsabgeordneten Maria Hochgruber Kuenzer, Elmar Pichler Rolle und Pius Leitner, sowie Margarete Rottensteiner in Vertretung der Stadtgemeinde Bozen. Daneben konnte die Erste Vorsitzende auch zahlreiche Vertreter der befreundeten Brauchtumsverbände beim Jubiläumsfest begrüßen. Neben Luis Rieder vom Südtiroler Volksmusikkreis waren für den Chorvand Margareth Greif , Walter Stifter vom Institut für Musikerziehung, Brigitte Mantinger vom Referat Volksmusik, der Obmann des Verbandes Südtiroler Musikkapellen Pepi Fauster, Gotthard Andergassen in Vertretung des Heimatpflegeverbandes und für den Theaterverband Klaus Runer nach Eppan in den neuen Kultursaal gekommen.
Abgeschlossen wurde der Festakt mit der Ehrung von Hubert Kuppelwieser von der Volkstanzgruppe Schlanders, der für seine 40-jährige Mitgliedschaft in seinem Verein und für viele Jahre als Zweiter Vorsitzender im Vorstand der Arbeitsgemeinschaft das Verbandsehrenzeichen erhielt.
Zur Einstimmung auf den geselligen Teil des Jubiläumsfestes ging es danach zum gemeinsamen Aperitiv. Anschließend standen das Jubiläumsdinner und das Tanzfest im Eisstadion von Eppan auf dem Programm. Bis in den nächsten Morgen schwangen die über 500 Gäste aus Südtirol und auch zahlreiche Freunde aus Österreich und Deutschland zur Musik der „Weinberg Musi“ das Tanzbein.

Judith Unterholzner

 

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Maibaumsetzen in Terlan

Spektakuläres Maibaumfest in Terlan

In Terlan ging gestern das wohl spektakulärste Maibaumfest seit dem 1. Maibaum im Jahre 1995 über die Bühne. Nachdem über 30 Männer den Maibaum mit Muskelkraft aufgestellt hatten, wollte der Baum einfach nicht gerade stehen bleiben. Deshalb hat die Volkstanzgruppe Terlan zusammen mit dem Bürgermeister Klaus Runer entschieden, den Maibaum aus Sicherheitsgründen wieder niederzulegen, damit kein Risiko für die Gäste besteht.

Die Berufsfeuerwehr Bozen wurde daher um die Mittagszeit zu einem nicht alltäglichen Einsatz gerufen und musste den Maibaum auf dem Dorfplatz mit einem Kran sichern und daraufhin wieder vorsichtig zu Boden legen. Währenddessen musste der Terlaner Dorfplatz kurzzeitig geräumt und das Fest für ca. eine halbe Stunde unterbrochen werden. Die Festgäste beobachteten diese spektakuläre Aktion neugierig und feierten anschließend bis in den Abend hinein fröhlich weiter. Für die Gäste hat keine Gefahr bestanden. Es war eine reine Sicherheitsmaßnahme. Heute Vormittag haben einige Volkstänzer und hilfsbereite Bürger den über 29m hohen Maibaum dann mit Hilfe eines Kranes wieder aufgestellt. Da der „Bandltanz“ gestern nicht mehr aufgeführt werden konnte, wird derzeit dafür nach einem Ersatztermin gesucht.
Das Terlaner Maibaumfest 2010 der Volkstanzgruppe Terlan wird so schnell wohl keiner vergessen.

Thomas Haberer

Tanzleiter-Tageslehrgang in Tils

Tanzleiter als Standbein des Volkstanzes

Zukünfitge und aktive Tanzleiter erwerben Grundlagenwissen

Die Tanzleitung stellt eines der wichtigsten Standbeine der 52 Volkstanzgruppen unseres Landes dar. Aus diesem Grund bietet die Arbeitsgemeinschaft Volkstanz in Südtirol immer wieder Lehrgänge für angehende und auch für aktive Tanzleiter an. So auch am vergangenen Wochenende in Tils, wo sich 12 Tanzleiter zur gemeinsamen Weiterbildung eingefunden haben.

Tanzen ermöglicht das Knüpfen sozialer Kontakte, ist sportliche Betätigung und gleichzeitig geistige Aktivität. Beim Volkstanz handelt es sich zudem auch noch um die aktive Pflege von Kultur und Brauchtum, denn überlieferte Tanzformen aus verschiedenen Talschaften leben durch die Auftritte und Proben der Gruppen weiter.
Doch das Zeigen und Lehren von einfachen und auch anspruchsvollen Tanzformen will gelernt sein. Um bereits praktizierenden und auch zukünftigen Tanzleitern das nötige Handwerkszeug und Wissen zu vermitteln, organisiert die Arbeitsgemeinschaft Volkstanz in Südtirol regelmäßig Lehrgänge. Am vergangen Sonntag fand in Tils bei Brixen das erste Modul einer mehrteiligen Ausbildung statt, an der sich 12 Tanzleiter aus dem Eisacktal und dem Pustertal beteiligten.
Der Kursleiter und Referent für Aus- und Weiterbildung der Arbeitsgemeinschaft, Hansjörg Job, vermittelte den Seminarteilnehmern verschiedene didaktische Methoden, um Anfängern Polka, Walzer, Boarischen und Mazurka beizubringen. Auf die musikalischen Grundlagen ging Maria Delago ein und gab auch praktische Tipps zum Austausch zwischen Tanzleitung und Musikanten. Zudem begleitete sie die Lehrproben, in denen die Teilnehmer beim Erklären und Vorzeigen von einfachen Grundtänzen und auch anspruchsvollen Großformen das Gelernte gleich in die Praxis umsetzten konnten.
„Die Tanzleitung ist sehr facettenreich und umfasst nicht nur einen sportlichen und sozialen sondern auch einen wissenschaftlichen Aspekt, denn die Kenntnisse in der Tanzkunde sind ebenso gefordert wie die Fähigkeit die Vereinsmitglieder immer neu motivieren zu können“, beschreibt Hansjörg Job die Anforderungen an die aktiven und angehenden Tanzleiter.

Judith Unterholzner

Kindertanz im Pustertal

„Kindertanz ist der Grundstein des Tanzens“

Kindertanzeinheiten für 125 Volksschüler im Pustertal

Bewegung, Tanz und Spiel gehören zu den elementaren Ausdrucksformen des Menschen. Besonders Kinder hören Musik und reagieren auf diese spontan mit Bewegung. In den Spielformen der Kinder stellen Bewegung, Sprechen und Spielen eine Einheit dar. Um diese Entwicklungen zu fördern hat die Arbeitsgemeinschaft Volkstanz in Südtirol während des Schuljahres 2009/2010 im Rahmen des Projektes „Volksmusik in der Schule“ im Pustertal verschiedene Tanzeinheiten gestaltet.

Der Kinder- und Jugendtanzreferent des Pustertales, Fabian Mutschlechner, und die Kindertanzleiterinnen Luisa Jäger und Karin Mutschlechner haben in den letzen Monaten in zahlreichen Grundschulen des Tales 16 Einheiten abgehalten. Für den Kindertanzunterricht in den Ganztagesklassen der J. Bachlechner Schule in Bruneck zeichnete sich Luisa Jäger verantwortlich. Fabian und Karin Mutschlechner zeigten in den Grundschulen von Uttenheim, Ahornach und Pfunders verschiedene Kindertänze, wie die Riesenschlange, den Auftanz, den Kikeriki oder Robinson. Musikalisch unterstützt wurden sie dabei durch Maria Mölgg und Leo Oberhöller. Insgesamt wurde mit 125 Kindern getanzt, gespielt und gesungen.
„Hauptziel der Arbeitsgemeinschaft Volkstanz ist es, bei den Kindern die Freude am Tanzen zu wecken und unsere Tanz- und Singkultur weiter zugeben. Der Kindertanz bildet den Grundstein für das (Volks)tanzen“, so Fabian Mutschlechner. Bewegung und somit auch Tanzen sind elementar für eine gesunde Entwicklung. Tanzen fordert und fördert den ganzen Menschen. Es tut nicht nur dem Körper gut, sondern auch der Seele, denn es werden Kognition, Kreativität, Musikalität, Motorik, Raumorientierung, Koordinationsfähigkeit, Körpergefühl bzw. –wahrnehmung, Sozialverhalten und auditive und visuelle Wahrnehmung verbessert.
Der Kindertanz, wie er heutzutage von den Referentinnen und Referenten in Südtirol gezeigt wird, hat sich aus dem Volkstanz für Erwachsene entwickelt, da man der Meinung war, dass Kinder ein Recht auf ein altersadäquates Tanzgut haben. Diese Tanzformen werden seit etwa 100 Jahren aufgezeichnet und haben viel mehr Varianten als Volkstänze. Die Arbeitsgemeinschaft Volkstanz in Südtirol organisiert in Zusammenarbeit mit der Bundesarbeitsgemeinschaft Österreichischer Volkstanz immer wieder Fortbildungsveranstaltungen für aktive und angehende Kindertanzleiter, wo diese Tänze gelehrt und vertieft werden.

Judith Unterholzner

Tanzleiter-Tageslehrgang in Girlan

"Als Quelle des Tanzes gilt die Freude"

Tageslehrgang für aktive und angehende Tanzleiter

Auf die Tanzleiterausbildung legt die Arbeitsgemeinschaft Volkstanz in Südtirol in der Weiterbildung seit Jahren einen Fokus, da diese Funktionäre die Basis für die Tätigkeit der Volkstanzgruppen darstellen. Aus diesem Grund hat am vergangenen Wochenende im Tannerhof in Girlan ein Tageslehrgang für zukünftige aber auch bereits aktive Tanzleiter stattgefunden.

Aufgrund der Überzeugung, dass eine Volkstanzgruppe nur so gut und so gern tanzt, wie ihr Tanzleiter es tut, hat man sich bei der Arbeitsgemeinschaft Volkstanz seit einigen Jahren mit der Überarbeitung und Neugestaltung der Tanzleiterausbildung auseinandergesetzt. Ergebnis dieser Arbeit ist ein einführender Tageslehrgang für Tanzleiter mit mehr oder auch weniger Erfahrung, auf den dann Wochenendlehrgänge aufbauen, die in Zusammenarbeit mit der Arbeitsgemeinschaft Volkstanz Tirol durchgeführt werden.
Bereits die zweite eintägige Ausbildungseinheit ging am vergangenen Sonntag in Girlan über die Bühne, wo sich 15 Volkstänzerinnen und Volkstänzer aus den Bezirken Bozen und Überetsch-Unterland einfanden. Die beiden Referenten Markus Seppi und Arnold Mairhofer stellten den Tag und ihre Ausführungen ganz unter das Motto „Als Quelle des Tanzes gilt die Freude“. Es wurde sowohl auf methodische als auch didaktische Fähigkeiten und Fertigkeiten eingegangen, die ein Tanzleiter mitbringen und/oder sich aneignen sollte. Was ein angehender Tanzleiter alles über das Tiroler Tanzgut, aber auch darüber hinaus wissen sollte, wie man an die Planung einer Probe in der Gruppe oder an ein Offenes Tanzen herangeht - dies und vieles mehr wurde vermittelt bzw. in kleinen Gruppen von den Teilnehmern selbst erarbeitet. Die zwischendurch eingelegten Tanzeinheiten lockerten das Programm auf und so wurde die erlernte Theorie auch gleich in die Praxis umgesetzt.
Ingrid Marginter sorgte auf der Steirischen für die musikalische Umrahmung, spielte bei den Probeneinheiten und erläuterte zudem in ihrem Referat die Beziehung zwischen der Tanzleitung und dem Spieler. Ob Zwei- oder Drei-Viertel-Takt, ob der Tanz mit einem Auftakt oder einem Vorspiel beginnt und auf vieles mehr wurde dabei eingegangen.
„Tanzleiter erfüllen in der Probengestaltung eine sehr wichtige Aufgabe: Durch fundiertes Wissen und durch eine feinfühlige und angenehme Umgangsform übernehmen sie für abwechslungsreiche Proben die Verantwortung,“ so der Organisator des Lehrganges und Referent für Aus- und Weiterbildung der Arbeitsgemeinschaft, Hansjörg Job.

Judith Unterholzner

Sportliches aus dem Bezirk Pustertal

Sportliche Volkstänzer im Pustertal

Das heurige Jahr begann der Bezirk Pustertal einmal sehr sportlich. 
Am 9. Februar 2010 fand das Eisstockschießen in Issing am Sportplatz statt. Es trafen sich elf Mannschaften der Volkstanzgruppen des Bezirks. Als Sieger aus diesem lustigen Wettstreit ging die Volkstanzgruppe Innichen nach Hause. Nach dem Schießen wurde noch bei einer köstlichen Gerstensuppe und Tirtlen, die die Vorsitzende Karin Mutschlechner gebacken hatte, gefeiert. 
Nur drei Wochen später, am 26. Februar 2010, trafen sich die Gruppen des Bezirkes zum bereits traditionellen Luftgewehrschießen. Für die Organisation dieser geselligen Aktion zeichnete sich Michael Töchterle verantwortlich. Es wurde nicht nur geschossen, sondern man musste auch bei einigen anderen Spielen sein Talent beweisen. Die Summe alle Disziplinen ergab den Sieger, wo die Volkstanzgruppe Luttach dank Sonia Gasser, die Punktbeste mit noch einer Teilnehmerin der VTG Gadertal war.
Der Abend klang auch hier mit einem gemütlichen Zusammensein und einen gutem Essen aus.
"Das Treffen der einzelnen Gruppen ist für die Gemeinschaft und den Austausch untereinander sehr wichtig", betont Karin Mutschlechner, Bezirksvorsitzende des Pustertals. "Es fördert die Gemeinschaft und den Zusammenhalt des Volkstanzes." Karin möchte noch mehr mit den Gruppen zusammenarbeiten und ihnen Helfen um auch das Volkstanzen im Pustertal zu erhalten.

Fabian Mutschlechner

Festvortrag zum 50. Jubiläum

"Die junge Tradition und die alte Zukunft"

Festreferat von Stefan Benedik Karner anlässlich der 50. Jahresvollversammlung der Arbeitsgemeinschaft Volkstanz

Warum die Zukunft von „Volkskultur“ nichts mit dem Alter ihrer Akteurinnen und Akteure zu tun hat, war einer jener Denkanstöße, die Stefan Benedik Karner in seinem Referat im Rahmen der heurigen Jahresvollversammlung der Arbeitsgemeinschaft Volkstanz gegeben hat. Karner, der als Historiker und Anthropologe an der Universität Graz tätig ist, engagiert sich schon seit einiger Zeit für den Volkstanz. Dabei ist er als Beirat für Jugendarbeit im Vorstand der Bundesarbeitsgemeinschaft Österreichischer Volkstanz aktiv und organisiert auch die jungen! tanz tage.

In seinem Festvortrag räumte der Referent zunächst mit einigen Vorurteilen zur Jugend von heute auf. Anhand historischer Inschriften und Zitate führte er den Anwesenden vor Augen, dass die derzeitige Jugend alles andere als anders ist und schon vor Jahrtausenden Vorurteile gegenüber der jungen Generation unsere Haltung geprägt haben, was immer wieder zu unbegründeten Berührungsängsten geführt hat. Auch die Entwicklungen unserer Zeit wirken sich nicht nur auf die Jugendlichen aus, sondern stellen an Menschen aller Altersgruppen neue Anforderungen und bieten ihnen gleichzeitig auch neue Freiräume. Somit stehen alle Generationen vor der schwierigen Entscheidung, wie sie ihre Freizeit gestalten und in welchen Bereichen sie aktiv werden wollen. Die Versteifung der Volkskulturpflege auf die 15-30 Jährigen ist dadurch als unberechtigt anzusehen und kann den verschiedenen Organisationen zum Stolperstein werden, da man andere Zielgruppen komplett aus dem Auge verliert.
Besondere Aufmerksamkeit schenkte Karner dem Phänomen, dass für viele im Begriff „Volkskultur“ auch noch eine gewisse „Folg!Kultur“ mitschwingt. Gar einige Barrieren können dadurch gegenüber potentiell Interessierten aufgebaut werden, denn das unreflektierte Übernehmen von Regelen und Vorgaben, kann ebenso wie der stets pädagogische und moralische Anspruch, die Idee der (Volkstanz)familie und auch die Verbindung zu Ideologien bremsend wirken. Und zwar nicht nur im Bezug auf die Kreativität bzw. den kreativen Umgang mit der Volkskultur sondern auch über die prinzipielle Entscheidung zum Mitmachen. Mit der Aufforderung „Seht die Tradition als Angebot und nicht als Pflichtprogramm“ unterstrich der Festredner die lebenslange Bindung an den Verein als Chance, keineswegs aber als Pflicht zu sehen, da „Volkskultur, die man nicht heiraten muss, attraktiver ist“.
Auch auf die teils sehr widersprüchlichen Ansprüche der Volkskultur ging Karner ein und legte in seinen Erläuterungen den Fokus auf die gängigen Bilder der Volkskultur, die fälschlicherweise annehmen, dass es sich um etwas Zeitloses handelt, das unabhängig von politischen, wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und kulturellen Entwicklungen seinen Bestand hat. In Wirklichkeit ist aber auch die Volkskultur von den einhergehenden Änderungen in keinster Weise gefeit, was die Tradition aber auch „echt“ macht. „Tradition ist nur durch Veränderung möglich“, ist Karner überzeugt, der auch betonte, dass Ausgrenzungen, Regeln und Normierungen, Sendungsbewusstsein und Missionierungsbetrieb und Altmeister und Gurus eine Bedrohung für die Tradition darstellen.
Abschließend versuchte er den anwesenden Funktionärinnen und Funktionären die Angst vor scheinbar bedenklichen Tendenzen und herrschenden Vorurteilen zu nehmen und lud alle ein, Volkskultur neu zu denken. Nur wenn wir diese Entkrampfen (Hindernisse beseitigen), Ent-Werten (Einsicht, dass die Aktivität der Volkskultur nicht besser oder schlechter ist als andere), Aufwerten (Kreativität macht Tradition lebendig und breitenwirksam) und von Zwängen befreien, dann hat Tradition eine Chance und dann ist auch die Arbeitsgemeinschaft Volkstanz in Südtirol für die nächsten 50 Jahre ihrer Tätigkeit bestens gerüstet.

Judith Unterholzner

50. Jahresvollversammlung

Südtiroler Volkstanz feiert runden Geburtstag

50. Jahresvollversammlung der Arbeitsgemeinschaft Volkstanz in Brixen abgehalten

Auf den Tag genau ein halbes Jahrhundert nach ihrer Gründung hielt die Arbeitsgemeinschaft Volkstanz in Südtirol am 31. Jänner 2010 ihre Vollversammlung ab. Während vor 50 Jahren auf Einladung von Prof. Luis Staindl noch 12 Volkstanzgruppen nach Brixen kommen waren, fanden sich heuer über 200 Volkstänzerinnen und Volkstänzer im Vinzentinum ein, um das Jubiläumsjahr feierlich zu eröffnen.

Im Anschluss an einen Dankgottesdienst, welcher von Spiritual Fabian Tirler in der Herz-Jesu-Kirche des Vinzentinums zelebriert wurde, trafen sich die Funktionäre der 52 Volkstanzgruppen im malerischen Parcivalsaal.
Die Erste Vorsitzende, Monika Rottensteiner, blickte in ihrem Bericht, untermalt von aufschlussreichen Bildern im Hintergrund, auf eine rege Tätigkeit zurück. Zahlreiche Volkstanzfeste und Jubiläumsfeiern (in Oberbozen, Untermais, Terlan, Schenna und Wiesen) landauf landab , der Sänger- und Musikantenhoangart auf Schloss Tirol, der Almtanz in Lazins/Pfelders sowie der Kathreintanz in Meran erfreuten sich wieder großer Beliebtheit. Auch die Aus- und Weiterbildung der Tänzerinnen, Tänzer, Musikanten und Funktionäre stellt einen wichtigen Aspekt der Tätigkeit der Arbeitsgemeinschaft dar. Neben dem traditionellen Winterlehrgang und der Familienwoche, wurden auch wieder mehrere Tageslehrgänge organisiert. Zudem hat man Seminare für die stetig ansteigende Zahl der Kinder- und Jugendtanzreferenten angeboten und erstmals wurde auch der neu überarbeitete Tageslehrgang für Tanzleiter ausgerichtet. „Die Tanzleitung ist sicherlich das Herzstück einer Volkstanzgruppe, weshalb es unserer Arbeitsgemeinschaft schon seit den Gründungsjahren sehr wichtig ist, die Tanzleiterinnen und Tanzleiter mit dem notwendigen Werkzeug auszustatten und ihre Motivation zu fördern“, sagte Monika Rottensteiner. Auch im heurigen Jahr werden unter der Führung des Referenten für Aus- und Weiterbildung, Hansjörg Job, wieder derartige Seminare über die Bühne gehen.
Auch das heurige Jubiläumsjahr, für Rottensteiner ein „Jahr im Zeichen des Volkstanzes“, wird nicht weniger intensiv werden, was die Tätigkeitsvorschau beweist. Denn neben den alljährlichen Tanz- und Fortbildungsveranstaltungen stehen auch zahlreiche Höhepunkte auf dem Programm: das Jubiläumsfest in St. Michael Eppan, der 20. Sänger- und Musikantenhoangart in Dorf Tirol, die Aktion „Volksmusik auf der Burg“, welche in Zusammenarbeit mit den Institutionen der Plattform Volksmusik abgehalten wird, der Almtanz am Ploseberg, die 47. Europeade in Bozen und natürlich das Landes-Kathrein-Tanzfest in Meran.
Einer der Höhepunkte der Jubiläumsvollversammlung war der Festvortrag des Historikers und Beirates für Jugendarbeit der Bundesarbeitsgemeinschaft Österreichischer Volkstanz, Stefan Benedik Karner, der sich mit dem Thema „Die junge Tradition und die alte Zukunft“ auseinandersetzte. In seinen Ausführungen verwies er darauf, dass die Zukunft von Volkskultur nicht notgedrungen nur mit dem Alter ihrer Akteure zu tun haben muss und räumte mit einigen Vorurteilen und Widersprüchen aus. „Seht die Tradition als Chance und nicht als Pflicht, denn nur durch Veränderung ist Tradition möglich“, gab Karner den Tänzerinnen und Tänzern für ihre Arbeit in den Gruppen vor Ort mit auf den Weg.
Dass ein Dachverband, wie die Arbeitsgemeinschaft Volkstanz in Südtirol, fünf Jahrzehnte bestehen kann, ist vielen treuen und engagierten Mitgliedern zu Verdanken, die die Stütze einer ehrenamtlichen Organisation sind. Zu diesen zählen Hermann Matzoll, Karin Leitner Mutschlechner, Toni Ortner und Klaus Reichegger, die für ihren 25-jährigen Einsatz im Dienste der Volkstanzpflege eine Urkunde mit Ehrenabzeichen entgegennahmen. Für ganze 40 Jahre Tätigkeit in mehreren Volkstanzgruppen wurde Siegfried Mairl ausgezeichnet
Neben den in Festtagstracht gekleideten Volkstänzerinnen und Volkstänzern konnte die Erste Vorsitzende auch zahlreiche Ehrengäste, Vertreter von Verbänden, deren Zusammenarbeit, sei es organisatorisch oder inhaltlich, der Arbeitsgemeinschaft ein Anliegen ist, zur Jubiläumsvollversammlung begrüßen. So waren die Bozner Stadträtin Margarethe Rottensteiner, Paula Bacher Marcenich, Stadträtin in Brixen, der Regens des Vinzentinums Konrad Willeit, Luis Rieder, Obmann des Südtiroler Volksmusikkreises, Brigitte Mantinger und Florin Pallhuber in Vertretung des Referates Volksmusik am Institut für Musikerziehung, der Vizeobmann des Südtiroler Sängerbundes Erich Deltedesco, Alfred Sinner in Vertretung der Südtioler Bauernjugend und Alfons Gruber, Schriftleiter des „KulturFensters“ ins Vinzentinum gekommen.
Natürlich folgten auch viele ehemalige Funktionäre der Einladung des Vorstandes, wie das Gründungsmitglied Luis Veit und die bisherigen Ersten Vorsitzenden Walther Egger, Klaus Reichegger und Armin Kobler. Zusammen mit ihrer Nachfolgerin Monika Rottensteiner schnitten sie anlässlich des Jubiläums eine riesige Geburtstagstorte an und feierten beim gemütlichen Beisammensein den runden Geburtstag der Arbeitsgemeinschaft Volkstanz. Für die musikalische Gestaltung der gesamten Feier zeigte sich die „Latzfonser Stubenmusig“ verantwortlich.

Judith Unterholzner

 

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Jubiläum der Arbeitsgemeinschaft

50 Jahre im Dienst des Volkstanzes

Wir feiern heuer ein halbes Jahrhundert Arbeitsgemeinschaft Volkstanz in Südtirol. Dieses Ereignis bietet die Gelegenheit, auf das Geleistete zurückzublicken, eine Bestandsaufnahme zu machen und sich über die Zukunft Gedanken zu machen.
Die Arbeitsgemeinschaft zur Pflege des Volkstanzes in Südtirol wurde am 31. Jänner 1960 von Prof. Luis Staindl zusammen mit zwölf Volkstanzgruppen in Brixen gegründet. Mittlerweile sind 52 Südtiroler Volkstanzgruppen mit über tausend Tänzerinnen und Tänzern Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft.

Volkstanz hat es in Südtirol natürlich auch vor der Gründung der Arbeitsgemeinschaft gegeben, selbst in den schwierigen zwanziger und dreißiger Jahren. Nach dem Zweiten Weltkrieg war, wie auch in anderen Gebieten (Österreich, Deutschland) ein Neubeginn notwendig geworden. Es waren zuerst einzelne Versuche von Volkstanzbegeisterten, einige wenige Gruppen aufzubauen. Gelegentliche Auftritte dieser Gruppen und häufigere Anfragen von auswärts gaben den Anstoß, dem Volkstanz größere Aufmerksamkeit zu widmen.
Im Jahre 1958 wurde vom Landesverband für Heimatpflege und dem Landesressort für Schule und Kultur ein Ausbildungslehrgang für Volkstanz durchgeführt. Nachdem dieser äußerst erfolgreich über die Bühne gegangen war und großen Zuspruch gefunden hatte, startete man den Versuch, eine einheitliche Ausrichtung und Zusammenarbeit der Gruppen zu erreichen, indem der Landesverband für Heimatpflege den Beschluss fasste, eine eigene Arbeitsgemeinschaft zu gründen und dem Verbande anzugliedern. Am 31. Jänner 1960 wurden die damals bestehenden zwölf Gruppen zur Gründerversammlung nach Brixen eingeladen und diese genehmigten das erste Statut und beschlossen die Gründung der Arbeitsgemeinschaft. Zum Vorsitzenden wurde Luis Staindl, bestimmt. Die Hauptzielsetzung der Arbeitsgemeinschaft wurde vom Vorsitzenden in einem Einführungsreferat kurz dargelegt: Die Volkstanzpflege vertritt den Standpunkt, dass es viel wichtiger ist, dass 100 Paare fünf Tänze können, als fünf Paare 100 Tänze.

Diesem Ziel haben wir uns bis heute verschrieben und es ist weiterhin eine der Hauptaufgaben unserer Arbeitsgemeinschaft. Wie ist dieses Ziel zu erreichen? Ein sicherer Erfolg kann unserer Arbeit nur dann beschieden sein, wenn wir zunächst in einzelnen Lehrgängen Tanzleiterinnen und Tanzleiter heranbilden, die einerseits die notwendigen praktischen Kenntnisse vermittelt bekommen, andererseits aber auch in die theoretischen Grundlagen, d.h. in Wesen und Bedeutung des Volkstanzes, eingeführt werden.
Diese Funktionäre sind für die Weitergabe und das Erlernen der Tänze vor allem in den Gruppen von grundlegender Wichtigkeit und sie sind somit die tragenden Elemente im Volkstanzwesen. Auch bei Lehrgängen und Offenen Tanzen müssen wir auf fachkundige und erfahrene Tanzleiterinnen und Tanzleiter zurückgreifen können.
Die immer größer werdende Gruppe der Kindertanzreferentinnen und -referenten zeigt bei mehreren Veranstaltungen landauf landab Kindertänze vor und regen Kinder zum Mittanzen an. Die Begeisterung der Kinder für Tanz- und Singspiele ist ein Hineinschnuppern und kann in späteren Jahren das Interesse am Volkstanzen wecken oder bestätigen.

Die Rahmenbedingungen des Volkstanzens haben sich in den letzten Jahrzehnten stark verändert und es ist immer wieder eine Herausforderung für die Verantwortlichen, sei es in den Volkstanzgruppen, als auch auf Bezirks- und Landesebene, die Volkstanz-Aktivitäten so zu gestalten, dass sie der Zeit angepasst, aktuell und interessant sind, unter Beibehaltung der grundsätzlichen Werte, denen sich der Volkstanz verpflichtet.
Es war und ist uns ein Bestreben, den Volkstanz nicht nur als Vorzeigeprodukt der überlieferten Brauchtumspflege zu bewahren, sondern die vielen verschiedenen Tänze den Menschen nahe zu bringen und sie mit Freude und Überzeugung zu leben. Volkstanzen ist eine gesunde Freizeitbeschäftigung, zudem werden Grundwerte der Tiroler Volkskultur vermittelt, somit ist es eine Bereicherung für jeden, der es tut. Das gemeinsame Tanzen ist eine gemeinschaftliche Aktivität, durch die Körper und Geist in Einklang gebracht werden. In den letzten Jahren haben wir versucht besonders auch der Jugend dieses unterhaltsame Hobby nahe zu bringen und es für sie interessant zu machen.

Um das 50-Jahr Jubiläum der Arbeitsgemeinschaft gebührend zu feiern, sind im Laufe des Jahres 2010 eine Vielzahl von Veranstaltungen geplant. Dabei möchten wir auf unsere langjährige kulturelle Tätigkeit im Sinne des Brauchtums und der Tradition aufmerksam machen.
Wir hoffen, dass zahlreiche Freunde des Volkstanzes unsere Veranstaltungen besuchen und dass wir viele neue Interessierte mit unserer Freude und Begeisterung am gemeinsamen Tanzen anstecken können.

Monika Rottensteiner
Erste Vorsitzende

Klaus Tappeiner
Zweiter Vorsitzender

Kindertanztageslehrgang in Pfalzen

„Kindern das (Volks)tanzen schmackhaft machen“

Kindertanzseminar der Arbeitsgemeinschaft Volkstanz in Pfalzen

Vor Kurzem fand im Haus der Vereine in Pfalzen eine Fortbildungsveranstaltung für angehende Kinder- und Jugendtanzleiterinnen und -leiter statt. Die Referentin Luisa Jäger vermittelte dabei überlieferte Tänze und Tanzspiele und gab zahlreiche Anregungen zum kreativen Umgang mit den verschiedenen Bewegungsformen.

Den 21 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die sowohl in den zahlreichen Volkstanzgruppen unseres Landes aktiv sind als auch bei ihrer täglichen Arbeit in Schulen und Kindergärten mit dem Kindertanz zu tun haben, wurden dabei die einzelnen Aspekte des Kindertanzes nähergebracht. Luisa Jäger zeigte traditionelle Kinder- und Jugendtänze aus dem europäischen, vor allem aber dem alpenländischen Raum sowie methodisch-didaktische Wege der Tanzvermittlung. Zudem erhielten die Anwesenden grundlegende Basisinformationen zu überlieferter Tanzliteratur.
Natürlich brachten auch die Kursteilnehmer, welche aus dem ganzen Land ins Pustertal gekommen waren, ihre Erfahrungen mit ein, so dass das Seminar zu einem lehrreichen und auch unterhaltsamen Tag für alle Beteiligten werden konnte.
„Die Kindertanzleiter und -leiterinnen sind die Boten des überlieferten Tanzgutes. Wichtig ist es, den Kindern das (Volks)tanzen schmackhaft zu machen, um unsere Kultur zu erhalten. Nur wer selber Freude am Tanzen hat, kann das auch vermitteln“, so der Kindertanzreferent des Bezirks Pustertal und Organisator des Kurses, Fabian Mutschlechner.
Diese Fortbildungsveranstaltung ist Teil des mehrtägigen Ausbildungslehrganges zum Kinder- und Jugendtanzleiter, welchen die Arbeitsgemeinschaft Volkstanz in Südtirol in Zusammenarbeit mit der Bundesarbeitsgemeinschaft Österreichischer Volkstanz alljährlich anbietet.
Dass Kindertanz in ist, zeigt sich schon seit einiger Zeit an der steigenden Anzahl der Referenten und Referentinnen für Kinder- und Jugendtanz innerhalb der Arbeitsgemeinschaft Volkstanz in Südtirol. Im Rahmen des Projektes „Wir singen unsere Lieder“ werden im heurigen Schuljahr 88 Tanzeinheiten in Südtiroler Volksschulen abgehalten werden. Zudem wird den Grundschulen auch die Möglichkeit geboten Lied- und Notenmaterial zu beziehen und verschiedene andere Angebote, wie Volksmusikbegegnungen in der Schule, Tanzleiter für Kinder- und Volkstänze und Fortbildungsseminare für Lehrpersonen in Anspruch zu nehmen.

Judith Unterholzner

Bezirksvollversammlung im Burggrafenamt

"Volkstanz ins Burggrafenamt tragen"

Vollversammlung des Bezirks Burggrafenamt der Arbeitsgemeinschaft Volkstanz

Vor Kurzem fand in der Feuerwehrhalle von Dorf Tirol die alljährliche Vollversammlung des Bezirks Burggrafenamt der Arbeitsgemeinschaft Volkstanz in Südtirol statt. Dabei erschienen zahlreiche Vertreter der 14 Volkstanzgruppen des Bezirks, um gemeinsam auf ein ereignisreiches Jahr Rückschau zu halten und auch schon erste Aktionen für das heurige Tätigkeits- und Tanzjahr zu besprechen.

Das erste Amtsjahr des neuen Vorstandes stand unter dem Motto „Wo befreundete Wege zusammenlaufen, sieht die ganze Welt wie Heimat aus.“ Gemäß diesem Leitspruch begrüßte der Bezirksvorsitzende Markus Seppi die Volkstanzgruppen aus der Umgebung von Meran zur gemeinsamen Vollversammlung. Die Volkstänzerinnen und Volkstänzer aus Algund, Burgstall, Dorf Tirol, Hafling, Lana, Marling, Nals, Naturns, Obermais, Riffian, St. Felix, Schenna, Ulten und Untermais blickten noch einmal auf das intensive Jahr 2009 zurück. Neben den alljährlichen Veranstaltungen, wie dem Landes-Kathrein-Tanzfest im Kursaal von Meran und dem Mitwirken beim Bauerngalopprennen am Ostermontag auf dem Pferderennplatz, fand im letzten Jahr auch der traditionelle Almtanz in Lazins/Pfelders statt. Des Weiteren wurde ein Tanzleiter-Tageslehrgang in Zusammenarbeit mit dem Bezirk Vinschgau ausgetragen und auch beim Sänger- und Musikantenhoangart auf Schloss Tirol hat man mitorganisiert und aufgetanzt.
Der Höhepunkt des vergangenen Jahres war aber sicherlich der Bau eines Bezirkstanzbodens. „Unter der Leitung des Bezirkskassiers Georg Spechtenhauser und dank der Mithilfe vieler fleißiger Hände wurde ein stabiler, leicht transportierbarer und relativ einfach aufstellbarer Tanzboden geplant und angefertigt. Beim traditionellen Hoangart auf Schloss Tirol bestand er dann die Feuertaufe und im Rahmen des Almtanzes wurde er von Hochwürden Christoph Schweigl feierlich eingeweiht,“ so der Vorsitzende Markus Seppi.
Nach diesen Eindrücken aus dem vergangenen Jahr folgten die Berichte der einzelnen Ausschussmitglieder. Dabei gab die langjährige Schriftführerin Irmgard Obrist ihren Rücktritt bekannt. Als ihre Nachfolgerin wurde Elisabeth Ganthaler von der Volkstanzgruppe Burgstall in den Bezirksausschuss kooptiert.
Abschließend folgten die Grußworte der Ersten Vorsitzenden der Arbeitsgemeinschaft Volkstanz, Monika Rottensteiner: „Ich danke allen Volkstänzerinnen und Volkstänzern, die unser Anliegen ins Burggrafenamt tragen und es durch ihr Tun erhalten und somit weiterleben lassen.“ Sie nutzte die Gelegenheit auch, um alle Volkstänzerinnen und Volkstänzer zu den zahlreichen Veranstaltungen im 50. Bestandsjahr der Arbeitsgemeinschaft einzuladen und forderte die Gruppen auf sich aktiv an der Europeade im Juli in Bozen zu beteiligen.

Judith Unterholzner

30 Jahre Volkstanzgruppe Deutschnofen

Runder Geburtstag in Deutschnofen

30-jähriges Jubiläum der Volkstanzgruppe Deutschnofen

Bereits vor mehr als 30 Jahren wurde in Deutschnofen erstmal die Idee geboren, sich wöchentlich zum gemeinsamen (Volks)tanzen zu treffen. Dank des Einsatzes der beiden Gründerinnen Anneliese Mittermair und Martha Riegler trafen sich im Jahre 1980 stolze 17 TänzerInnen zu den ersten Proben. Seit dieser Zeit war die Volkstanzgruppe in Deutschnofen ununterbrochen aktiv und ist heute aus dem Dorfleben nicht mehr wegzudenken. Aus diesem Grund wurde vor Kurzem im Pfarrheim von Deutschnofen ein Jubiläumsball organisiert, zu dem zahlreiche ehemalige und auch aktive VolkstänzerInnen erschienen sind.

Die nunmehr 16 Mitglieder des Vereins, dem zurzeit Erich Niedermair als Obmann vorsteht, treffen sich schon seit Jahren wöchentlich zur gemeinsamen Probe und geben immer wieder im Rahmen von verschiedenen weltlichen und kirchlichen Feierlichkeiten im Dorf ihr Repertoire zum Besten. Aber nicht nur auf dem Reggelberg tritt die Volkstanzgruppe regelmäßig auf, auch außerhalb unserer Landesgrenzen haben die Deutschnofner VolkstänzerInnen immer wieder die traditionellen Tiroler Tänze aufgeführt, so etwa bei den Europeaden 1982 in Spanien und 1983 in Wien und beim Kultur- und Begegnungsfest des Karpatendeutschen Vereins in der Slowakei in Kesmark. Zudem war man in all den Jahren auch selbst des Öfteren Gastgeber für Gruppen aus dem Ausland. Im heurigen Sommer wird anlässlich der Europeade in Bozen am 23. Juli 2010 eine ausländische Volkstanzgruppe in Deutschnofen zu Gast sein, um dort die typischen Tänze aus der Heimat zu präsentieren.
Um das 30-jährige Jubiläum gebührend zu feiern, lud die Volkstanzgruppe Deutschnofen kürzlich zum Jubiläumsball ein, welcher vom Amberg Duo musikalisch umrahmt wurde. In seinen Grußworten bedankte sich der Obmann für den unermüdlichen Einsatz aller bisherigen Vereinsmitglieder und wünschte der Volkstanzgruppe auch für die Zukunft noch viele schöne Stunden beim (Volks)tanzen. „Besonders freut es mich, dass ein Großteil der Vereinsmitglieder bereits seid über 10 Jahren dem Volkstanz die Treue hält. Aber auch die Tatsache, dass vor allem in letzter Zeit wieder vermehrt junge DeutschnoferInnen in den Verein aufgenommen werden, stimmt mich für den zukünftigen Erhalt unseres Kulturgutes sehr positiv“, so Niedermair.

Judith Unterholzner

Bezirksvollversammlung im Pustertal

Pusterer Volkstanzgruppen ziehen Bilanz

Vollversammlung des Bezirks Pustertal der Arbeitsgemeinschaft Volkstanz

Zu Beginn des neuen Tanzjahres haben sich die 6 Volkstanzgruppen des Bezirks Pustertal zur Bezirksvollversammlung getroffen, welche in Montal über die Bühne gegangen ist. Dabei stand neben dem Rückblick auf die vergange-nen Tätigkeiten auch eine Vorschau auf das heurige, in volkstänzerischer Hinsicht ereignisreiche, Jahr auf der Tagesordnung.

Ebenso wie in den fünf anderen Bezirken der Arbeitsgemeinschaft Volkstanz haben sich kürzlich auch die Funktionäre der Pusterer Volkstanzgruppen zur gemeinsamen Jahresvollversammlung im Wirtshaushotel Alpenrose in Montal getroffen. Der Vorstand hat den Fokus in seinem ersten Amtsjahr vor allem auf die Anliegen der einzelnen Mitgliedsgruppen gelegt. Bei den gemeinsamen Treffen wurden von den Vor-standsmitgliedern unter der Leitung der Vorsitzenden Karin Mutschlechner Probleme und Schwierigkeiten in den einzelnen Gruppen aufgezeigt und gemeinsam nach Lösungen gesucht bzw. Erfahrungen ausgetauscht.
Auf Wunsch der Tanzgruppen wird in den nächsten Monaten ein Lehrgang für KindertanzleiterInnen organisiert und auch ein Tageslehrgang für (potentielle) Tanzleiter ist geplant. Um auch das Gesellige in den Mittelpunkt zu rücken und den Austausch zwischen den Volkstanzgruppen Innichen, Luttach, Oberrasen, Pfalzen und Gadertal und dem Volkstanzkreis St. Georgen zu fördern, finden zudem ein Eisstockschießen und ein Luftgewehrschießen statt, wobei das Tänzerische sicherlich auch nicht zu kurz kommen wird.
Außerdem werden sich die Volkstänzerinnen und Volkstänzer aus dem Pustertal auch am Jubiläumsfest anlässlich des 50. Bestandsjahres der Arbeitsgemeinschaft Volkstanz in Südtirol beteiligen und bei der Europeade im Juli in Bozen mit von der Partie sein.
Monika Rottensteiner, die Erste Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft, bedankte sich in ihren Grußworten bei allen Vertretern der Gruppen und Tanzkreise für ihren ehrenamtlichen Einsatz zum Wohle des Volkstanzes und der Brauchtumspflege. „Nur wer selbst gerne tanzt, kann andere dafür begeistern.“ Unter diesem Vorsatz wünschte sie allen weiterhin viel Freude beim Tanzen und bei der Vereinsarbeit.

Judith Unterholzner

Winterlehrgang im Haus der Familie am Ritten

Tanzend das Jubiläumsjahr begrüßen

Unkonventioneller Jahreswechsel beim Winterlehrgang der Arbeitsgemeinschaft Volkstanz

Zu einer besonderen Zeit und an einem besonderen Ort hält die Arbeitsgemeinschaft Volkstanz in Südtirol alljährlich ihre älteste und wichtigste Fortbildungsveranstaltung ab, den Winterlehrgang. Auch 2009 haben über hundert Tanz- und Musikbegeisterte eine gemeinsame Woche auf dem Ritten verbracht und in einer etwas unkonventionelleren Art den Jahreswechsel gefeiert.

In den Tagen zwischen Weihnachten und dem Jahreswechsel verbrachten wiederum zahlreiche Tanzbegeisterte und Musikanten die letzte Woche des Jahres im Haus der Familie in Lichtenstern am Ritten. Renate Kastl und Alexander Franzoi hatten in Zusammenarbeit mit den 15 Referenten ein abwechslungsreiches Programm erarbeitet, welches den Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Gelegenheit bot sich in allen Bereichen der musikalischen Volkskultur weiterzubilden. „Wir haben uns bemüht ein Programm auf die Beine zu stellen, das auch für langjährige Teilnehmer wieder neue und überraschende Elemente enthält und möglichst alle vertretenen Generationen ansprechen kann.“ so die beiden Organisatoren unisono.
Um den tänzerischen Horizont etwas zu erweitern, wagte man bei dieser Kurswoche eine Reise in die Schweiz, denn unter der Leitung von Felix Mugwyler wurden Tänze aus Graubünden gezeigt. Natürlich waren auch die traditionellen Tiroler Tänze, unter der Leitung der Referenten Markus Seppi und Werner Mittermair, elementarer Bestandteil des Winterlehrgangs. Zudem gab es für Anfänger einige Einheiten zum Erlernen der Grundtänze und Rundtänze und auch das Schuhplatteln für die Burschen durfte im Kursprogramm nicht fehlen.
Dass auch bei dieser Ausgabe des Winterlehrgangs das Interesse vonseiten der Jugendlichen sehr groß war, zeigt der Altersschnitt von 31 Jahren. Dazu trug sicherlich das Modul „Internationale Kreisetänze und Disco Fox“ bei, welches von Christoph Gallmetzer betreut wurde.
Die Federführung des musikalischen Parts übernahm erstmals Maria Delago, die im Team mit den motivierten Musikanten eine lehrreiche Woche gestaltete. Markus Hochkofler, Helmuth Hochkofler, Günther Hopfgartner, Theresa Lamprecht, Florin Pallhuber, Hannes Premstaller und Thomas Thaler unterrichteten Ziehharmonika, Gitarre, Harfe, Geige, Flügelhorn und Hackbrett. Die gemeinsamen Singeinheiten stießen auf reges Interesse, was sicherlich auch auf die schwungvolle Art der Verantwortlichen Fara Prader zurückzuführen ist.
Als Neuheit wurde eine Kreativwerkstatt angeboten, in der man unter Anleitung der Experten Kurt und Edith Posch Hosensackinstrumente baute. Die dabei entstandenen Okarinas werden den angehenden Musikantinnen und Musikanten sicherlich noch viel Freude bereiten und in den verschieden Tanz- und Musikgruppen für eine willkommene Abwechslung sorgen.
Das alte Jahr hat man traditionell mit einem Gottesdienst, musikalisch und tänzerisch gestaltet durch die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, verabschiedet. Bei der anschließenden Silvesterfeier bekam jeder Einblick in die vielfältige Tätigkeit bei diesem Lehrgang. Musikstücke, gemeinsam gesungene Lieder und Tanzvorführungen der verschiedenen Arbeitsgruppen wechselten einander ab, bevor sich die festliche Gesellschaft zum Jahreswechsel ins Freie begab. Dort wurde das neue Jahr 2010, welches auch das 50. Bestandsjahr der Arbeitsgemeinschaft Volkstanz ist, mit dem Fackeltanz und einem passenden Lied feierlich willkommen geheißen.

Judith Unterholzner

50 Jahre Arbeitsgemeinschaft

2010 – Ein Jahr im Zeichen des Volkstanzes

Die Arbeitsgemeinschaft zur Pflege des Volkstanzes in Südtirol wurde am 31. Jänner 1960 von Prof. Luis Staindl zusammen mit zwölf Volkstanzgruppen gegründet. Mittlerweile sind 54 Südtiroler Volkstanzgruppen mit über tausend Tänzerinnen und Tänzern Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft, welche heuer Jahr ihr 50-jähriges Bestehen feiert.

Volkstanz hat es in Südtirol natürlich vor der Gründung der Arbeitsgemeinschaft auch gegeben, selbst in den schwierigen zwanziger und dreißiger Jahren. Nach dem letzten Krieg war, wie auch in anderen Gebieten (Österreich, Bundesrepublik Deutschland) ein Neubeginn notwendig geworden. Es waren zuerst einzelne Versuche von Volkstanzbegeisterten, einige wenige Gruppen aufzubauen. Gelegentliche Auftritte dieser Gruppen und häufigere Anfragen von auswärts gaben den Anstoß, dem Volkstanz größere Aufmerksamkeit zu widmen.
Im Jahre 1958 wurde vom Landesverband für Heimatpflege und dem Assessorat für Schule und Kultur der Südtiroler Landesregierung aus Ausbildungslehrgang für Volkstanz durchgeführt. Nachdem dieser äußerst erfolgreich über die Bühne gegangen war und großen Zuspruch gefunden hatte, startete man den Versuch eine einheitliche Ausrichtung und Zusammenarbeit der Gruppen zu erreichen, indem fasste der Landesverband für Heimatpflege den Beschluss fasste, eine eigene Arbeitsgemeinschaft zu gründen und dem Verbande anzugliedern. Am 31. Jänner 1960 wurden die damals bestehenden zwölf Gruppen zur Gründerversammlung nach Brixen eingeladen und diese genehmigten das erste, von Hans Nagele, dem damaligen Geschäftsführer des Verbandes Südtiroler Musikkapellen, verfasste Statut und beschlossen die Gründung der Arbeitsgemeinschaft. Zum Vorsitzenden wurde das Vorstandsmitglied des Landesverbandes, Luis Staindl, bestimmt. Die Hauptzielsetzung der Arbeitsgemeinschaft wurde vom Vorsitzenden in einem Einführungsreferat kurz dargelegt: Die Volkstanzpflege vertritt den Standpunkt, dass es viel wichtiger ist, dass 100 Paare fünf Tänze können, als fünf Paare 100 Tänze.

Um das 50-jährige Jubiläum der Arbeitsgemeinschaft gebührend zu feiern sind im Laufe des gesamten Jahres 2010 eine Vielzahl von Veranstaltungen geplant, in deren Rahmen auf dieses erfreuliche Ereignis hingewiesen wird und die ARGE auf ihre kulturelle Tätigkeit im Sinne des Brauchtums und der Tradition aufmerksam machen will.
Das Jubiläumsjahr beginnt mit der Landesvollversammlung der Arbeitsgemeinschaft, welche am Sonntag, den 31. Januar 2010, dem exakten Gründungsdatum des Dachverbandes am Gründungsort, dem Vinzentinum in Brixen, über die Bühne gehen wird.
Als Höhepunkt des Jahres folgt ein Jubiläumsfest, das am Samstag, den 15. Mai 2010 über die Bühne gehen wird. Auf eine Festmesse in der Kirche von St. Michael/Eppan folgt der Festakt mit den Ansprachen der Ehrengäste. Abgeschlossen wird der Jubeltag mit einem großen Tanzfest in der Eishalle von Eppan, zu dem alle Tanzbegeisterten aus Nah und Fern und Freunde des Volkstanzes recht herzlich eingeladen sind. Bei dieser Gelegenheit wird auch eine Festschrift vorgestellt werden, die ein halbes Jahrhundert Südtiroler Volkstanz beleuchten wird.
Am Sonntag, den 4. Juli 2010 wird mit dem Almtanz auf der Rossalm auf der Plose eine weitere Veranstaltung im Rahmen des Jubiläums "50 Jahre Arbeitsgemeinschaft Volkstanz in Südtirol" stattfinden. Der Almtanz beginnt traditionell mit einem Gottesdienst. Daraufhin wird eine Musikgruppe bis zum späten Nachmittag aufspielen, sodass gemeinsam getanzt und gefeiert werden kann. Am Nachmittag wird mit Kindertänzen auch für die anwesenden Kindergarten- und Volksschulkinder ein ansprechendes Programm geboten.
Das Landes-Kathrein-Tanzfest, welches am Samstag, den 13. November 2010 im feierlichen Ambiente des Meraner Kursaals über die Bühne gehen wird, stellt alljährlich einen der Höhepunkte im Tanzjahr dar. Der Kathreintanz wird ganz nach dem Motto "Kathrein stellt den Tanz ein", den Abschluss des Tanz- und Jubiäumsjahres 2010 bilden.

Judith Unterholzner